Jun 18 2009

Klatschmohn

Kategorie: Blumen, ZZ01admin @ 22:04


Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist eine farbenprächtige Wildblume, die sich in naturnahen Gärten und auf der Wildblumenwiese besonders wohl fühlt.

Die Wildblume wird der Familie der Mohngewächse zugeordnet. Der Klatschmohn wird auch häufig als Mohnblume oder Klatschrose bezeichnet. Verbreitet ist die Mohnblume vorzugsweise in Europa, Asien und Nordamerika. Der Klatschmohn hat seine weitreichende Verbreitung parallel zum Getreideanbau zustande gebracht. Zusammen mit dem Getreide, wurden die im Feld stehenden Mohnblumen abgemäht. Als Verunreinigung des Getreidesamens wurden auch die Samen der Wildblume im nächsten Frühjahr auf weiteren Feldern ausgesät. Durch den Einsatz von Giftstoffen in der Landwirtschaft ist der Bestand an wildwachsenden Mohnblumen stark zurückgegangen. Während man sie früher in großen Mengen auf Feldern und am Wegesrand sah, ist sie heute mehr in naturnahen Gärten zu finden.

Die Mohnblume bevorzugt einen hellen, sonnigen Standort. Die Pflanze bevorzugt gemäßigte Temperaturen. Der Mohn mag kalkhaltige lehmige Böden. Auch mit kargem Untergrund kommt diese Wildblume gut zurecht. Mohnblumen sind ein- bis zweijährige Pflanzen. Bei zeitiger Aussat blüht der Klatschmohn noch im selben Jahr. Bei Herbstaussat findet die Blüte im Folgejahr statt. Dann blüht die Pflanze bereits im Frühjahr in den Monaten Mai oder Juni. Die Wildblume kann bis zu 80 cm hoch werden und hat einen sehr dünnen elastischen Stengel. Die Blätter sind lanzettförmig und behaart. Die Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 10 cm und sind in der Regel leuchtend rot. Selten kommen beim Mohn violette oder weiße Farbtöne vor. Nachdem die Pflanze aufgeblüht ist, halten sich die dünnen Blütenblätter nur wenige Tage frisch und fallen dann ab.

Alle Teile der Pflanze sind schwach giftig, bis auf die Samen. Mancherorts werden die Blütenblätter der Mohnblume zu Tee oder Sirup verarbeitet. Dem Tee und Sirup wird heilende Wirkung nachgesagt, in Bezug auf Hustenerkrankungen, Heiserkeit und Nervosität.

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Jun 14 2009

Rezension Das kleine 1×1 des Gärtners

Kategorie: Gartenliteratur, ZZ01admin @ 12:41

 


Das Gartenbuch Das kleine 1×1 der Gärtners wurde geschrieben von Maria Sansoni und Christoph Köchel. Unter der ISBN 3 517 0769 2 erschien die 1. Auflage 1982 im münchener Südwest Verlag.

 Das insbesondere für Gartenanfänger geeignete Fachbuch erläutert anschaulich, wie ein neuer Garten angelegt wird oder wie man einen alten Garten umgestalten kann. Es werden Wege aufgezeigt, wie man auch als Stadtbewohner ohne eigenes Land zu einem Kleingarten kommen kann. Dann geht das Fachbuch auf das Grundwissen für die gärtnerische Arbeit ein. Es gibt Ratschläge für die Planung, Gartengeräte Grundausstattung einschließlich Beschreibung der Gartengeräte, sowie richtige Nutzung der Gartengeräte. Beetanlage und das Setzen der jungen Pflanzen wird erklärt. Tricks und Tips aus jahrelanger gärtnerischer Erfahrung werden verständlich weitergegeben. Anspruchsvolle Arbeiten, wie die Gehölzanpflanzung, Anlegen von Gartenwegen sowie Terrassenbau werden detailliert beschrieben. Durch mehr als achzig Zeichnungen und Fotos werden die Arbeitsvorgänge Schritt für Schritt erklärt. Damit der Hobbygärtner langfristig Freude am Garten hat, werden am Ende des Buches Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung beschrieben. Das Fachbuch beschreibt, wie Blattläuse, Spinnmilben als auch weiße Fliegen, Schnecken sowie Raupen in die Schranken gewiesen werden. Hierzu wird nicht nur auf passende chemische Mittel verwiesen. Vielmehr wird aufgezeigt, wie man umweltverträglich und – oder gerade deswegen – effizient den Garten von Schädlingen befreit.

 Kritisch anzumerken ist, dass man sich nicht mehr an den im Fachbuch genannten Preisen, z. B. für Gartengeräte, orientieren kann. Dies liegt jedoch am Alter des Buches, ob es inzwischen neuere Auflagen gibt, ist mir nicht bekannt.

 Positiv anzumerken ist, dass viele wesentliche Aspekte für den Erfolg im Garten für Anfänger verständlich beschrieben werden. Durch die Schritt für Schritt Anleitungen sind die Hinweise leicht in die Praxis umzusetzen.

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Jun 06 2009

Bambus

Kategorie: Bäume und Sträucher, ZZ01admin @ 20:12

 


In deutschen Gärten wird der Bambus als robuste und immergrüne Pflanze mit den Jahren immer beliebter.

 Aus China und vielen südamerikanischen Ländern stammen die bekanntesten Bambusarten. Bambusse sind auf allen Kontinenten beheimatet, mit Ausnahme von Antarktis und Europa, wo sie jedoch immer häufiger als Zierpflanzen im Garten angebaut werden.


 Der Bambus gehört zur Familie der Süßgräser und ist eine immergrüne verholzende Pflanze. Die Halme des Bambusgewächses enthalten, genauso wie Bäume, den Stoff Lignin. Dieser verleiht ihnen Festigkeit, so dass bei einigen Arten große Wuchshöhen von mehr als 30 m erreicht werden können. Die meisten Bambusarten sterben nach der Blüte ab. Da die Blütenbildung erst in einer sehr späten Daseinsphase auftritt, bei einigen Arten erst im 30. bis 80. Lebensjahr, können die Pflanzen trotzdem sehr alt werden. Dem Bambussterben kann der Gartenfreund außerdem entgegenwirken, indem er die Pflanze zurückschneidet und dadurch den Neuaustrieb fördert.


 Seit einiger Zeit findet man vermehrt buntblättrige Bambusse in den Geschäften. Diese Exemplare wurden aus Japan eingeführt und bringen mehr Abwechslung und Farbe in den Garten. Bambus der Gattung Phyllostachys vermehrt sich sehr stark durch die Bildung von Ausläufern. Hier ist die Verwendung einer Rhizomsperre sinnvoll, damit der Bambus im Beet bleibt und nicht den gesamten Rasen überwuchert. Bambus der Gattung Fargesia wächst in Horsten und wuchert nicht. Allen Bambusarten gemeinsam ist, dass sie ausreichend Bewässerung benötigen und regelmäßig gedüngt werden sollten. Fast alle in Deutschland angebotenen Bambusarten vertragen Minusgrade und können ohne besonderen Schutz überwintern, z. B. als Begrünung am Gartenhaus .


Bambuspflanzen finden nicht nur im Ziergarten oder als Kübelpflanze hierzulande ihre Verwendung. Besonders im asiatischen Raum wird es als Baustoff und Brennmaterial, ähnlich dem Holz bzw. Brennholz, eingesetzt. Viele der Gebrauchsgegenstände, wie z. B. Bambus Teppich, wenn man nicht gerade Sisal Teppich nutzt, sowie Möbel, die z.B. mit geschmackvollem Sofastoff aufgewertet werden können. Körbe oder Hüte werden auch heute noch unter Verwendung von Bambuspflanzen hergestellt. Die im Bambus enthaltene Cellulose wird weiterverarbeitet und für die Herstellung von Textilien genutzt.


 

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