
Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) stammt ursprünglich aus dem mittleren und südlichen Amerika, wo die Pflanze Höhen von bis zu fünf Metern und mehr erreichen kann. Die Pflanzenart gehört der Familie der Wolfsmilchgewächse an. In Deutschland wird der Weihnachtsstern nicht im Freien, wie in seiner frostfreien Heimat, sondern als Zimmerpflanze kultiviert.
Euphorbia pulcherrima besitzt dunkelgrüne Blätter und auffällig gefärbte Hochblätter. Diese Hochblätter werden als Brakteen bezeichnet und sind nicht mit Blütenblättern zu verwechseln. Die Blüten der Pflanze sind gelb-grün, klein und eher unscheinbar. Die Brakteen kommen in den Farben rot, rosa, und weiß vor. Am bekanntesten ist der Weihnachtsstern mit den roten Brakteen. Damit die Pflanzen zu Weihnachten die farbigen Brakteen bilden, muss die Nachtzeit für die Pflanzen mindestens zwölf Stunden betragen. Es handelt sich bei den Weihnachtssternen um sogenannte Kurztagspflanzen. Anders als in den Tropen, muss diese mindestens zwölfstündige sonnenlichtfreie Zeit in Deutschland künstlich erzeugt werden. Dazu werden die Weihnachtssterne für mindestens zwölf Stunden mit schwarzer, lichtundurchlässiger Folie abgedeckt. Dies geschieht in den Gewächshäusern von spezialisierten Gärtnereien.
Doch auch nach Weihnachten sollte man den Weihnachtsstern nicht achtlos wegwerfen. Die wolfsmilchhaltigen, sowie gering giftigen Pflanzen sind mehrjährig. Man kann den Weihnachtsstern im Frühjahr zurückschneiden und über Sommer auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Weihnachtssterne benötigen wenig Wasser und mögen keine Staunässe. Da es sich um eine Pflanze aus den Tropen handelt, wird ein sonniger und heller Standort vom Weihnachtsstern bevorzugt. Ab Oktober wird Euphorbia pulcherrima dann für mindestens zwölf Stunden abends abgedeckt, um eine lange Nachtruhe zu simulieren. Zur Adventszeit kann man dann die „selbstgezüchteten”, bunten Brakteen am Weihnachtsstern bewundern.
Tags: Brakteen, Weihnachtsstern

Die Christrose (Helleborus niger) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Der Name der Pflanze deutet auf die Blüte zur Weihnachtszeit hin. Doch in der freien Natur, beziehungsweise im Garten gehaltene Christrosen, blühen nicht immer zur Weihnachtszeit, sondern irgendwann im Zeitfenster von November bis April. Die Blüte der Christrose zur Weihnachtszeit wird bei speziellen Züchtungen oder Besonderheiten in der Haltung, beispielsweise in Gewächshäusern, erreicht. Helleborus niger wird auch als Schneerose, Lenzrose oder schwarzer Nieswurz bezeichnet. Die Winterblume stammt ursprünglich aus Asien, von wo aus sie nach der letzten Eiszeit nach Europa gelangte.
Der mehrjährige und immergrüne Winterblüher kann bis zu dreizig Zentimeter hoch werden. Die Christrose ist immergrün und besitzt große weisse Blüten, die bis zu sechs Zentimeter lang werden können. Wie fast alle Hahnenfußgewächse, ist auch die Christrose giftig. Der Saft der Pflanze kann zu Irritationen der Haut führen. Deshalb sollte man die Pflanzenstiele beim Pflücken nicht abbrechen, sondern mit einem schafen Messer abschneiden. So kann der Kontakt mit dem giftigen Saft von Helleborus niger vermieden werden. In der Vase hält sich der Winterblüher als Schnittblume lange frisch.
Besonders wohl fühlt sich die Christrose an Standorten mit humosem Boden und guter Nährstoffversorgung. Dabei zieht die im Winter blühende Pflanze halbschattige und geschützte Standorte vor. Unter idealen Standortbedingungen wird zu heiße Sommersonne vermieden und die Christrose ist im Winter den Stürmen nicht so ausgesetzt. Staunässe wird von der Staude nicht toleriert. Über die Jahre hinweg, kann sich der Winterblüher stark vermehren und Horste bilden. Die Pflanze dient als immergrüner Bodendecker. Besonders schön wirkt die Christrose zusammen mit Zwiebelblumen, wie z. B. mit dem Krokuss. Als Balkonpflanze kann Helleborus ebenfalls genutzt werden. Dann ist zu beachten, dass der Pflanztopf genug Platz für die tiefwurzelnde Pflanze bietet, und die Wurzel durch Abdeckung vor Frost geschützt wird.
Tags: Christrose, Winterblüher

Die Nordmanntanne (Abies nordmanniania) gehört zur Familie der Kieferngewächse. Die Pflanze war ursprünglich an der Küste des Schwarzen Meeres beheimatet, wo sie in Gebirgswäldern zwischen kaukasischen Fichten und Buchen wuchs. Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts eroberte die Tanne dann Europa, wo sie bald heimisch wurde. Namensgeber dieser Tanne ist der aus Finnland stammende Naturwissenschaftler Alexander von Nordmann, der im neunzehnten Jahrhundert lebte.
Die Nordmanntanne hat nicht nur in der Forstwirtschaft und als Gartenpflanze ihre Bedeutung. Als forstwirtschaftlich eher seltene Nutzpflanze wird diese Tanne für die Produktion von Papier und Zellstoff eingesetzt. Vielmehr ist die Pflanze der Inbegriff des Weihnachtsbaumes. Im Alter von ca. zehn bis zwölf Jahren haben die Pflanzen eine ausreichende Höhe erreicht, um in der Weihnachtszeit als Weihnachtsbaum verkauft zu werden. Dabei wächst die Nordmanntanne in ihrer Jugend nur langsam. Im fortgeschrittenen Alter kann die Tanne eine Höhe von bis zu sechzig Metern erreichen. Die ältesten bekannten Exemplare dieses immergrünen Nadelbaumes sind ungefähr fünfhundert Jahre alt.
Wer einen Garten und etwas Geduld hat, braucht langfristig den Weihnachtsbaum nicht für viel Geld zu kaufen. Vielmehr kann man ein- oder zweijährige Setzlinge der Tanne relativ günstig erwerben und diese im eigenen Garten auspflanzen. Besonders wohl fühlt sich der Nadelbaum mit den dunkelgrünen glänzenden Nadeln im Halbschatten. Auf lehmigen Böden mit guter Durchlüftung wächst die Nordmanntanne gut. Sie bildet nach der Keimung zunächst eine tiefreichende Pfahlwurzel. In späteren Jahren verzweigt sich diese Wurzel. Sie ist verantwortlich dafür, dass eine ausgewachsene Nordmanntanne äußerst widerstandsfähig gegenüber Stürmen ist. Wenn sie auf einem schlecht durchlüfteten Tonboden gepflanzt wird, ist sie um so empfindlicher gegen Frost. Die Tanne muss dann eventuell über Winter am Boden mit Reisig abgedeckt werden.
Tags: Nordmanntanne, Tanne, Weihnachtsbaum