Jan 04 2011

Grünlilie

Category: Zimmerpflanzen,ZZ01admin @ 14:35

 


Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) ist eine beliebte Zimmerpflanze. Sie gehört zur Familie der Agavengewächse. Ihren Ursprung hat die Pflanze in Südafrika. Sie ist sehr widerstandsfähig und anspruchslos und kann im Pflanzkübel gehalten werden. Ihre grashalmähnlichen, lanzettförmigen Blätter sind hellgrün mit weißen Streifen oder nur hellgrün. Die Blätter sind schmal und werden bis zu ca. 40 cm lang. Die Grünlilie bildet bis zu 60 cm lange Blütenschäfte. An denen sitzen kleine weiße Einzelblüten mit sechs länglichen Blütenblättern. Die Blüten sind angesichts der imposanten Blätter etwas unscheinbar.

 Chlorophytum comosum mag Sonnenlicht und verträgt einen sonnigen oder auch halbschattigen Platz am Fenster, egal ob dieses mit Sonnenschutzfolie beklebt ist oder durch eine Kassettenmarkise geschützt wird. Temperaturen um 20 Grad Celsius werden am besten vertragen. Die Zimmerpflanze sollte mäßig feucht gehalten, und nicht zu oft gegossen werden. Als Blumenerde ist Einheitserde oder eine Mischung aus Torf mit Komposterde zu empfehlen. Die Grünlilie sollte im Winter gar nicht und im Sommer wöchentlich gedüngt werden. Im Winter wird auch weniger Wasser benötigt. Die Pflanze ist sehr robust, jedoch anfällig für Schildläuse. Diese können mit bloßem Auge erkannt werden. Wenn sie rechtzeitig entfernt werden, nimmt die Zimmerpflanze keinen Schaden.

 Die Grünlilie pflanzt sich fort durch Samen oder durch sogenannte Kindel. Kindel sind Jungpflanzen, die sich an den Blattstielen von Chlorophytum comosum bilden und Blätter und Wurzeln entwickeln. Wenn sie groß genug sind, bzw. sich genug Wurzeln gebildet haben, können die Kindel der Grünlilie abgetrennt und eingepflanzt werden. Pflanzen, die zu groß werden, können problemlos geteilt und umgetopft werden. Hierzu empfiehlt sich das Frühjahr als günstigster Zeitraum.

 Als Zimmerpflanze dient die Grünlilie auch der Raumluftverbesserung. Raumgifte werden zumindest teilweise aus der Luft gefiltert. Das Raumklima verbessert sich merklich, wenn mehrere Grünlilien in einem Zimmer gehalten werden.

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Dez 23 2010

Weihnachtsstern

Category: Zimmerpflanzen,ZZ01,ZZ03admin @ 16:35

 


Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) stammt ursprünglich aus dem mittleren und südlichen Amerika, wo die Pflanze Höhen von bis zu fünf Metern und mehr erreichen kann. Die Pflanzenart gehört der Familie der Wolfsmilchgewächse an. In Deutschland wird der Weihnachtsstern nicht im Freien, wie in seiner frostfreien Heimat, sondern als Zimmerpflanze kultiviert.

Euphorbia pulcherrima besitzt dunkelgrüne Blätter und auffällig gefärbte Hochblätter. Diese Hochblätter werden als Brakteen bezeichnet und sind nicht mit Blütenblättern zu verwechseln. Die Blüten der Pflanze sind gelb-grün, klein und eher unscheinbar. Die Brakteen kommen in den Farben rot, rosa, und weiß vor. Am bekanntesten ist der Weihnachtsstern mit den roten Brakteen. Damit die Pflanzen zu Weihnachten die farbigen Brakteen bilden, muss die Nachtzeit für die Pflanzen mindestens zwölf Stunden betragen. Es handelt sich bei den Weihnachtssternen um sogenannte Kurztagspflanzen. Anders als in den Tropen, muss diese mindestens zwölfstündige sonnenlichtfreie Zeit in Deutschland künstlich erzeugt werden. Dazu werden die Weihnachtssterne für mindestens zwölf Stunden mit schwarzer, lichtundurchlässiger Folie abgedeckt. Dies geschieht in den Gewächshäusern von spezialisierten Gärtnereien.

Doch auch nach Weihnachten sollte man den Weihnachtsstern nicht achtlos wegwerfen. Die wolfsmilchhaltigen, sowie gering giftigen Pflanzen sind mehrjährig. Man kann den Weihnachtsstern im Frühjahr zurückschneiden und über Sommer auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Weihnachtssterne benötigen wenig Wasser und mögen keine Staunässe. Da es sich um eine Pflanze aus den Tropen handelt, wird ein sonniger und heller Standort vom Weihnachtsstern bevorzugt. Ab Oktober wird Euphorbia pulcherrima dann für mindestens zwölf Stunden abends abgedeckt, um eine lange Nachtruhe zu simulieren. Zur Adventszeit kann man dann die „selbstgezüchteten”, bunten Brakteen am Weihnachtsstern bewundern.

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Apr 23 2010

Fleischfressende Pflanzen

Category: Zimmerpflanzen,ZZ01,ZZ04admin @ 17:50

 


Wer Ausschau nach einer besonderen Zimmerpflanze hält, die nicht jeder Pflanzenliebhaber auf seiner Fensterbank hat, sollte sich über fleischfressende Pflanzen informieren.

Der Name fleischfressende Pflanzen hört sich erst einmal spektakulär an. Natürlich geht für den Menschen keine Gefahr von fleischfressenden Pflanzen, auch unter der Bezeichnung Karnivoren bekannt, aus. Vielmehr benötigt die fleischfressende Pflanze Stickstoff, den sie durch das Verdauen von kleinen Fliegen und anderen Insekten erhält. Als Zimmerpflanze finden häufig die Venusfliegenfalle und der Sonnentau Verwendung. Die Art und Weise, wie diese Karnivoren ihre Beute einfangen, ist unterschiedlich.

Die Venusfliegenfalle, welche ursprünglich aus den USA stammt, fängt ihre Beutetiere mit Hilfe einer Klappfalle. Wenn sich eine Fliege auf das Fangblatt der Venusfliegenfalle setzt, dann schnappt dieses durch den Bewegungsreiz blitzschnell zu. Das Insekt wird dann in der zugeklappten Falle verdaut, so dass eine Versorgung mit den lebensnotwendigen Stoffen für fleischfressende Pflanzen stattfinden kann. Der Sonnentau benutzt eine andere Methode, um Futterinsekten einzufangen. Und zwar besitzen fleischfressende Pflanzen der Gattung Sonnentau Blätter, die mit klebrigen Drüsen bestückt sind. Insekten, die sich auf diese Klebedrüsen-Blätter setzen, können den Karnivoren nicht mehr entkommen und dienen ihnen als stickstoffhaltige Nahrung. Insbesondere wenn Fruchtfliegen den Haushalt unsicher machen, können zwei bis drei Karnivoren der Gattung Sonnentau ausreichen, um Abhilfe zu schaffen. Auf den Kauf einer Fruchtfliegenfalle, die einen unangenehmen Essiggeruch ausdünstet, kann dadurch verzichtet werden.

Die Vermehrung von Karnivoren ist auch auf der Fensterbank, und nicht nur in Spezialgärtnereien, möglich. Die Venusfliegenfalle und Sonnentau können über Blattstecklinge vermehrt werden, viele Arten der Karnivoren bilden auch Ableger, die man bequem durch Teilung komplett entnehmen kann.

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Mrz 16 2010

Kakteen

Category: Zimmerpflanzen,ZZ01,ZZ03admin @ 19:32

 


Die Kakteen im engeren Sinne gehören zur Familie der Kakteengewächse. Die sukkulenten Pflanzen sind mehrjährig und besitzen Dornen. Ursprünglich stammen Kakteen aus Amerika. Als Zimmerpflanze hat der Kaktus aber bereits seit vielen Jahren das Herz von europäischen Pflanzenfreunden erobert.

Die meisten Kakteen benötigen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. In den Wintermonaten dagegen sollte man den Pflanzen eine Winterruhe gönnen. Sie benötigen in den 3 Wintermonaten weniger Sonnenlicht. Desweiteren kommen die Kakteen mit niedrigeren Temperaturen aus und sollten nur sehr, sehr sparsam gegossen werden. Ein idealer Platz für die Pflanzen kann beispielsweise der helle, kühle Hauswirtschaftsraum sein. Während der Winterruhe sollten die Kakteen regelmäßig auf Schädlingsbefall untersucht werden. Nach der Ruhephase darf ein Kaktus nicht gleich in die pralle Sonne gestellt werden. Vielmehr sollten Kakteen erst einmal an einem halbschattigen Standort auf den kommenden Sommer eingestimmt werden. Der Frühling ist auch der richtige Zeitpunkt, um mit der Düngung zu beginnen. Je langsamer die Kakteen wachsen, desto weniger Dünger wird benötigt, z. B. zwei oder drei Düngungen pro Wachstumsphase mit handelsüblichem Kakteendünger.

Alle ein bis drei Jahre sollten Kakteen umgetopft werden. Der Kaktus kann am besten aus dem Topf gelöst werden, wenn die Kakteenerde trocken ist, z. B. nach der Winterruhe. Besonders stachelige Exemplare können mit Hilfe einer Zange oder mit einem Arbeitshandschuh aus dem Topf gelöst werden. In den neuen, größeren Pflanztopf wird zuerst eine Drainageschicht gefüllt, damit sich kein Wasser stauen kann. Danach füllt man Kakteenerde auf und pflanzt den Kaktus ein.

Wer Kakteen selber ziehen möchte, kann dies entweder durch Stecklingsvermehrung oder mit Hilfe von Kakteensamen bewerkstelligen. Die Anzucht der kleinen Pflänzchen ist nicht nur interessant, man vermeidet auch die Einschleppung eventueller Kakteenkrankheiten durch den Zukauf fremder Kakteen.

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Mrz 02 2010

Hydrokultur

Category: Zimmerpflanzen,ZZ01,ZZ03admin @ 13:17

 


Viele Zimmerpflanzen fühlen sich nicht nur in organischer Pflanzenerde wohl. Es gibt auch die Möglichkeit, Zimmerpflanzen in Hydrokultur zu halten. Die Wurzeln der Pflanze befinden sich dabei in einem meist braunen anorganischen Substrat, das sicher jeder schon einmal, z. B. in Büroräumen oder Hotels, gesehen hat.

Die Pflege von Zimmerpflanzen in Hydrokultur ist einfach zu bewerkstelligen. Das für die Hydrokultur benötigte Tongranulat ist geruchsneutral und krümelt nicht. Häufiges Umtopfen der Hydrokulturpflanzen ist nicht nötig. Mit Hilfe eines Wasserstandsanzeigers erkennt man genau, wann die Pflanze gegossen werden muss. Erst wenn die Minimummarke am Wasserstandsanzeiger unterschritten ist, muss wieder Wasser nachgegossen werden, bis der optimale Bereich erreicht ist. Vor dem Antritt einer Urlaubsreise kann das Wasser für die Zimmerpflanzen zugegossen werden, bis der Wasserstandsanzeiger auf Maximum steht. Wer sich für die Hydrokultur entscheidet, braucht nicht Freunde oder Nachbarn zu bitten, sich um die Pflanzen zu kümmern, sondern kann die Zimmerpflanzen ruhig zwei Wochen „unbeaufsichtigt” lassen.

Wie andere Zimmerpflanzen auch, müssen Hydrokulturpflanzen gedüngt werden. Hierzu verwendet man am besten Langzeitdünger. Der Langzeitdünger ist ein Ionenaustauschdünger. Von den Hydrokulturpflanzen nicht benötigte Ionen werden ausgetauscht gegen für die Pflanzen nützliche Nährstoffe. Dabei ist es normalerweise ausreichend, wenn die Pflanzen in Hydrokultur alle vier bis sechs Monate einmal gedüngt werden.

Neben den oben aufgeführten Vorteilen, hat die Haltung der Zimmerpflanzen als Hydrokulturpflanzen den Nachteil, dass nicht alle Pflanzen für die Hydrokultur geeignet sind. Dies trifft beispielsweise auf Zimmerpflanzen zu, die auf Feuchtigkeit empflindlich reagieren. Ausserdem sind die Kosten für die Hydrokultur höher als die Kosten bei Zimmerpflanzenhaltung in organischer Erde. Ob man sich nun für Hydrokultur oder Haltung in Erde entscheiden sollte, hängt von der Art der Pflanzen und den persönlichen Präferenzen ab.

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