Jun 26 2009

Kamille

Kategorie: Heilpflanzen, ZZ01admin @ 18:01

 


Die Echte Kamille (Matricaria Chamomilla) ist eine Heilpflanze, die zur Familie der Korbblütler gehört. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Asien und Südosteuropa. Mittlerweile ist sie im gesamten europäischen Raum und auch in Nordamerika zu finden.

Die Kamille mag lehmhaltige Böder. Auf Sand- oder kalkhaltigen Böden ist die Pflanze nur sehr selten zu finden. Außer auf der Wildblumenwiese im Garten oder im Kräuterbeet, trifft man sie an Wiesenrändern und auf Feldern an. Neben der Echten Kamille gibt es noch die Geruchlose Strandkamille sowie die Ackerhundskamille. Anders als die Echte Kamille, riechen die Ackerhundskamille und die Geruchlose Strandkamille nicht so aromatisch.

Die Blüten der Heilpflanze sind schmal und von weißer Farbe. Die Blume kann bis zu 50 cm hoch werden. Meist wächst sie nicht in die Höhe sondern entfaltet sich krautig mit vielen Verzweigungen. Die Blütezeit dauert von Mai bis September. Die Kamille ist eine einjährige Pflanze. Während dieser Zeit werden die Blüten von Insekten bestäubt.

Der Geruch der Kamillenpfllanze ist stark und aromatisch. Er ist auf das in den Blüten der Heilpflanze enthaltene ätherische Öl zurückzuführen. Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blüten der Kamillenpflanzen hergestellt.

Um die Kamille als Heilpflanze zu nutzen, werden die Blüten geerntet und getrocknet. Die getrockneten Blüten werden als Kräutertee aufgebrüht. Im Kräutertee ist der Inhaltsstoff Chamazulen enthalten. Er ist ein wertvoller Bestandteil mit entzündungshemmender Wirkung. Neben der Verwendung als Kräutertee, sind vielfältige weitere Anwendungen möglich. Bei Bronchialerkrankungen kann mit dem entzündungshemmenden Kamillenaufguss inhaliert werden. Der Pflanze wird eine heilende Wirkung nachgesagt bei Menstruationsbeschwerden sowie bei diversen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Äußerlich als Spülung verwendet, wirkt die Heilpflanze bei Entzündungen des Zahnfleisches, der Mundhöhle sowie des Rachenraumes.

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Jun 18 2009

Klatschmohn

Kategorie: Blumen, ZZ01admin @ 22:04


Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist eine farbenprächtige Wildblume, die sich in naturnahen Gärten und auf der Wildblumenwiese besonders wohl fühlt.

Die Wildblume wird der Familie der Mohngewächse zugeordnet. Der Klatschmohn wird auch häufig als Mohnblume oder Klatschrose bezeichnet. Verbreitet ist die Mohnblume vorzugsweise in Europa, Asien und Nordamerika. Der Klatschmohn hat seine weitreichende Verbreitung parallel zum Getreideanbau zustande gebracht. Zusammen mit dem Getreide, wurden die im Feld stehenden Mohnblumen abgemäht. Als Verunreinigung des Getreidesamens wurden auch die Samen der Wildblume im nächsten Frühjahr auf weiteren Feldern ausgesät. Durch den Einsatz von Giftstoffen in der Landwirtschaft ist der Bestand an wildwachsenden Mohnblumen stark zurückgegangen. Während man sie früher in großen Mengen auf Feldern und am Wegesrand sah, ist sie heute mehr in naturnahen Gärten zu finden.

Die Mohnblume bevorzugt einen hellen, sonnigen Standort. Die Pflanze bevorzugt gemäßigte Temperaturen. Der Mohn mag kalkhaltige lehmige Böden. Auch mit kargem Untergrund kommt diese Wildblume gut zurecht. Mohnblumen sind ein- bis zweijährige Pflanzen. Bei zeitiger Aussat blüht der Klatschmohn noch im selben Jahr. Bei Herbstaussat findet die Blüte im Folgejahr statt. Dann blüht die Pflanze bereits im Frühjahr in den Monaten Mai oder Juni. Die Wildblume kann bis zu 80 cm hoch werden und hat einen sehr dünnen elastischen Stengel. Die Blätter sind lanzettförmig und behaart. Die Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 10 cm und sind in der Regel leuchtend rot. Selten kommen beim Mohn violette oder weiße Farbtöne vor. Nachdem die Pflanze aufgeblüht ist, halten sich die dünnen Blütenblätter nur wenige Tage frisch und fallen dann ab.

Alle Teile der Pflanze sind schwach giftig, bis auf die Samen. Mancherorts werden die Blütenblätter der Mohnblume zu Tee oder Sirup verarbeitet. Dem Tee und Sirup wird heilende Wirkung nachgesagt, in Bezug auf Hustenerkrankungen, Heiserkeit und Nervosität.

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Jun 14 2009

Rezension Das kleine 1×1 des Gärtners

Kategorie: Gartenliteratur, ZZ01admin @ 12:41

 


Das Gartenbuch Das kleine 1×1 der Gärtners wurde geschrieben von Maria Sansoni und Christoph Köchel. Unter der ISBN 3 517 0769 2 erschien die 1. Auflage 1982 im münchener Südwest Verlag.

 Das insbesondere für Gartenanfänger geeignete Fachbuch erläutert anschaulich, wie ein neuer Garten angelegt wird oder wie man einen alten Garten umgestalten kann. Es werden Wege aufgezeigt, wie man auch als Stadtbewohner ohne eigenes Land zu einem Kleingarten kommen kann. Dann geht das Fachbuch auf das Grundwissen für die gärtnerische Arbeit ein. Es gibt Ratschläge für die Planung, Gartengeräte Grundausstattung einschließlich Beschreibung der Gartengeräte, sowie richtige Nutzung der Gartengeräte. Beetanlage und das Setzen der jungen Pflanzen wird erklärt. Tricks und Tips aus jahrelanger gärtnerischer Erfahrung werden verständlich weitergegeben. Anspruchsvolle Arbeiten, wie die Gehölzanpflanzung, Anlegen von Gartenwegen sowie Terrassenbau werden detailliert beschrieben. Durch mehr als achzig Zeichnungen und Fotos werden die Arbeitsvorgänge Schritt für Schritt erklärt. Damit der Hobbygärtner langfristig Freude am Garten hat, werden am Ende des Buches Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung beschrieben. Das Fachbuch beschreibt, wie Blattläuse, Spinnmilben als auch weiße Fliegen, Schnecken sowie Raupen in die Schranken gewiesen werden. Hierzu wird nicht nur auf passende chemische Mittel verwiesen. Vielmehr wird aufgezeigt, wie man umweltverträglich und – oder gerade deswegen – effizient den Garten von Schädlingen befreit.

 Kritisch anzumerken ist, dass man sich nicht mehr an den im Fachbuch genannten Preisen, z. B. für Gartengeräte, orientieren kann. Dies liegt jedoch am Alter des Buches, ob es inzwischen neuere Auflagen gibt, ist mir nicht bekannt.

 Positiv anzumerken ist, dass viele wesentliche Aspekte für den Erfolg im Garten für Anfänger verständlich beschrieben werden. Durch die Schritt für Schritt Anleitungen sind die Hinweise leicht in die Praxis umzusetzen.

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Jun 10 2009

Kaminofen

Kategorie: Haustechnik, ZZ01admin @ 21:54

 


Der Kaminofen ist aus vielen deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Er bietet Gemütlichkeit und hilft, die Energiekosten zu senken.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht erstaunlich, dass immer mehr Neubauten mit einem Kaminofen ausgestattet werden. Der Ofen wird in fast allen Fällen im Wohnzimmer plaziert. So ist es möglich, abends entspannt auf dem Sofa zu sitzen, während im Hintergrund die Flammen im Kaminofen knistern. Kaminöfen werden aus Stahlblech oder Gusseisen hergestellt. Diese Materialien sind gute Wärmeleiter, was einen hohen Wirkungsgrad des Kaminofens unterstützt.

Da Kaminöfen mit Materialien beheizt werden, die den erneuerbaren Energien zuzurechnen sind, tragen sie nicht so sehr zum Treibhauseffekt bei. Der Ofen wird meist beheizt mit Holzbriketts oder Brennholz. Mit Hilfe einer Motorsäge kann Brennholz auch selbst gewonnen werden. Einige Spezial-Öfen werden mit Holzpellets beschickt. Damit der Kaminofen einen hohen Wirkungsgrad entfalten kann und nicht verrußt, sollte das Kaminholz gut abgelagert sein. Der Heizwert ist nicht nur abhängig davon, wie trocken das Brennholz ist. Es kommt auch auf die Holzart an. Buche und Eiche sind für Kaminöfen besonders gut geeignet. Im Mittel kann durch einen Raummeter Brennholz ca. 200 Liter Heizöl eingespart werden. Billiger Strom hilft ebenfalls, Betriebskosten zu sparen.

Wer das Haus mit einem Kaminofen nachrüsten will, sollte sich überlegen, ob nicht auch ein wasserführender Kaminofen in Frage kommt. Ein wasserführender Kaminofen bietet den Vorteil, dass nicht nur das Wohnzimmer beheizt wird. Vielmehr gibt ein wasserführender Kaminofen über die Zentralheizung die Heizwärme an sämtliche Räume des Hauses weiter. Dies entlastet die Zentralheizung in einer Weise, die die höheren Anschaffungskosten für diese Art Ofen auf mittlere bis lange Sicht rechtfertigt. Auch die Versorgung mit Heißwasser kann durch den wasserführenden Kaminofen gewährleistet werden. Wenn man die Kosten für Kaminholz und für Gas oder Öl gegenüberstellt, dann schneidet das Kaminholz preislich gesehen besser ab.

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Jun 07 2009

Vertikutierer

Kategorie: Gartengeräte und Zubehör, ZZ01admin @ 23:26

 


Vertikutierer sind Gartengeräte, mit deren Hilfe eine Rasenbelüftung durchgeführt wird.

Der Vertikutierer ist der Harke vom Aufbau und Prinzip her vergleichbar. Er besitzt enge sowie spritze Zähne.

Es gibt den Rasenvertikutierer zum Einsatz im Garten in unterschiedlichen Varianten. Man kann unterscheiden zwischen Benzinvertikutierer, Elektrovertikutierer und manuellen Vertikutierer. Je nachdem, ob Steckdosen in greifbarer Nähe sind und wie groß der Rasen ist, kann die eine oder andere Art des Vertikutierers für den Einsatz auf dem Rasen im Garten sinnvoll sein.

 Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe des Rasens an der Oberfläche angeritzt und das aus dem Rasen gelöste Unkraut wird in einem Fangbehältnis im hinteren Teil des Vertikutierers aufgefangen. Eine spätere Entsorgung ist so später problemlos möglich. Ältere Modelle des Vertikutierers besitzen noch keinen Fangkorb. Den Vertikutierern gemeinsam ist, dass man mit ihnen sowohl Moos als auch Unkräuter aus dem Rasen entfernen kann. Die Rasenwurzeln sollen dabei nicht entfernt werden. Deshalb darf nicht mehr als einen, höchsens drei Zentimeter tief vertikutiert werden.

 Mit dem Vertikutierer sollte der Rasen im Frühjahr bearbeitet werden, damit er ausreichend Zeit zu Regeneration hat, bevor die Sommerhitze dem Garten zusetzt. Eine Nachsaat des Rasens kann sinnvoll sein, damit kahle Stellen aufgefüllt werden. Damit der Rasen gut anwächst und nicht austrocknet, sollte die Nachsaat nur bei gemäßigten Temperaturen erfolgen.

 Wann bzw. wo ist der Einsatz des Vertikutierers nicht angezeigt? Der Vertikutierer sollte nur auf dem konventionellen Rasen und nicht auf einer Wiese oder einem Wildblumenrasen eingesetzt werden. Der Vertikutierer ist auf die Wuchshöhe des konventionellen Rasens entwickelt worden. Falls man im Herbst ein zweites Mal vertikutiert, sollte man darauf achten, dass die Grünfläche ausreichend Zeit zur Erholung hat, bis im Garten Minusgrade herrschen. Deshalb sollte der letzte Vertikutiervorgang spätestens Ende September abgeschlossen sein.

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Jun 06 2009

Bambus

Kategorie: Bäume und Sträucher, ZZ01admin @ 20:12

 


In deutschen Gärten wird der Bambus als robuste und immergrüne Pflanze mit den Jahren immer beliebter.

 Aus China und vielen südamerikanischen Ländern stammen die bekanntesten Bambusarten. Bambusse sind auf allen Kontinenten beheimatet, mit Ausnahme von Antarktis und Europa, wo sie jedoch immer häufiger als Zierpflanzen im Garten angebaut werden.


 Der Bambus gehört zur Familie der Süßgräser und ist eine immergrüne verholzende Pflanze. Die Halme des Bambusgewächses enthalten, genauso wie Bäume, den Stoff Lignin. Dieser verleiht ihnen Festigkeit, so dass bei einigen Arten große Wuchshöhen von mehr als 30 m erreicht werden können. Die meisten Bambusarten sterben nach der Blüte ab. Da die Blütenbildung erst in einer sehr späten Daseinsphase auftritt, bei einigen Arten erst im 30. bis 80. Lebensjahr, können die Pflanzen trotzdem sehr alt werden. Dem Bambussterben kann der Gartenfreund außerdem entgegenwirken, indem er die Pflanze zurückschneidet und dadurch den Neuaustrieb fördert.


 Seit einiger Zeit findet man vermehrt buntblättrige Bambusse in den Geschäften. Diese Exemplare wurden aus Japan eingeführt und bringen mehr Abwechslung und Farbe in den Garten. Bambus der Gattung Phyllostachys vermehrt sich sehr stark durch die Bildung von Ausläufern. Hier ist die Verwendung einer Rhizomsperre sinnvoll, damit der Bambus im Beet bleibt und nicht den gesamten Rasen überwuchert. Bambus der Gattung Fargesia wächst in Horsten und wuchert nicht. Allen Bambusarten gemeinsam ist, dass sie ausreichend Bewässerung benötigen und regelmäßig gedüngt werden sollten. Fast alle in Deutschland angebotenen Bambusarten vertragen Minusgrade und können ohne besonderen Schutz überwintern.


Bambuspflanzen finden nicht nur im Ziergarten oder als Kübelpflanze hierzulande ihre Verwendung. Besonders im asiatischen Raum wird es als Baustoff und Brennmaterial, ähnlich dem Holz bzw. Brennholz, eingesetzt. Viele der Gebrauchsgegenstände, wie z. B. Bambus Teppich, wenn man nicht gerade Sisal Teppich nutzt,  sowie Möbel, die z.B. mit geschmackvollem Sofastoff aufgewertet werden können. Körbe oder Hüte werden auch heute noch unter Verwendung von Bambuspflanzen hergestellt. Die im Bambus enthaltene Cellulose wird weiterverarbeitet und für die Herstellung von Textilien genutzt.


 

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