Okt 11 2018

Schwarzer Holunder

Category: Heckenpflanzen,ZZ02admin @ 17:53

 


Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist eine beliebte Heckenpflanze, die dem Gartenfreund viele Einsatzmöglichkeiten bietet. Der Strauch ist in Nord- und Mitteleuropa sehr verbreitet. Er kann bis zu knapp 15 m hoch werden. Durch den dichten kompakten Wuchs, bringt der Holunder gute Voraussetzungen für die Verwendung als Heckenpflanze mit.

Schwarzer Holunder stellt nur geringe Ansprüche an die Bodenqualität, allerdings wird Stickstoff in größeren Mengen benötigt. Die Pflanze gedeiht am besten im Halbschatten und ist sehr frostverträglich. In der freien Wildbahn wächst Holunder an Wegesrändern oder am Waldrand, wo ihm die hohen Bäume etwas Schatten spenden. In der Landwirtschaft, besonders in Norddeutschland, wird er zusammen mit anderen Pflanzen zur Knickbepflanzung verwendet.

Der Schwarze Holunder hat weiße Blüten, die lieblich duften. Den Namen erhält der Strauch von seinen schwarzen Früchten, den Fliederbeeren. Die kleinen, doldenartig herabhängenden Fliederbeeren sind essbar, allerdings nicht roh. Sie enthalten Vitamin C und Kalium. Das in den Blättern, Früchten und Zweigen des Holunders enthaltene Sambunigrin wirkt sich negativ auf das Verdauungssystem aus. Bei Kindern und empfindlichen Personen kann es zu Übelkeit bis hin zum Erbrechen führen. In den Samen der reifen Fliederbeeren ist das Sambunigrin ebenfalls enthalten. Durch Kochen kann es neutralisiert werden. Vom rohen Verzehr der Fliederbeeren ist also dringend abzuraten.

In der Mythologie wird der Holunder mit der germanischen Göttin Holla in Verbindung gebracht, ein Bezug zur Märchengestalt der Frau Holle soll ebenfalls bestehen. Dabei werden die dunklen Beeren mit dem Pech der Pechmarie und die hellen Blütensterne mit dem Gold der Goldmarie assoziiert.

Die weißen Blüten des Holunders können für die Herstellung von Holunderblütensekt verwendet werden. Holunderblütensirup und Holunderblütengelee sind ebenfalls sehr beliebt. Die Fliederbeeren können, nachdem sie aufgekocht wurden, als Saft oder Suppe, z. B. zusammen mit Griesklößen verwendet werden.

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Okt 01 2018

Igel

Category: Tiere im Garten,ZZ02admin @ 20:47

 


Der Westeuropäische Igel (Erinaceus europaeus), auch unter dem Namen Braunbrustigel bekannt, ist die hierzulande am häufigsten anzutreffende Igelart. Kennzeichnend sind die bis zu 3 cm langen Stacheln. Der Igel kann bis zu 30 cm lang und bis zu 1500 g schwer werden. Dieses Spitzengewicht erreicht der Insektenfresser jedoch nur im Herbst kurz vor dem Winterschlaf, wenn er sich ein ordentliches Fettpolster angefressen hat.

Der Igel ist nicht das ganze Jahr über aktiv. Von Herbst bis Frühjahr, etwa von Anfang November bis April, hält das Tier Winterschlaf. Sein Fettpolster ernährt den Igel. Die Körpertemperatur des Igels sinkt ab. Ebenfalls verringern sich Herzschlag und Atemfrequenz. Der Igel hat eine eigentümliche Schlafhaltung, er rollt sich ein und nimmt dabei eine Kugelform an. Als Schlafstätte dient dem Tier ein Nest, das sich an einer geschützten Stelle, z. B. in einem Laubhaufen, befindet. Deshalb sollte man im Garten nicht alles Herbstlaub auf den Komposthaufen verfrachten, sondern auch an die tierischen Gartenbewohner denken. Sicher gibt es im Garten die eine oder andere ruhige Stelle, an der ein Laubhaufen nicht im Weg liegt. Wer einen schlafenden Igel im Garten findet, sollte ihn auf keinen Fall aus dem Winterschlaf aufwecken oder sogar mit ins Haus nehmen. Wenn der Igel im Frühjahr aus dem Winterschlaf aufwacht, hat sich sein Gewicht stark verringert. Es kann bis auf 400 g absinken.

Igel haben ein kräftiges Gebiss. Sie ernähren sich überwiegend von Insekten. Auch kleine Reptilien, Mäuse, Vogeleier und aus dem Nest gefallene Jungvögel werden verspeist.

Unter günstigen Bedingungen können Igel bis zu 10 Jahre alt werden. Die wenigsten Exemplare erreichen dieses hohe Alter, weil viele Igel überfahren werden oder bereits im ersten Lebensjahr versterben. In einigen Teilen Europas, wenn auch nicht in Deutschland, gelten Igel als Delikatesse und werden von Menschen verspeist. Zu den natürlichen Fressfeinden der Tiere zählen in Deutschland vor allem der Uhu und der Dachs.

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