Dez 23 2010

Weihnachtsstern

Category: Zimmerpflanzen,ZZ01,ZZ03admin @ 16:35

 


Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) stammt ursprünglich aus dem mittleren und südlichen Amerika, wo die Pflanze Höhen von bis zu fünf Metern und mehr erreichen kann. Die Pflanzenart gehört der Familie der Wolfsmilchgewächse an. In Deutschland wird der Weihnachtsstern nicht im Freien, wie in seiner frostfreien Heimat, sondern als Zimmerpflanze kultiviert.

Euphorbia pulcherrima besitzt dunkelgrüne Blätter und auffällig gefärbte Hochblätter. Diese Hochblätter werden als Brakteen bezeichnet und sind nicht mit Blütenblättern zu verwechseln. Die Blüten der Pflanze sind gelb-grün, klein und eher unscheinbar. Die Brakteen kommen in den Farben rot, rosa, und weiß vor. Am bekanntesten ist der Weihnachtsstern mit den roten Brakteen. Damit die Pflanzen zu Weihnachten die farbigen Brakteen bilden, muss die Nachtzeit für die Pflanzen mindestens zwölf Stunden betragen. Es handelt sich bei den Weihnachtssternen um sogenannte Kurztagspflanzen. Anders als in den Tropen, muss diese mindestens zwölfstündige sonnenlichtfreie Zeit in Deutschland künstlich erzeugt werden. Dazu werden die Weihnachtssterne für mindestens zwölf Stunden mit schwarzer, lichtundurchlässiger Folie abgedeckt. Dies geschieht in den Gewächshäusern von spezialisierten Gärtnereien.

Doch auch nach Weihnachten sollte man den Weihnachtsstern nicht achtlos wegwerfen. Die wolfsmilchhaltigen, sowie gering giftigen Pflanzen sind mehrjährig. Man kann den Weihnachtsstern im Frühjahr zurückschneiden und über Sommer auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Weihnachtssterne benötigen wenig Wasser und mögen keine Staunässe. Da es sich um eine Pflanze aus den Tropen handelt, wird ein sonniger und heller Standort vom Weihnachtsstern bevorzugt. Ab Oktober wird Euphorbia pulcherrima dann für mindestens zwölf Stunden abends abgedeckt, um eine lange Nachtruhe zu simulieren. Zur Adventszeit kann man dann die „selbstgezüchteten”, bunten Brakteen am Weihnachtsstern bewundern.

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Dez 11 2010

Mazaripalme

Category: Exotische Pflanzen,ZZ02admin @ 17:57

 

Die Mazaripalme (Nannorrhops ritchiana) gehörzt zur Familie der Palmen (Arecaceae). Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem südwestlichen Asien. Sie ist anzutreffen in Indien, Pakistan und auf der arabischen Halbinsel. Nannorrhops wächst nicht nur auf dem flachen Land, sondern auch in bergigeren Regionen, bis zu einer Höhe von 1600 Metern. Dort ist sie auch niedrigen Temperaturen ausgesetzt.

Wegen ihrer Frostverträglichkeit kann die Mazaripalme auch in Nordeuropa wachsen. Die Palme ist winterhart. Im ausgewachsenen Zusatand verträgt sie Fröste von bis zu minus 20 Grad Celsius. Für ein gutes Wachstum benötigt die Palme hohe Temperaturen im Sommer. Bei niedrigen Temperaturen im Sommer, oder wenn die Pflanze nicht ausreichend gewässert wird, wächst sie nur sehr langsam. Deshalb sollte sie an einem sonnigen und windgeschützten Standort gepflanzt werden.Wegen ihres ohnehin eher langsamen Wachstums, sind ausgewachsene Mazaripalmen verhältnismäßig teuer. Der Stamm der Mazaripalme kann sich verzweigen. Eine Vermehrung der Palme findet durch die Samen oder durch Bildung von Ausläufern statt.

Wer die Mazaripalme nicht als teure, ausgewachsene Pflanze erwerben möchte, kann die Pflanze selbst aus Samen heranziehen, siehe Erklärung hierzu im Blog:  Die Samen müssen einen Tag vor der Aussaat für mindestens 24 Stunden in zimmerwarmem Wasser eingeweicht werden. Danach werden sie in Kokosfasersubstrat eingepflanzt und gleichmäßig warm und feucht gehalten. Nach einigen Wochen sollten dann die ersten Jungpflanzen aufgehen. Je frischer der Samen ist, desto schneller keimen sie erfahrungsgemäß. Nach zwei bis drei Monaten können die jungen Mazaripalmen pikiert werden. Es wird jetzt jede Palme in ein eigenes Pflanzgefäß mit Palmenerde gesetzt. Eine junge Mazaripalme ist noch nicht sofort winterhart, in den ersten Jahren sollte sie im Haus oder im Gewächshaus hell und mäßig kühl überwintert werden. Im Sommer kann die Palme als Kübelpflanze auf Balkon oder Terrasse stehen. Im Alter von in der Regel vier bis fünf Jahren kann sie dann in den Garten ausgepflanzt werden.

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