Dez 27 2012

Christrose

Category: Blumen,ZZ01,ZZ03admin @ 19:01

 


Die Christrose (Helleborus niger) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Der Name der Pflanze deutet auf die Blüte zur Weihnachtszeit hin. Doch in der freien Natur, beziehungsweise im Garten gehaltene Christrosen, blühen nicht immer zur Weihnachtszeit, sondern irgendwann im Zeitfenster von November bis April. Die Blüte der Christrose zur Weihnachtszeit wird bei speziellen Züchtungen oder Besonderheiten in der Haltung, beispielsweise in Gewächshäusern, erreicht. Helleborus niger wird auch als Schneerose, Lenzrose oder schwarzer Nieswurz bezeichnet. Die Winterblume stammt ursprünglich aus Asien, von wo aus sie nach der letzten Eiszeit nach Europa gelangte.

Der mehrjährige und immergrüne Winterblüher kann bis zu dreizig Zentimeter hoch werden. Die Christrose ist immergrün und besitzt große weisse Blüten, die bis zu sechs Zentimeter lang werden können. Wie fast alle Hahnenfußgewächse, ist auch die Christrose giftig. Der Saft der Pflanze kann zu Irritationen der Haut führen. Deshalb sollte man die Pflanzenstiele beim Pflücken nicht abbrechen, sondern mit einem schafen Messer abschneiden. So kann der Kontakt mit dem giftigen Saft von Helleborus niger vermieden werden. In der Vase hält sich der Winterblüher als Schnittblume lange frisch.

Besonders wohl fühlt sich die Christrose an Standorten mit humosem Boden und guter Nährstoffversorgung. Dabei zieht die im Winter blühende Pflanze halbschattige und geschützte Standorte vor. Unter idealen Standortbedingungen wird zu heiße Sommersonne vermieden und die Christrose ist im Winter den Stürmen nicht so ausgesetzt. Staunässe wird von der Staude nicht toleriert. Über die Jahre hinweg, kann sich der Winterblüher stark vermehren und Horste bilden. Die Pflanze dient als immergrüner Bodendecker. Besonders schön wirkt die Christrose zusammen mit Zwiebelblumen, wie z. B. mit dem Krokuss. Als Balkonpflanze kann Helleborus ebenfalls genutzt werden. Dann ist zu beachten, dass der Pflanztopf genug Platz für die tiefwurzelnde Pflanze bietet, und die Wurzel durch Abdeckung vor Frost geschützt wird.

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Jul 14 2012

Stockrose

Category: Blumen,ZZ01admin @ 11:03


Die Stockrose (Alcea rosea) gehört zur Familie der Malvengewächse. Die Pflanze wird auch als Stockmalve oder Pappelrose bezeichnet. Ursprünglich stammt sie aus dem südlichen Italien, Süd-West-Asien und den Balkanländern.

Die Blüten der Stockrose können gefüllt oder einfach sein. Die Blütenfarben können rosa, rot, dunkelrot, weiß oder gelb aussehen. Besonders hübsch und üppig sind die gefüllt blühenden Varianten in kräftigen Farben. Die Blütezeit reicht von Ende Juni bis September. Die Pflanze kann bis zu 2,50 m hoch und ca. 50 cm breit werden. Ihre Blätter sind hellgrün, angedeutet herzförmig und leicht behaart. Am wohlsten fühlt sich die Stockrose in Gruppen gepflanzt auf durchlässigem mageren Boden. Selbst auf Untergrund aus Kies wächst sie. Die Blume bevorzugt einen geschützten Standort mit viel Sonne. In Frage kommen geschützte Plätze, wie z. B. an Hauswänden oder angelehnt an Zäunen. Besonders gut kommt die Blühpflanze an Hauseingängen zur Geltung. Wo keine Möglichkeit zum Anlehnen besteht, sollten die Stockrosen an einem Stock festgebunden werden.

Wenn die Stockrose auf der Fensterbank vorgezogen wird, kann sie bei mildem Klima mit etwas Glück bereits im Jahr der Aussaat blühen. Meist gelingt dies jedoch nicht. Die jungen Pflänzchen werden im Sommer an einen geschützten Platz ausgepflanzt und blühen erst im darauffolgenden Jahr.

Die Stockrose findet als Zierpflanze verwendet. Die Pflanze soll auch heilende Wirkung haben. Als Heilpflanze wird die Blüte in Tees gegen Atemwegserkrankungen verwendet. Außerdem ist die Stockrose die Symbolpflanze der Stadt Svaneke auf Bornholm. Das Gewächs benötigt im Sommer sehr viel Wasser und im Frühjahr etwas Dünger. Sie ist winterhart und benötigt keinen Schutz gegen Frost. Stockrosen sind meist mehrjährig, im Frühjahr treiben die Pflanzen wieder aus. Einige Exemplare sind auch nur zweijährig.

Es gibt Pflanzenkrankheiten, die auch vor den Stockrosen nicht halt machen: Stockrosen sind anfällig für Rost. Er bildet hässlich braune Flecke auf den Blättern der Zierpflanze. Man kann dem vorbeugen, indem man die Pflanze stärkt, sprich sie im Frühjahr düngt.

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Okt 18 2010

Sonnenblume

Category: Blumen,ZZ01admin @ 21:41

 


Die Sonnenblume (Helianthus annuus) ist eine beliebte Pflanze in mitteleuropäischen Gärten. Der wissenschaftliche Name kommt aus dem Griechischen. Er leitet sich ab von den Wörtern helios für Sonne und anthos für Blume. Diese Blume gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet hatte die Sonnenblume in Mittel- und Nordamerika. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde sie von spanischen Seefahrern nach Europa gebracht. Zuerst wurde sie hier als Zierpflanze kultiviert.

 Je nach Züchtung, können Sonnenblumen über 2 Meter hoch werden und Blüten bis 30 cm Durchmesser hervorbringen. Neben den bekannten leuchtend gelben Blütenfarben, gibt es auch Züchtungen mit braunroten und dunkelorangen Blüten. Ebenfalls gibt es mehrstielige Exemplare. Die Sonnenblume hält als Schnittblume besonders lange, wenn der Stiel der Blume kurz in kochendes Wasser gehalten wird.

 Die Knospe der Sonnenblume ist in der Nacht und am frühen Morgen nach Osten gerichtet. Im Tagesverlauf richtet sich die Pflanze mit Hilfe spezieller Zellen in Richtung Sonne aus. Diese Fähigkeit, sich dem Sonnenlicht zuzuwenden, bezeichnet man als Heliotropismus. Die Sonnenblume benötigt für optimales Wachstum einen nährstoffreichen Boden. Ebenfalls benötigt die Zierpflanze viel Wasser. Die Aussaat der Sonnenblumenkerne kann bereits Mitte bis Ende April erfolgen. Die Saattiefe beträgt 2 cm und der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte ca. einen halben Meter betragen. Es sollten 2 – 3 Sonnenblumenkerne pro Pflanzloch ausgesät werden. Je nach Temperatur dauert die Keimung zwischen 10 und 15 Tagen. Kurz vor der Blüte sollte die Pflanze mit Flüssigdünger gedüngt werden.

 Die Sonnenblume ist auch als Nutzpflanze von Bedeutung. Die Kerne dienen als Vogelfutter. Ebenfalls werden die Kerne zu Sonnenblumenöl verarbeitet. Pressrückstände dienen als Viehfutter. Sonnenblumenöl besteht überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren und enthält viele Vitamine. Dies ist der Grund, warum es sich bei dem Sonnenblumenöl um ein gesundes Nahrungsmittel handelt.

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Sep 12 2010

Herbstblüher

Category: Blumen,ZZ02admin @ 13:04

 


Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Die Erntezeit hat begonnen. Im Herbst gibt es viele schöne Blumen, die in voller Blüte stehen und den Garten mit bunten Farben schmücken.

Eine besonders beliebte Blume, die im Herbst den Garten schmückt, ist die Herbstaster. Die bunten Farben dieser im Herbst blühenden Staude setzen Akzente zwischen reifen Früchten und sich langsam bunt färbenden Laubes. Auch als Schnittblume findet die bunte Herbstaster oft Verwendung. Die Herbstaster stammt aus Nordamerika und ist inzwischen in Nordeuropa als Herbstblüher weit verbreitet. Die Pflanze kommt in diversen Farben vor und erfreut das Auge des Hobbygärtners beispielsweise als violette, rosane, rote oder auch dezent-weisse Staude im Garten. Damit der Gartenfreund auch in den kommenden Jahren Freude an diesem Herbstblüher hat, sollte die Pflanze vor dem Frost zurückgeschnitten werden. Im darauffolgenden Frühling kann die Herbstaster durch die Teilung der Pflanze vermehrt werden.


Eine weitere im Herbst blühende Pflanze ist die Dahlie, die in vielen Gärten zu bewundern ist. Die Dahlie kommt in vielen verschiedenen Farben vor. Gelb, rot, rosa – oder in verschiedenen zweifarbigen Farbschattierungen – die Dahlie ist sehr individuell. Nicht zuletzt deshalb wird dieser Herbstblüher mit ungebrochener Begeisterung in deutschen Gärten Jahr für Jahr von Hobbygärtnern gepflanzt. Auch als Schnittblume ist die Dahlie beliebt, weil die großblumigen Blüten in der Vase lange halten und einfach gut aussehen.


Ebenfalls zu den Herbstblühern zählen die Tagetes. Tagetes, oder auch Studentenblumen, werten den Garten im Herbst durch gelb-orange Blüten auf. Vielfach blühen die Tagetes auch schon früher als nur zur Herbstzeit. Sie werden vom Hobbygärtner zur Bodenverbesserung eingesetzt.


Als weitere Herbstblüher, die farbliche Akzente im Garten setzen, kommen beispielsweise die Anemone oder die Chrysantheme in Frage.

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Aug 22 2010

Sommerblumen

Category: Blumen,ZZ02admin @ 19:38

 


Der Ziergarten ist besonders im Sommer schön anzusehen, wenn viele bunte Sommerblumen ihn in voller Blütenpracht erstrahlen lassen.

Natürlich bleibt es jedem Hobbygärtner selbst überlassen, wie er seinen Ziergarten gestaltet. Die meisten Hobbygärtner mit Freude am Ziergarten gestalten diesen mit Stauden und einjährigen sowie zweijährigen Sommerblumen. Das hat den Vorteil, dass der Ziergarten durch die Stauden eine gewisse Kontinuität behält. Die Stauden sind mehrjährig und erfreuen das Auge des Betrachters Jahr für Jahr. Durch Sommerblumen, die einjährig oder zweijährig sind, kann mit Farben und Formen im Ziergarten gespielt werden. Gartenfreunde können ausprobieren, wohin die einjährigen Sommerblumen farblich am besten passen. Wenn das Ergebnis der Gartenplanung dann zur Zufriedenheit ausfällt, fotografieren viele Hobbygärtner ihre Lieblingsblumen.

Aber auch wenn die Kombination aus einjährigen Sommerblumen und mehrjährigen Stauden farblich mal nicht so gut zusammenpasst, hat der Gartenfreund doch aus diesem Experiment für die Zukunft dazugelernt. Standorten werden dann im nächsten Jahr variiert. Außerdem können die Sommerblumen abgepflückt werden und finden auch in der Vase einen Platz, wo sie das Haus sommerlich verschönern können.

Einjährige Sommerblumen können nicht nur mit Stauden, sondern auch mit Sträuchern reizvoll kombiniert werden. Bunte einjährige Mohnblumen oder leuchtendblaue Kornblumen sehen vor sattgrünen Sträuchern gut aus und bringen ihre Farben im Ziergarten voll zur Geltung. Damit der Ziergarten nicht überladen wirkt, können Sommerblumen farblich passend im Garten gruppiert werden. Das Gesamtbild des Gartens wirkt dadurch ruhiger. Hobbygärtner, denen das zu brav und langweilig ist, nutzen eine Ecke im Ziergarten als Blumenwiese, in der sie viele verschiedene Sommerblumen auf einem Mal aussäen. Das sieht interessant aus und kann auch als Test dafür dienen, welche Blumen sich im Garten wohl fühlen, beziehungsweise für den Bodentyp besonders geeignet sind.

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Mai 10 2010

Steingartenpflanzen

Category: Blumen,ZZ01,ZZ04admin @ 12:53

 


Viele Hobbygärtner haben den Wunsch, ihren Garten möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Deshalb nutzen sie bewußt verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten im Garten. Ein wichtiges Gestaltungselement ist der Steingarten, der in vielen Gärten vorhanden ist. Zur Bepflanzung des Steingartens bieten sich verschiedene Pflanzen an, auf die hier näher eingegangen werden soll. Viele Steingärten werden in sonniger Lage errichtet, so dass sich dort besonders auch sukkulente Steingartenpflanzen wohl fühlen.

Bereits bei der Anlage des Steingartens gilt es zu bedenken, dass sich die Steingartenpflanzen im Laufe der Zeit ausbreiten werden. Deshalb sollte man die Pflanzen im Steingarten nicht zu dicht nebeneinander einpflanzen. Wenn es sich bei dem Steingarten nur um eine Anlage mit geringer Ausdehnung handelt, sollten auch die Steingartenpflanzen nicht zu gewaltig sein. In einem eher kleinen Garten sind Steingartenpflanzen wie Zwergweiden oder Hauswurz ideale pflanzliche Bewohner. Bei einem großzügig dimensionierten Steingarten hat der Hobbygärtner mehr gestalterische Möglichkeiten. Viele verschiedene Arten von Steingartenpflanzen können kombiniert werden, ohne dass es der einzelnen Pflanze im Garten zu eng wird. Damit es abwechslungsreicher wird, sollte man im Steingarten Stauden, sowie einjährige Pflanzen kombinieren. Dies gibt dem Hobbygärtner die Möglichkeit, verschiedene Bepflanzungsalternativen mit verschiedenen einjährigen Steingartenpflanzen auszuprobieren.

Als besonders reichblühend haben sich die Steingartenpflanzen Steinkraut und Blaukissen erwiesen. Diese Polsterstauden blühen im Frühjahr und breiten sich Jahr für Jahr im Steingarten aus. Botanische Tulpen sorgen für weitere Farbtupfer im Steingarten. Mittagsblume und Felsennelke sind ebenfalls geeignete Steingartenpflanzen für den Steingarten in sonniger Lage. Für das ganzjährige Grün sorgen Nadelgehölze, die sich auf steinigem Untergrund wohl fühlen. Gut geeignet für den Steingarten sind Wachholder, Lärche oder der Zwerglebensbaum. Für die Bodenbegrünung im Steingarten ist die Bepflanzung mit Efeu eine ästhestische Möglichkeit, um dieses Stück Garten zu begrünen.

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Apr 17 2010

Stauden

Category: Blumen,ZZ01,ZZ04admin @ 12:04

 


Unter dem Begriff Stauden werden mehrjährige Pflanzen zusammengefasst, die nicht verholzen. Dies unterscheidet die Stauden von den Sträuchern und Bäumen, die man zu den verholzenden Pflanzen zählt. Der Begriff Staude kommt aus dem Mittelhochdeutschen, er geht auf das Wort „Stude” zurück.

Bei den Stauden ist es üblich, dass die krautigen Pflanzen im Herbst absterben. Im nächsten Frühjahr, also zur darauf folgenden Vegetationsperiode, treiben die Pflanzen wieder aus. Die Staude überwintert, je nach Art, in verschiedenen Formen, zum Beispiel mit Hilfe von Knollen oder Wurzeln, sowie Zwiebeln. Dabei werden auch winterharte Farne zu den Stauden gezählt. Eine starre Abgrenzung, was nun eine Staude ist, oder nicht, gibt es nicht. Wichtig ist das Kriterium der Mehrjährigkeit, sowie das immer neue Austreiben nach der Winterruhe der Staude.

Nicht nur in europäischen Gärten, sondern auch in den Tropen gibt es Stauden. Zu nennen sind hierbei die immergrünen Bananen, die Jahr für Jahr neue Früchte bilden. Einige winterharte Bananenarten gedeihen auch in deutschen Gärten. Besonders in klimatisch milden Regionen, in denen auch Wein angebaut wird, fühlen sich diese exotischen Stauden wohl. Aber nicht nur Hobbygärtner, die sich für exotische Pflanzen interessieren, finden eine interessante Auswahl an Stauden für den Garten. Vielmehr gibt es auch mehrjährige Stauden die als weniger exotische Pflanzen, beispielsweise für den Steingarten, geeignet sind. Zu nennen sind hierfür insbesondere das Steinkraut oder Blaukissen, sowie die Schleifenblume, die man ebenfalls als Staude bezeichnen kann. Insgesamt ist die Staude aus der Gartengestaltung nicht wegzudenken. Auch in der Gestaltung von Freiflächen im Garten spielt die Staude eine wichtige Rolle. Hier ist besonders an die prächtig gelb blühende Königskerze oder an die Kamille zu denken.

Weil die Staude mehrjährig ist, bietet sie bei der Gartengestaltung eine gewisse Planungssicherheit. Auch bekannte Prachtstauden, wie Rittersporn, Sonnenbraut oder Phlox, können hervorragend mit ein- oder zweijährigen Gartenpflanzen im Beet kombiniert werden.

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Mrz 12 2010

Schneeglöckchen

Category: Blumen,ZZ01,ZZ03admin @ 09:11

 


Die im Vorfrühling blühenden Schneeglöckchen (Galanthus) gehören zur Pflanzenfamilie der Amaryllisgewächse. Insgesamt kennt man ca. zwanzig verschiedene Schneeglöckchenarten, die aber nicht alle in Deutschland beheimatet sind. In Asien und Nordamerika sind die frühblühenden Zwiebelpflanzen ebenfalls verbreitet.

Die Pflanzen haben eine weiße Blüte, welche zwischen Februar und April als Frühlingsbote in Erscheinung tritt. Es kommt vor, dass die Schneeglöckchen austreiben, wenn noch Schnee liegt. Doch durch Eis und Kälte lassen sie sich nicht beirren. Vielmehr sind die Schneeglöckchen in der Lage, durch Stoffwechselvorgänge in der Zwiebel der Pflanze Wärmeenergie freizusetzen. Durch diese Biowärme sind die zierlichen Pflanzen in der Lage, den Schnee in der unmittelbaren Umgebung zum Schmelzen zu bringen. Besonders wohl fühlen sich die einheimischen Schneeglöckchen unter Gehölzen an einem halbschattigen Standort. Die Zwiebelpflanzen sind, genauso wie Krokusse, zum Verwildern geeignet. Wenn die bis zu fünfzehn Zentimeter hoch werdenden Schneeglöckchen über mehrere Jahre an einem geeigneten Platz im Garten verbracht haben, bilden sie dichte Horste. Wer die Schneeglöckchen auch an weiteren Standorten im Garten ansiedeln möchte, kann dies durch Aussaat der Samen oder durch Teilung der Horste bzw. Entnahme von Zwiebeln bewerkstelligen. Der beste Entnahmezeitpunkt hierzu ist gleich nach der Blüte. Da die Zwiebeln empfindlich sind, sollten sie gleich wieder eingepflanzt werden, um ein Austrocknen zu vermeiden.

Außer zur Gehölzunterpflanzung im Garten werden Schneeglöckchen auch als Schnittblumen gerne genutzt. Weil die Zwiebelpflanzen giftige Alkaloide enthalten, sollte man nach dem Pflücken der Blumen die Hände waschen. Bei empfindlichen Menschen könnten sonst Magen-Darm-Irritationen auftreten, wenn das Gift mit den Schleimhäuten in Berührung kommt. Aber das Schneeglöckchen hat auch eine Funktion in der Medizin: Der im Schneeglöckchen (und auch in der Narzisse) enthaltene Wirkstoff Galanthamin wird in Alzheimer-Medikation verwendet.

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Feb 19 2010

Krokus

Category: Blumen,ZZ01,ZZ03admin @ 17:03

 


Der Frühlings-Krokus (Crocus vernus) gehört zur Gattung der Krokusse, sowie zur Pflanzenfamilie der Schwertliliengewächse. Die zu den Frühlingsblühern gehörende Pflanze kann eine Höhe von bis zu fünfzehn Zentimetern erreichen.

Besonders als Farbtupfer auf dem Rasen oder unter Gehölzen, wenn der letzte Schnee geschmolzen ist, sind Krokusse schön anzusehen. Dabei ist Krokus nicht gleich Krokus. Während Crocus vernus in weißer oder violetter Farbe blüht, gibt es unter den mehr als achzig Krokusarten auch mehrfarbige, eierschalfarbene oder leuchtend gelbe Exemplare. Der aus dem nördlichen Italien stammende Silberlack-Krokus wird gerne als Steingartenpflanze eingesetzt. Der goldgelbe Crocus flavus ist ebenfalls als Steingartenpflanze geeignet, fühlt sich aber auch unter Gehölzen wohl.

Noch vor Crocus vernus blühen die Wildkrokusse im Garten. Wildkrokusse sind besonders geeignet, wenn man Krokusse verwildern möchte. Die kleinblumigen Pflanzen vermehren sich besonders stark. Die Krokusblüte von ca. fünf Millionen Wildkrokussen der Art Crocus napolitanus kann man alljährlich im Husumer Schlosspark erleben. Krokusse bilden mit den Jahren dicht besiedelte Horste. Wichtig ist, dass das Laub der Krokusse nach dem Verblühen nicht einfach abmäht oder abpflückt wird. Erst im Frühsommer sollte das Laub der inzwischen verwelkten Frühjahresblüher entfernt werden. Denn mittels Photosynthese kann der Krokuss noch Nährstoffe aus dem Laub ziehen.

Der Krokus ist nicht nur Zierpflanze im Garten, das Gewächs wird auch in der Gewürzindustrie genutzt. Für die kommerzielle Nutzung ist der Safrankrokus (Crocus sativus) bekannt. Dieser Krokus zählt jedoch nicht zu den Frühlingsblühern. Der Safrankrokus blüht im Herbst. Während der kurzen Blütezeit wird aus seinen Staubblättern das kostbare Gewürz Safran gwonnen. Weil Safran mühsam per Hand geerntet wird, und die tägliche Ausbeute entsprechend gering ist, zählt Safran zu den teuersten Gewürzen überhaupt. Neben der Verwendung als Gewürz, wird Safran auch als Färbemittel genutzt.

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Nov 03 2009

Herbstzeitlose

Category: Blumen,ZZ01,ZZ03admin @ 09:47

 


Die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) gehört zur Ordnung der Lilienartigen. Die mehrjährige Pflanze sieht von der Form her dem Krokus ähnlich. Die Blüten haben eine helle violette Farbe. Die Blume wird im Volksmund auch als Giftkrokus bezeichnet. Der Name Herbstzeitlose verweist auf die Blütezeit im Herbst.

Colchicum autumnale blüht im September und Oktober, deshalb auch der Name Herbstzeitlose. Die Blume kann bis zu 25 cm hoch werden. Weil ihre Blätter dem Bärlauch ähnlich sehen, kann es leicht zu Verwechslungen kommen. Die Pflanze enthält das giftige Alkaloid Colchicin. Der Stoff ist in der ganzen Pflanze enthalten, besonders hoch ist die Konzentration des Giftstoffes in der Blüte. Eine Colchicin-Vergiftung geht einher mit Krämpfen, Erbrechen und Kreislaufschwächung. Die Wirkung des Giftes setzt frühestens zwei Stunden nach Verzehr ein. Auf keinen Fall sollte man Kinder unbeaufsichtigt die Pflanzen pflücken lassen. Wenn eine Wiese mit Giftkrokussen gemäht wird, dann ist der Stoff Colchicin auch noch im getrockneten Heu enthalten. In geringen Dosen wird Colchicin in der Therapie von Gicht-Erkrankungen eingesetzt. Auch in der Pflanzenzucht wird der Stoff eingesetzt, weil mit seiner Hilfe bestimmte Mutationen im Zellkern der Zuchtpflanzen hervorgerufen werden können.

Dort, wo es windstill und sonnig bis halbschattig ist, z. B. auf Feuchtwiesen oder in Auwäldern, fühlt sich die Herbstzeitlose wohl. Die ursprünglich in Asien beheimatete Blume ist inzwischen weit verbreitet in Deutschland und ganz Mitteleuropa. Bei der Anpflanzung im Garten sollte man am besten die Knollen, und nicht die klebrigen Samen der Herbstzeitlosen verwenden. Die Vermehrung durch Samen ist relativ langwierig. In freier Natur wird der Samen durch den Wind oder durch Ameisen verbreitet. Die Auspflanzung der Knollen ist unkompliziert. Sie werden im Sommer zehn bis fünfzehn cm tief in den Boden gesteckt und treiben dann oftmals noch im selben Jahr aus.

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Jun 18 2009

Klatschmohn

Category: Blumen,ZZ01admin @ 22:04


Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist eine farbenprächtige Wildblume, die sich in naturnahen Gärten und auf der Wildblumenwiese besonders wohl fühlt.

Die Wildblume wird der Familie der Mohngewächse zugeordnet. Der Klatschmohn wird auch häufig als Mohnblume oder Klatschrose bezeichnet. Verbreitet ist die Mohnblume vorzugsweise in Europa, Asien und Nordamerika. Der Klatschmohn hat seine weitreichende Verbreitung parallel zum Getreideanbau zustande gebracht. Zusammen mit dem Getreide, wurden die im Feld stehenden Mohnblumen abgemäht. Als Verunreinigung des Getreidesamens wurden auch die Samen der Wildblume im nächsten Frühjahr auf weiteren Feldern ausgesät. Durch den Einsatz von Giftstoffen in der Landwirtschaft ist der Bestand an wildwachsenden Mohnblumen stark zurückgegangen. Während man sie früher in großen Mengen auf Feldern und am Wegesrand sah, ist sie heute mehr in naturnahen Gärten zu finden.

Die Mohnblume bevorzugt einen hellen, sonnigen Standort. Die Pflanze bevorzugt gemäßigte Temperaturen. Der Mohn mag kalkhaltige lehmige Böden. Auch mit kargem Untergrund kommt diese Wildblume gut zurecht. Mohnblumen sind ein- bis zweijährige Pflanzen. Bei zeitiger Aussat blüht der Klatschmohn noch im selben Jahr. Bei Herbstaussat findet die Blüte im Folgejahr statt. Dann blüht die Pflanze bereits im Frühjahr in den Monaten Mai oder Juni. Die Wildblume kann bis zu 80 cm hoch werden und hat einen sehr dünnen elastischen Stengel. Die Blätter sind lanzettförmig und behaart. Die Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 10 cm und sind in der Regel leuchtend rot. Selten kommen beim Mohn violette oder weiße Farbtöne vor. Nachdem die Pflanze aufgeblüht ist, halten sich die dünnen Blütenblätter nur wenige Tage frisch und fallen dann ab.

Alle Teile der Pflanze sind schwach giftig, bis auf die Samen. Mancherorts werden die Blütenblätter der Mohnblume zu Tee oder Sirup verarbeitet. Dem Tee und Sirup wird heilende Wirkung nachgesagt, in Bezug auf Hustenerkrankungen, Heiserkeit und Nervosität.

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