Jun 12 2016

Schwarzer Holunder

Category: Heckenpflanzen,ZZ02admin @ 16:53

 


Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist eine beliebte Heckenpflanze, die dem Gartenfreund viele Einsatzmöglichkeiten bietet. Der Strauch ist in Nord- und Mitteleuropa sehr verbreitet. Er kann bis zu knapp 15 m hoch werden. Durch den dichten kompakten Wuchs, bringt der Holunder gute Voraussetzungen für die Verwendung als Heckenpflanze mit.

Schwarzer Holunder stellt nur geringe Ansprüche an die Bodenqualität, allerdings wird Stickstoff in größeren Mengen benötigt. Die Pflanze gedeiht am besten im Halbschatten und ist sehr frostverträglich. In der freien Wildbahn wächst Holunder an Wegesrändern oder am Waldrand, wo ihm die hohen Bäume etwas Schatten spenden. In der Landwirtschaft, besonders in Norddeutschland, wird er zusammen mit anderen Pflanzen zur Knickbepflanzung verwendet.

Der Schwarze Holunder hat weiße Blüten, die lieblich duften. Den Namen erhält der Strauch von seinen schwarzen Früchten, den Fliederbeeren. Die kleinen, doldenartig herabhängenden Fliederbeeren sind essbar, allerdings nicht roh. Sie enthalten Vitamin C und Kalium. Das in den Blättern, Früchten und Zweigen des Holunders enthaltene Sambunigrin wirkt sich negativ auf das Verdauungssystem aus. Bei Kindern und empfindlichen Personen kann es zu Übelkeit bis hin zum Erbrechen führen. In den Samen der reifen Fliederbeeren ist das Sambunigrin ebenfalls enthalten. Durch Kochen kann es neutralisiert werden. Vom rohen Verzehr der Fliederbeeren ist also dringend abzuraten.

In der Mythologie wird der Holunder mit der germanischen Göttin Holla in Verbindung gebracht, ein Bezug zur Märchengestalt der Frau Holle soll ebenfalls bestehen. Dabei werden die dunklen Beeren mit dem Pech der Pechmarie und die hellen Blütensterne mit dem Gold der Goldmarie assoziiert.

Die weißen Blüten des Holunders können für die Herstellung von Holunderblütensekt verwendet werden. Holunderblütensirup und Holunderblütengelee sind ebenfalls sehr beliebt. Die Fliederbeeren können, nachdem sie aufgekocht wurden, als Saft oder Suppe, z. B. zusammen mit Griesklößen verwendet werden.

Schlagwörter: ,


Feb 27 2011

Buchsbaum

Category: Heckenpflanzen,ZZ01admin @ 15:23

 


Der Buchsbaum (Buxus sempervirens) gehört zur Familie der Buchsbaumgewächse. Er wird auch als Gewöhnlicher Buchsbaum oder einfach nur als Buchs bezeichnet. Die Pflanze ist in Mittel- und Südeuropa, sowie im Norden Afrikas und in Teilen Asiens anzutreffen.

In Deutschland ist Buchs vor allem als Heckenpflanze, besonders im Bauerngarten bekannt. Alle Teile des Buchsbaumes sind giftig. Früher wurde Buchs auch als Heilpflanze bei Erkältungskrankheiten und Erkrankungen der Verdaungsorgane eingesetzt. In der Naturheilkunde wird Buchs gegen rheumatische Beschwerden eingesetzt. Von Selbstmedikation ist dringend abzuraten. Die Pflanze wird heutzutage eher selten eingesetzt, weil die Dosierung nicht ganz unproblematisch ist. Bei Überdosierungen kann es nicht nur zu gastroenteralen Verstimmungen, sondern auch zu Todesfällen kommen. Auch sollte man kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt in der Nähe von Buchsbaum spielen lassen.

Der Gewöhnliche Buchsbaum wächst nur sehr langsam. Zudem, wird er als Gartenpflanze meistens zurückgeschnitten, damit er in Form bleibt und eine niedrige Hecke bildet. Seine volle Wuchshöhe würde unter günstigen Umweltbedingungen bis zu acht Meter betragen. Die Blätter des Buchsbaumes sind hellgrün, glänzend, oval, nach oben hin spitz zulaufend und bis zu knapp zwei Zentimeter lang. Wegen unzähliger Züchtungsversuche und Mutationen gibt es mittlerweile über 60 verschiedene Buchsbaumsorten. Diese kann man beispielsweise an der unterschiedlichen Blattform voneinander unterscheiden.

Der Buchs vermehrt sich über kleine Samenkapseln, was lange dauert und schwierig ist, und durch Stecklingsvermehrung. Bei der Stecklingsvermehrung werden Zweige der Pflanze abgeschnitten und oberhalb der Schnittstelle entlaubt. Die Stecklinge werden dann eingepflanzt und bilden Wurzeln in der Erde. Sie müssen regelmäßig gegossen werden und sollten nicht in der prallen Sonne eingepflanzt werden.

Schlagwörter: , , , ,