Okt 13 2009

Marienkäfer

Category: Tiere im Garten,ZZ01,ZZ03admin @ 17:46

 


Die Marienkäfer (Coccinellidae) sind eine weltweit verbreitete Familie, die der Ordnung der Käfer angehört. Da sie eher wärmeliebend sind, findet man im sonnigen Südeuropa und in den Tropen eine größere Artenvielfalt als im Norden.

Aber auch in Deutschland sind verschiedene Arten des Marienkäfers anzutreffen, so beispielsweise der Siebenpunkt Marienkäfer oder Heidekraut-Marienkäfer. Der Siebenpunkt Marienkäfer wird bis zu 8 mm lang und kann ein Alter von ein bis zwei Jahren erreichen. Die Larven des Marienkäfers schlüpfen aus Eiern, von denen das Marienkäferweibchen bis zu 400 Stück legt. Die Larven sind bereits Nützlinge, denn sie vertilgen im Laufe ihrer Entwicklung viele Blattläuse. Nach einigen Wochen verpuppen sie sich dann, bis der fertige Marienkäfer schlüpft. Bei ausreichend vorhandener Nahrungsmenge, kann ein einzelner Käfer bis zu 50 Blattläuse verzehren. Zum Nahrungsangebot gehören auch Spinnmilben und verschiedene Larven. Wenn nicht ausreichend Nahrung vorhanden ist oder bei Massenansammlungen der Coccinellidae, neigen Marienkäfer und Marienkäfer-Larven zu Kannibalismus. Einige Marienkäferarten ernähren sich vegetarisch. Sie fressen beispielsweise Schimmelpilze oder Pollen.

Die verschiedenen Arten der Marienkäfer unterscheiden sich in der Farbe und in der Anzahl der Punkte. So gibt es nicht nur den in Deutschland bekannten roten Käfer mit den sieben schwarzen Punkten. Je nach Art gibt es Tiere mit zwei bis vierundzwanzig Punkten auf dem Rücken. Neben der roten Färbung gibt es auch Käfer mit gelber Färbung oder mit schwarzer Färbung, die dann rote Punkte haben. Mit der auffälligen Färbung versuchen die Tiere, Fressfeinde abzuschrecken.

Fressfeinde der Marienkäfer sind: Vögel, Frösche, Spinnen, Eidechsen und Mäuse. Aber auch das Verhalten der Menschen kann dem Käfer zusetzen. Die Tiere reagieren empfindlich auf Gifte, mit denen beispielsweise Blattläuse vernichtet werden sollen. So gibt es mehrere Marienkäferarten, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere stehen.

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