Mrz 22 2010

Urweltpflanzen

Category: Bäume und Sträucher,ZZ01,ZZ03admin @ 17:16

 


Unter Urweltpflanzen versteht man lebende Fossilien aus der Pflanzenwelt. Dabei handelt es sich um Pflanzenarten, die es bereits seit Urzeiten gibt, und die auch heute noch wachsen und gedeihen.

Zu den Urweltpflanzen zählt man beispielsweise den Mammutbaum (Sequoia). Es gibt drei verschiedene Mammutbaumarten. Dies sind der Küstenmammutbaum, der Riesenmammutbaum sowie der Urweltmammutbaum. Allen Mammutbäumen gemeinsam ist, dass sie eine dicke Rinde besitzen, die die Urwaldpflanzen vor Waldbränden schützt. Der Mammutbaum gehört zu den Nadelbäumen, genau genommen zu den Zypressengewächsen. In Kalifornien gibt es Exemplare, die mehr als dreitausend Jahre alt sind. Die dort wachsenden Bäume haben den immer wieder vorkommenden Waldbränden getrotzt und gigantische Ausmaße angenommen. Ein sehr alter Mammutbaum der Art Riesenmammutbaum kann ohne weiteres einhundert Meter hoch werden und einen Stammdurchmesser von zehn Metern aufweisen. Doch bis der Mammutbaum diese Höhe erreicht, vergeht viel Zeit. Die Urweltpflanzen sind deshalb als Zierbäume für den Garten durchaus geeignet. Dabei kann man mit etwas Geduld die archaischen Pflanzen aus Samen selber heranziehen. Wichtig ist, dass die Samen vom Mammutbaum vor der Aussaat für ca. zwei Wochen in den Kühlschrank gepackt werden. Durch die Kälte wird ein Winter simuliert. Erst danach keimen die Samen dieser Urweltpflanzen.

Ebenfalls zu den Urweltpflanzen zählt der aus China stammende Ginkgo (Ginkgo biloba), der als Zierbaum in Parks und im Garten angepflanzt wird. Extrakte aus dem Blatt dieser Urweltpflanzen werden zur Behandlung von Demenz eingesetzt. Dabei ist die Wirkung dieser pflanzlichen Medizin aus dem Ginkgo biloba nicht unumstritten.

Auch zu den Urweltpflanzen zählt die erst 1994 in Australien wiederentdeckte Art Wollemie (Wollemia nobilis). Das immergrüne Koniferengewächs galt seit Millionen von Jahren als ausgestorben. Nachdem die seltenen Bäume zunächst in einigen Botanischen Gärten angesiedelt wurden, trifft man nun auch in privaten Gärten auf Exemplare der Art Wollemie.

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