Dez 30 2011

Igel

Category: Tiere im Garten,ZZ02admin @ 13:47

 


Der Westeuropäische Igel (Erinaceus europaeus), auch unter dem Namen Braunbrustigel bekannt, ist die hierzulande am häufigsten anzutreffende Igelart. Kennzeichnend sind die bis zu 3 cm langen Stacheln. Der Igel kann bis zu 30 cm lang und bis zu 1500 g schwer werden. Dieses Spitzengewicht erreicht der Insektenfresser jedoch nur im Herbst kurz vor dem Winterschlaf, wenn er sich ein ordentliches Fettpolster angefressen hat.

Der Igel ist nicht das ganze Jahr über aktiv. Von Herbst bis Frühjahr, etwa von Anfang November bis April, hält das Tier Winterschlaf. Sein Fettpolster ernährt den Igel. Die Körpertemperatur des Igels sinkt ab. Ebenfalls verringern sich Herzschlag und Atemfrequenz. Der Igel hat eine eigentümliche Schlafhaltung, er rollt sich ein und nimmt dabei eine Kugelform an. Als Schlafstätte dient dem Tier ein Nest, das sich an einer geschützten Stelle, z. B. in einem Laubhaufen, befindet. Deshalb sollte man im Garten nicht alles Herbstlaub auf den Komposthaufen verfrachten, sondern auch an die tierischen Gartenbewohner denken. Sicher gibt es im Garten die eine oder andere ruhige Stelle, an der ein Laubhaufen nicht im Weg liegt. Wer einen schlafenden Igel im Garten findet, sollte ihn auf keinen Fall aus dem Winterschlaf aufwecken oder sogar mit ins Haus nehmen. Wenn der Igel im Frühjahr aus dem Winterschlaf aufwacht, hat sich sein Gewicht stark verringert. Es kann bis auf 400 g absinken.

Igel haben ein kräftiges Gebiss. Sie ernähren sich überwiegend von Insekten. Auch kleine Reptilien, Mäuse, Vogeleier und aus dem Nest gefallene Jungvögel werden verspeist.

Unter günstigen Bedingungen können Igel bis zu 10 Jahre alt werden. Die wenigsten Exemplare erreichen dieses hohe Alter, weil viele Igel überfahren werden oder bereits im ersten Lebensjahr versterben. In einigen Teilen Europas, wenn auch nicht in Deutschland, gelten Igel als Delikatesse und werden von Menschen verspeist. Zu den natürlichen Fressfeinden der Tiere zählen in Deutschland vor allem der Uhu und der Dachs.

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