Jan 30 2010

Winterblüher

Kategorie: Gartengestaltung, ZZ01, ZZ03admin @ 15:50

 


Im Winter muss es im Garten nicht öd und leer aussehen. Es gibt eine Vielzahl an Pflanzen, die während der kalten Jahreszeit Farbe und Abwechslung bringen.

Als Bodendeckerpflanze, die auch im Winter in Blüte steht, empfiehlt sich die Besenheide (Calluna vulgaris). Dieses Heidekraut bevorzugt nährstoffarmen und sauren Boden. Ein heller Standort ohne Staunässe wird von Calluna vulgaris bevorzugt.

Ebenfalls im Winter blüht der Seidelbast (Daphne mezereum). Der Strauch blüht im Februar sowie März und besitzt viele dunkelrosa Blüten, die stark duften. Die Früchte sind klein und dunkelrot. Zu beachten ist, dass der Seidelbast sehr giftig ist. Deshalb sollte dieser Winterblüher nur dort gepflanzt werden, wo keine kleinen Kinder spielen.

Der Winterschneeball, auch unter der Bezeichnung Duftschneeball bekannt, zählt ebenfalls zu den Winterblühern. Der mittelhohe Strauch besitzt eine weiße Blütenfarbe. Er ist langsam wachsend und erreicht eine Höhe von bis zu drei Metern. Je nach Witterung steht der Winterblüher schon im Dezember oder auch erst im Februar in Blüte.

Es gibt aber auch Pflanzen, die den Garten im Winter durch ihre bunten Früchte farbig gestalten, so zum Beispiel die Schönfrucht (Callicarpa), auch unter der Bezeichnung Liebesperlenstrauch bekannt. Die Pflanze besitzt blau-lila Steinfrüchte, die sich dekorativ gegen den Schnee im winterlichen Garten abheben.

Nicht vergessen sollte man die Krokusse, Winterlinge, den Schneeglanz oder die Schneeglöckchen. Die vorgenannten späten Winterblüher oder fast schon Frühlingsblüher sind als Beetpflanzen ebenso geeignet, wie zur Auswilderung unter Gehölzen. Wer sich über einen langen Zeitraum im Winter und dem beginnenden Frühjahr an den Blüten der Krokusse erfreuen möchte, sollte die Krokusse mit Wildkrokussen kombiniert einpflanzen. Wildkrokusse haben kleinere Blüten als der Gatenkrokus (Crocus vernus), sind aber genauso pflegeleicht.

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Jan 20 2010

Vogelfütterung im Winter

Kategorie: Tiere im Garten, ZZ01, ZZ03admin @ 22:05

 


Der Winter überzieht den Garten mit einer Schneeschicht und lässt die Natur im weißen Glanz erstrahlen. Doch was dem Menschen gefällt, kann für die Tiere im heimischen Garten und in der freien Natur Futternot bedeuten. Deshalb ist es wichtig, sich bereits vor Wintereinbruch Gedanken um die Fütterung der Gartenbewohner zu machen.

Die Fütterung der Tiere im Winter muss nicht aufwendig oder teuer sein. Vielmehr ist es möglich, bereits im Sommer und Herbst für die kalte Jahreszeit vorzusorgen. Als Vogelfutter kommen beispielsweise Sonnenblumenkerne in Frage. Diese können im Herbst aus den verwelkten Sonnenblumen entnommen werden. Die getrockneten Sonnenblumenkerne können dann im Winter ins Vogelhaus gestreut werden. Im Vogelhaus ist das Futter vor Feuchtigkeit geschützt. Allerdings sollte man erst bei Schnee und Minusgraden füttern, denn heimische Vögel finden bei milden Temperaturen selbst ausreichend Futter im Garten.

Wer etwas Zeit mitbringt und Vogelfutter zum Aufhängen selbst herstellen möchte, kann dies ohne großen Aufwand kostengünstig bewerkstelligen. Gebraucht werden Sonnenblumenkerne, grobkörnige Haferflocken und Palmfett. Je nach Verfügbarkeit kann man auch weitere Zutaten wie Maiskörner oder Rosinen hinzufügen. Das Palmfett wird bei geringer Hitze in der Pfanne geschmolzen und die Haferflocken sowie die Sonnenblumenkerne (und falls vorhanden weitere Zutaten/Körner) werden untergemischt. Die Masse wird in Kuchenförmchen oder Muffinformen gefüllt, bis sie erkaltet. Danach kann man mit einer dicken Nadel ein Band durchziehen und das Vogelfutter an beliebiger Stelle an einen Baum in den Garten hängen. Beim Fressen im Vogelhaus oder am Futterknödel sind die Vögel vor Katzen oder Mardern sicher.

Während die Spatzen wenig wählerisch sind, fressen Drosseln und Kohlmeisen hauptsächlich weiches Futter. Bei der Fütterung im Vogelhaus sollte man das Haus regelmäßig gründlich auswischen, um die Übertragung von Krankheitserregern durch Vogelkot zu vermeiden.

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Jan 12 2010

Rezension Häuser in lebendigem Grün

Kategorie: Gartenliteratur, ZZ01, ZZ03admin @ 19:57

 


Das Fachbuch „Häuser in lebendigem Grün: Fassaden und Dächer mit Pflanzen gestalten” von Ulrike Mehl und Klaus Werk ist 1987 unter der ISBN 3 8068 0846 5 im Falken Verlag erschienen. Die Autoren beschäftigen sich in dem Fachbuch mit der Begrünung von Fassaden und bewachsenen Dächern.

Zu Beginn des Buches wird die mögliche ökologische Situation und das Leben im städtischen Raum näher beleuchtet. Dabei werden die Vorteile der Begrünung von Immobilien in den Vordergrund gestellt. Im darauf folgenden Abschnitt über die Begrünung von Fassaden, wird die Fassadenbegrünung kritisch beleuchtet. Es wird auf verschiedene Gestaltungsgesichtspunkte, die Bedeutung für die Tierwelt und diverse Planungsbeispiele eingegangen. Im Fachbuch werden verschiedene, auch eher unbekannte, Kletterpflanzen vorgestellt, die für die Begrünung von Fassaden in Frage kommen. Im nächsten Abschnitt werden bewachsene Dächer behandelt. Dabei wird klar, dass es sich bei dieser Art von Dächern nicht um eine neuzeitliche Erfindung, sondern um etwas in historischen Zeiten längst bekanntes, handelt. Bereits vor über eintausend Jahren waren bewachsene Dächer in Skandinavien bekannt. Dort schätzte man die gute klimatische Wirkung der bewachsenen Dächer: Sowohl Hitze als auch Kälte wurden abgehalten. In heutiger Zeit spielen ebenso ästhetische und ökologische Gesichtspunkte bei der Begrünung von Immobilien eine Rolle. Die Autoren liefern einen Überblick über den Aufbau eines begrünten Daches, so dass sich auch der mit architektonischen Fragen wenig vertraute Leser einen differenzierten Überblick verschaffen kann. Es werden verschiedene, für die Begrünung von Dächern geeignete, Pflanzen vorgestellt. Am Schluss des Buches werden rechtliche Grundlagen, wie baurechtliche Bestimmungen, kurz angesprochen.

Besonders gefallen haben mir die differenzierten Beschreibungen der Pflanzen und die genauen Beschreibungen der Einsatzmöglichkeiten. Mit Hilfe des Buches können die für einzelne Immobilien passenden Pflanzen zielgenau ausgesucht werden.

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