
Schmetterlinge (Lepidoptera) gehören zur Klasse der Insekten. In Mitteleuropa sind ca. 4000 verschiedene Arten bekannt. Außer in der Antarktis kommt der Schmetterling auf allen Kontinenten vor.
Der Schmetterling entsteht aus der Raupe. Raupen sind gewissermaßen die Larven des Schmetterlings. Nachdem sich die gefräßigen Raupen verpuppt haben, schlüpft der Schmetterling aus dem Kokon. Je nach Art, überwiegt die Zeit als Raupe oder als Schmetterling. Es gibt auch Schmetterlinge, die nur sehr kurz leben, nach der Verpuppung nehmen sie keine Nahrung mehr auf. Die Raupen des Seidenspinners werden wegen dieses Verpuppungsvorganges, bzw. wegen der kostbaren Fäden, gewerblich gehalten. Aus den Fäden werden wertvolle Seidenstoffe hergestellt. Im Gegensatz dazu werden die meisten Raupen von Gartenfreunden eher als Schädlinge betrachtet. So frisst etwa der Kohlweissling von den Kohlblättern, die der Gartenbesitzer anpflanzt.
Doch ohne Raupen hat man auch keine Schmetterlinge im Garten. Wer freut sich nicht, wenn Pfauenauge, Zitronenfalter oder Kohlweissling Leben in den Garten bringen? Man kann die Schmetterlinge gezielt anlocken, indem viele Blühpflanzen im Garten angebaut werden. Hier kommen beispielsweise so bekannte Pflanzen wie der Schmetterlingsflieder in Frage. Aber auch sogenannte Wildblumenwiesen, die einen Teil des Rasens ersetzen können, sind interessante Aufenthaltsorte für Schmetterlinge und andere Insekten. Bei der Wildblumenwiese handelt es sich nicht um eine klassische Rasenfläche, auf der man rumtoben, und die man regelmäßig in kurzen Abständen mit dem Rasenmäher abmähen kann. Vielmehr sollen die Wildblumen möglichst lange auf der Wildblumenwiese stehen bleiben und nicht vor der Ausreifung des Samens abgemäht werden. Die duftenden und nektarreichen Blüten üben eine magische Anziehungskraft auf die Insekten aus. Der Blütennektar wird vom Schmetterling mit Hilfe seines Saugrüssels aufgenommen. Wer selbst keinen Garten hat, in dem er Schmetterlinge beobachten kann, oder sich für exotische Schmetterlingsarten interessiert, kann sie in speziellen Schmetterlingsparks bewundern.
Tags: Raupen, Schmetterling

Der Löwenzahn (Taraxacum) ist eine Pflanzengattung, die zur Familie der Korbblütler gehört. Die verschiedenen Löwenzahnarten sind einander sehr ähnlich, so dass man sie in der Regel nur schwer unterscheiden kann und sie dem Oberbegriff Löwenzahn zuordnen wird. Die Bezeichnung Butterblume oder Pusteblume ist für die Wildpflanze ebenfalls sehr verbreitet.
Als Wildblume ist die Butterblume weit verbreitet. Sie kommt in Europa und Asien vor, sowie in Nordamerika. Die Pflanze siedelt sich an Wegesrändern, auf Viehweiden, im Rasen und auf Beeten an. Die Blüte ist leuchtend gelb. Sie dient den Bienen als Futterpflanze. Die Blätter des Löwenzahnes sind, je nach Art mehr oder weniger, gezackt und dunkelgrün. Sie können bis zu 30 Zentimeter lang werden. Bei magerem Boden erreichen sie meist nur eine Länge um zehn Zentimeter. Im Stengel der Pflanze ist ein klebriger weißer Saft enthalten. Der Löwenzahn besitzt eine Pfahlwurzel, die bis zu einem Meter lang werden kann. Wer keine Löwenzahnpflanzen in seinem Rasen haben möchte, muss die Wildblume mitsamt der Wurzel vollständig entfernen. Wenn ein Stück der Wurzel im Boden bleibt, treibt die Pflanze erneut aus.
Wenn die Blüte des Löwenzahnes verblüht ist, kann man ein interessantes Phänomen beobachten, das sicherlich noch jedem aus der Kindheit bekannt ist. Da wo vormals eine Wiese mit Löwenzahn war, befindet sich später eine Vielzahl von Pusteblumen. Durch den Wind werden die Samen verbreitet.
Löwenzahn findet Verwendung als Futter auf den Viehweiden. Am Straßenrand und im Garten wachsende Pflanzen werden von Kaninchen- und Meerschweinchenhaltern als Grünfutter geschnitten. Der Löwenzahn ist nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen durchaus geniessbar. Beispielsweise können seine jungen Blätter zusammen mit weiteren Zutaten wie Paprika, Tomaten und Gurken, als Rohkostsalat zubereitet werden. Bei der Ernte sollte man dann allerdings darauf achten, dass die verwendeten Löwenzahnblätter nicht an vielbefahrenen Straßen gepflügt werden und nicht mit Schadstoffen belastet sind.
Tags: Butterblume, Löwenzahn, Pusteblume

Der Beruf Gärtner / Gärtnerin gehört zu den klassischen grünen Berufen. Hier finden Menschen mit Liebe zur Natur ein interessantes Betätigungsfeld, beispielsweise in Gartenbaubetrieben oder im Baumarkt. Der Beruf des Gärtners/ der Gärtnerin wird durch das Berufsbildungsgesetz geregelt. Es ist keine bestimmte Schulbildung für die Aufnahme der Ausbildung vorgeschrieben. Von den Ausbildungsbetrieben wird meist ein Hauptschulabschluss als Mindestvoraussetzung für den Gärtner Beruf gefordert. Die Ausbildungsdauer beträgt regulär drei Jahre. Infos über Stellenangebote finde man beispielsweise im stellenangebote-forum.de
Der Beruf Gärtner/ Gärtnerin wird in der Landwirtschaft in unterschiedlichen Fachrichtungen angeboten: Es besteht die Möglichkeit, je nach Interesse und Fähigkeiten oder Marktlage die Fachrichtungen Gemüsebau, Baumschule, Zierpflanzenbau, Staudengärtnerei, Garten- und Landschaftsbau oder Obstbau zu wählen. Die Ausbildung findet sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule statt. Damit soll dem praktischen und dem theoretischen Aspekt der Ausbildung Rechnung getragen werden.
Gärtner und Gärtnerin der Fachrichtung Gemüsebau beispielsweise planen die Anzucht und den Anbau von Jungpflanzen. Verschiedene Kultur- und Anbauverfahren werden eingesetzt. Gemüse wird marktgerecht aufbereitet und eingelagert. Gärtner und Gärtnerin der Fachrichtung Obstbau haben sich auf die Kultivierung von Obst spezialisiert. Sie kennen sich aus mit Erdbeeren, mit Birnen und Äpfeln. Der Anbau, die Pflege und die Vermarktung dieser Obstsorten ist ihr Geschäft. Eine gute Gesundheit ist bei dieser Fachrichtung erforderlich, weil die Beschäftigten überwiegend im Freiland im Einsatz sind.
Beschäftigte im Gartenbau, die beruflich voran kommen wollen, haben in vielen Fällen die Möglichkeit der Weiterbildung. Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen im Bereich der Anpassung und im Bereich des Aufstiegs. Gärtner und Gärtnerin können sich beispielsweise als Meister/in im Gartenbau weiterbilden. Eine akademische Weiterbildungsmöglichkeit besteht als Ingenieur bzw. Ingenieurin für Gartenbau oder als Ingenieur/ Ingenieurin für Landschaftsökologie / Naturschutz.
Tags: Beruf, Gärtner, Gärtnerin

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist eine beliebte Heckenpflanze, die dem Gartenfreund viele Einsatzmöglichkeiten bietet. Der Strauch ist in Nord- und Mitteleuropa sehr verbreitet. Er kann bis zu knapp 15 m hoch werden. Durch den dichten kompakten Wuchs, bringt der Holunder gute Voraussetzungen für die Verwendung als Heckenpflanze mit.
Schwarzer Holunder stellt nur geringe Ansprüche an die Bodenqualität, allerdings wird Stickstoff in größeren Mengen benötigt. Die Pflanze gedeiht am besten im Halbschatten und ist sehr frostverträglich. In der freien Wildbahn wächst Holunder an Wegesrändern oder am Waldrand, wo ihm die hohen Bäume etwas Schatten spenden. In der Landwirtschaft, besonders in Norddeutschland, wird er zusammen mit anderen Pflanzen zur Knickbepflanzung verwendet.
Der Schwarze Holunder hat weiße Blüten, die lieblich duften. Den Namen erhält der Strauch von seinen schwarzen Früchten, den Fliederbeeren. Die kleinen, doldenartig herabhängenden Fliederbeeren sind essbar, allerdings nicht roh. Sie enthalten Vitamin C und Kalium. Das in den Blättern, Früchten und Zweigen des Holunders enthaltene Sambunigrin wirkt sich negativ auf das Verdauungssystem aus. Bei Kindern und empfindlichen Personen kann es zu Übelkeit bis hin zum Erbrechen führen. In den Samen der reifen Fliederbeeren ist das Sambunigrin ebenfalls enthalten. Durch Kochen kann es neutralisiert werden. Vom rohen Verzehr der Fliederbeeren ist also dringend abzuraten.
In der Mythologie wird der Holunder mit der germanischen Göttin Holla in Verbindung gebracht, ein Bezug zur Märchengestalt der Frau Holle soll ebenfalls bestehen. Dabei werden die dunklen Beeren mit dem Pech der Pechmarie und die hellen Blütensterne mit dem Gold der Goldmarie assoziiert.
Die weißen Blüten des Holunders können für die Herstellung von Holunderblütensekt verwendet werden. Holunderblütensirup und Holunderblütengelee sind ebenfalls sehr beliebt. Die Fliederbeeren können, nachdem sie aufgekocht wurden, als Saft oder Suppe, z. B. zusammen mit Griesklößen verwendet werden.
Tags: Fliederbeeren, Holunder

In manchen Wohnhäusern gehört die Sauna zu den begehrten Extras, die das Wohnen und Entspannen angenehmer machen. Innerhalb des Hauses ist die Sauna ein kleiner Raum bzw. eine Kabine mit Ofen. Die Sauna kann mit Hilfe des Ofens auf hohe Temperaturen, bei trockener Luft bis zu 130 Grad Celsius, aufgeheizt werden. In den skandinavischen Ländern und in Russland hat die Sauna bereits eine lange Tradition. Das mag daran liegen, dass es dort in den Wintern wesentlich kälter wird, als beispielsweise in Deutschland.
In Häusern und Ferienhäusern befindet sich die Sauna in der Regel innerhalb des Hauses. Es gibt aber auch Saunen, die sich außerhalb des Hauses befinden. Die Gartensauna ist in einem eigenen kleinen Gebäude im Garten untergebracht. Der Innenraum – egal ob in der konventionllen Sauna oder in der Gartensauna – ist normalerweise mit Holz ausgekleidet, weil Holz ein schlechter Wärmeleiter ist. Auch die Saunaliegen sind aus Holz. Auf dem Saunaofen liegen Steine und erwärmen sich beim Aufheizen stark. Während der einzelnen Saunagänge werden die Steine wohl dosiert mit Wasser begossen. Das Wasser verdunstet und die Luftfeuchtigkeit in der Sauna erhöht sich. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto geringer sollte die Temperatur in der Sauna gewählt werden.
Die Wohlfühltemperatur in der Sauna hängt noch von weiteren Faktoren ab. Kinder und Menschen mit schwachem Herz-Kreislauf-System sollten bei eher niedrigen Temperaturen saunieren. Routinierte Saunagänger hingegen fühlen sich oftmals bei Temperaturen zwischen 80 bis 100 Grad Celsisus am wohlsten.
Der Saunaaufguss wird oftmals mit Duftstoffen aromatisiert. Diese Duftstoffe bestehen aus ätherischen Ölen und verdunsten nahezu rückstandsfrei. Diese Aufgusskonzentrate gibt es in verschiedensten Duftrichtungen. Als Saunadüfte sind neben Eukalyptus, Fichte, Heublume oder Birke inzwischen auch viele exotisch anmutende Aromen – wie beispielsweise Grapefruit – oder Mischungen aus Aromen, erhältlich. Den einzelnen Aromen werden unterschiedliche Wirkungen auf den Menschen zugeschrieben, so sollen sie – je nach Aroma – entspannen, beruhigen, anregen oder stimmungshebend wirken.
Tags: Gartensauna, Sauna

Traditionell besitzen die meisten Gärten einen Rasen. Damit der Rasen gut gedeiht, sollten einige grundlegende Dinge beachtet werden. Bereits bei der Planung des Rasens werden die Weichen für später gestellt.
Zuerst sollte man sich überlegen, welchem Zweck die Grünfläche dienen soll. Will man einen reinen Zierrasen haben oder sollen auch Kinder darauf ungestört toben können? Hier ist auf die richtige Rasenmischung zu achten, die den entsprechenden Kriterien gerecht wird: Denn der Samen für Zierrasen setzt sich aus anderen Grassorten oder in einem anderen Mischverhältnis zusammen, als ein strapazierfähiger Nutzrasen. Darüber hinaus ist es wichtig, ob sich der Rasen an einer sonnigen Stelle oder im Schatten befinden soll. Mittlerweile gibt es besondere Rasenmischungen, die speziell auf schattige Gartenbereiche abgestimmt sind.
Vor dem Aussäen sollte der Untergrund geebnet und aufgelockert werden. Ein welliger und unebener Untergrund würde einen unruhig wirkenden Rasen hervorbringen, der nur schwer zu mähen ist. Die Aussaat erfolgt bei mindestens 10 Grad Celsius Bodentemperatur, im Frühjahr oder im Herbst. Bei großer Sommerhitze sollte nicht gesät werden, die jungen Pflänzchen würden verbrennen. Wer nicht per Hand säen will, kann einen Streuwagen zur Hilfe nehmen. Dieser kann auch für spätere Düngungen benutzt werden. Weil die Grassamen Lichtkeimer sind, sollten sie nur leicht in den Boden eingeharkt werden. Dadurch bekommen sie noch genug Licht für die Keimung und können trotzdem nicht so leicht wegfliegen.
Nach der Aussaat benötigt der zukünftige Rasen ausreichend Wasser. Hier ist ein Rasensprenger hilfreich oder ein Gartenschlauch mit Zerstäuber. Wichtig ist, dass die Samenkörner durch die Bewässerung nicht weggeschwemmt werden. Je nach Temperatur, sieht man die ersten Grashalme des Rasens nach ein oder zwei Wochen. In den ersten Wochen sollte die Grünfläche möglichst nicht betreten werden. Damit der Rasen nicht in Beete oder Gartenwege hineinwuchert, kann man ihn durch Rasenbegrenzungssteine eindämmen. Das ist nicht nur praktisch, sondern schafft auch Struktur und klare Linien im Garten.
Tags: Rasen, Zierrasen

Der Spinat (Spinacia oleracea) ist ein Gemüse, das zur Familie der Fuchsschwanzgewächse gehört. Seinen Ursprung hat der Spinat vermutlich in Arabien, von wo aus er mit den Arabern nach Spanien gelangte. Inzwischen gibt es in Europa über 50 verschiedene Sorten der gesunden Kulturpflanze.
Die Spinatpflanze ist einjährig. Man unterscheidet zwischen Winterspinat und Sommerspinat, je nach Zeitpunkt der Aussaat. Die Gemüsepflanze kann bis zu 30 cm hoch werden. Sie besitzt schmale, dunkelgrüne Blätter. Spinat sollte vor der Blüte geerntet werden, da er nach der Ernte bitter schmeckt. Wenn man bei der Ernte das Herz der Pflanze stehen lässt, wachsen die Blätter nach und man kann erneut die Gemüsepflanze ernten. Das Gemüse besitzt neben verschiedenen Vitaminen einen vergleichsweise hohen Eisenanteil. Da sich im Spinat vermehrt Nitrate anreichern, sollte er nach der Ernte blanchiert werden. Die Nitrate sind wasserlöslich und verbleiben zu einem großen Teil im Kochwasser zurück.
Wegen der vermehrten Aufnahme von Nitrat aus dem Boden, sollte Spinat nicht in Mischkultur mit stark zehrenden Pflanzen, wie beispielsweise Kohl, angebaut werden. Spinat benötigt eine regelmäßige Wässerung und fühlt sich am wohlsten auf lehmigen, vor der Aussaat gut gelockerten Boden. Bei sehr feuchter Witterung ist das Gemüse anfällig für den falschen Mehltau. Dieser macht sich durch schmutzig-graue Schimmelflecke an den Blattunterseiten der Pflanze bemerkbar. Dem falschen Mehltau kann man vorbeugen, indem die Pflanzen nicht zu dicht zusammen ausgesät werden.
In der traditionellen Küche findet der Spinat Verwendung in Verbindung mit Kartoffeln und Spiegeleiern. Besonders wohlschmeckend ist Spinat auch als Auflauf, zusammen mit Lachs, Nudeln, Tomaten und Paprika, überbacken mit einer Hollandaise und Goudastreifen. Doch damit nicht genug. Darüber hinaus wird Spinat für Spinatlasagne, Spinatsuppe, als Pizzabelag, als Füllung für Tortellini zusammen mit Frischkäse, verwendet. Bei den verschiedenen Varianten des Spinatsalates wird der junge rohe Spinat verwendet. Wegen des Nitratgehaltes sollte man das rohe Gemüse nicht zu oft bzw. nur in geringen Mengen, verzehren.
Tags: Gemüse, Spinat