Jul 31 2009

Chinesische Hanfpalme

Kategorie: Exotische Pflanzen, ZZ01admin @ 17:22

 


Die chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) gehört der Familie der Palmengewächse an. Die Pflanze wurde nach dem englischen Forschungsreisenden Robert Fortune benannt. Früher wurde sie auch unter der Bezeichnung Chamaerops excelsa geführt. Die Palme stammt ursprünglich aus Regionen in Japan, China und Thailand. Im Himalaya ist sie noch in Höhen über 2000 Metern zu finden. Auch in anderen subtropischen Gebieten ist sie anzutreffen. Es handelt sich bei der chinesischen Hanfpalme um eine winterharte Palme. Sie kann auch in Gärten und Kübeln in der freien Natur überleben. Nur in besonders kalten mitteleuropäischen Regionen benötigt die Pflanze einen Winterschutz. Die chinesische Hanfpalme kann mit ca. vier bis fünf Jahren ausgepflanzt werden. Dann ist sie alt genug, um dem Frost zu trotzen. In wintermilden Gebieten, also vorwiegend in den Weinbauregionen, kommt sie meist ohne Winterschutz aus.

 

Eine ausgewachsene chinesische Hanfpalme kann bis zu 15 Meter hoch werden. Ihr Stamm ist mit braunen, lose herabhängenden Fasern bedeckt. Sie gehört zu den Fächerpalmen. In der Baumkrone können sich bei der ausgewachsenen Palme fünfzig oder mehr gefiederte Palmenblätter befinden. Die Palmenblätter können bis zu 150 cm lang werden.

 

Am liebsten steht die Hanfpalme an einem sonnigen Standort. Sie verträgt auch Halbschatten, wächst im Halbschatten jedoch langsamer. Außerdem ist sie tolerant gegenüber Nässe und Frost. Sie gehört zu den winterhärtesten Palmen überhaupt und hat sich deshalb mittlerweile in europäischen Gärten einen Stammplatz verdient. Im Wohnhaus überwinterte junge Palmen sollten an den Blättern mit Wasser eingesprüht werden. Dann werden die Blättter der Jungpflanzen durch die trockene Raumluft nicht braun.

 

Eine eigene chinesische Hanfpalme kann man selbst aus Samen aufziehen, dies soll innerhalb des Blogs erklärt werden: Die Samen sind knapp haselnussgroß und müssen – vor dem Aussäen in Anzuchterde oder Kokosfasern – in zimmerwarmem Wasser eingeweicht werden. Je frischer die Samen sind, desto schneller gehen sie in der Regel auf, bei Zimmertemperatur oftmals bereits nach zwei bis sechs Wochen.

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Jul 25 2009

Stockrose

Kategorie: Blumen, ZZ01admin @ 12:43


Die Stockrose (Alcea rosea) gehört zur Familie der Malvengewächse. Die Pflanze wird auch als Stockmalve oder Pappelrose bezeichnet. Ursprünglich stammt sie aus dem südlichen Italien, Süd-West-Asien und den Balkanländern.

Die Blüten der Stockrose können gefüllt oder einfach sein. Die Blütenfarben können rosa, rot, dunkelrot, weiß oder gelb aussehen. Besonders hübsch und üppig sind die gefüllt blühenden Varianten in kräftigen Farben. Die Blütezeit reicht von Ende Juni bis September. Die Pflanze kann bis zu 2,50 m hoch und ca. 50 cm breit werden. Ihre Blätter sind hellgrün, angedeutet herzförmig und leicht behaart. Am wohlsten fühlt sich die Stockrose in Gruppen gepflanzt auf durchlässigem mageren Boden. Selbst auf Untergrund aus Kies wächst sie. Die Blume bevorzugt einen geschützten Standort mit viel Sonne. In Frage kommen geschützte Plätze, wie z. B. an Hauswänden oder angelehnt an Zäunen. Besonders gut kommt die Blühpflanze an Hauseingängen zur Geltung. Wo keine Möglichkeit zum Anlehnen besteht, sollten die Stockrosen an einem Stock festgebunden werden.

Wenn die Stockrose auf der Fensterbank vorgezogen wird, kann sie bei mildem Klima mit etwas Glück bereits im Jahr der Aussaat blühen. Meist gelingt dies jedoch nicht. Die jungen Pflänzchen werden im Sommer an einen geschützten Platz ausgepflanzt und blühen erst im darauffolgenden Jahr.

Die Stockrose findet als Zierpflanze verwendet. Die Pflanze soll auch heilende Wirkung haben. Als Heilpflanze wird die Blüte in Tees gegen Atemwegserkrankungen verwendet. Außerdem ist die Stockrose die Symbolpflanze der Stadt Svaneke auf Bornholm. Das Gewächs benötigt im Sommer sehr viel Wasser und im Frühjahr etwas Dünger. Sie ist winterhart und benötigt keinen Schutz gegen Frost. Stockrosen sind meist mehrjährig, im Frühjahr treiben die Pflanzen wieder aus. Einige Exemplare sind auch nur zweijährig.

Es gibt Pflanzenkrankheiten, die auch vor den Stockrosen nicht halt machen: Stockrosen sind anfällig für Rost. Er bildet hässlich braune Flecke auf den Blättern der Zierpflanze. Man kann dem vorbeugen, indem man die Pflanze stärkt, sprich sie im Frühjahr düngt.

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Jul 12 2009

Rezension Was blüht denn da

Kategorie: Gartenliteratur, ZZ01admin @ 15:46

 
Das bekannte Fachbuch Was blüht denn da? von Dietmar Aichele und Marianne Golte-Bechtle ist ein Klassiker unter den Büchern zur Pflanzenbestimmung. Zur Rezension liegt mir die 57., unveränderte Auflage aus dem Jahre 2005 vor. Das Buch ist unter der ISBN-Nr. 978-3-440-10212-1 im Kosmos-Verlag Stuttgart erschienen.

 In dem Naturführer werden 748 wildwachsende Blütenpflanzen aus Mitteleuropa dargestellt. Die Pflanzen sind entsprechend ihrer Farbe geordnet. Das Fachbuch richtet sich an den fachlich nicht vorgebildeten Pflanzenfreund. Mit Hilfe des Naturführers kann der Laie die häufig vorkommenden Pflanzen und auch Pflanzenraritäten auf die einfachste Weise sicher bestimmen.

 In der Regel fällt dem Betrachter einer Blume deren Blütenfarbe als erstes auf. Aus diesem Grund ist auch die Blütenfarbe der Leitfaden für das Bestimmungswerk. Genau deshalb finden sich in dem Fachbuch vor allem Blumen, mit auffälligen Blüten. Über Pflanzen mit weniger auffälligen Blüten, wie beispielsweise Bäume, Sträucher, Moose und Farne, wird in weiteren Fachbüchern zur Pflanzenbestimmung berichtet.

 In vielen Fällen reicht die Blütenfarbe allein nicht aus, um eine Pflanze zu bestimmen. Weitere Merkmale der Pflanze müssen zur Bestimmung hinzugezogen werden. Berücksichtigung finden hierzu beispielsweise der Bau der Blüte. Insbesondere die Symmetrie der Blüte spielt hierbei eine wichtige Rolle. Man unterscheidet Pflanzen mit radiärsymmetrischen Blüten, wie z. B. Hahnenfuß, und Pflanzen mit zweiseitigsymmetrischen Blüten, wie z. B. Fingerhut. Eine Pflanze wird identifiziert, indem sie mit den farbigen Abbildungen verglichen wird. Neben den Abbildungen liefern Beschreibungen und Hinweise zum Vorkommen weitere wichtige Anhaltspunkte zur erfolgreichen Pflanzenbestimmung. Unter der Rubrik Wissenswertes wird auf Besonderheiten zu den einzelnen Pflanzen hingewiesen. Hier findet man beispielsweise Informationen zur Giftigkeit von Pflanzen, zu bestimmten Pflanzenwirkstoffen, zur Heilwirkung und zu weiteren Verwendungsmöglichkeiten.

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