Apr 02 2017

Kartoffel

Category: Nutzpflanzen,ZZ01admin @ 20:31

 


Die Kartoffel (Solanum tuberosum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Die Bezeichnung Kartoffel kommt von dem italienischen Wort Tartuffolo, was soviel wie Trüffel heißt. In einigen Regionen Deutschlands wird die Kartoffel auch als Erdapfel bezeichnet. Dies kommt der französischen Bezeichnung gleich, pomme de terre, was ebenfalls Erdapfel heißt. Die Kartoffelpflanze stammt ursprünglich aus Südamerika, wo sie schon seit Tausenden von Jahren von den Ureinwohnern als Nutzpflanze angebaut wurde. Von den spanischen Eroberern wurden Kartoffelknollen mit nach Europa gebracht und auch dort in Haus und Garten wegen ihrer Eignung als Grundnahrungsmittel geschätzt. 

Kartoffelpflanzen können bis zu achzig Zentimeter hoch werden. Die Blätter der Nutzpflanze sind hellgrün, leicht behaart und können bis zu dreizig Zentimeter lang werden. Die Blüten der Kartoffel sind unscheinbar und bläulich oder weiß. Wenn sie bestäubt werden, entstehen kleine Beeren, die die Samenkörner enthalten. Die Vermehrung erfolgt meist nicht über die Samenkörner, sondern über die Knolle. Die unter der Erde heranwachsenden Knollen dienen als Grundnahrungsmittel für Menschen. Einige Sorten werden auch an Tiere verfüttert, z. B. an Allesfresser wie Schweine.

Kartoffeln mögen lockeren und sandigen Boden. Sie sollten nicht zu dicht nebeneinander gesät werden, weil sich die einzelnen Pflanzen sonst nicht optimal entfalten können und die Erträge pro Pflanze niedriger sind. Das Aussäen der Saatkartoffeln bezeichnet man auch als Legen. Es sollten nicht mehr als 10 Kartoffeln pro Quadratmeter gelegt werden, um gute Erträge zu erhalten. Wenn die ersten Kartoffelpflanzen aufgehen und etwas gewachsen sind, müssen sie angehäufelt werden. Das heißt, es wird Sand um die Pflanzen angehäufelt, damit die Kartoffelknollen kein Sonnenlicht abbekommen und nicht grün werden. Die Kartoffel mag keine Staunässe und keinen Dauerregen, sie ist relativ pflegeleicht.

Die gelbe Knolle kann für zahlreiche Gerichte verwendet werden: Salzkartoffeln, Kartoffelsalat, Kartoffelpuffer, Pommes frites oder Bratkartoffeln, um nur einige zu nennen.

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Mrz 04 2017

Bambus

Category: Bäume und Sträucher,ZZ01admin @ 10:12

 


In deutschen Gärten wird der Bambus als robuste und immergrüne Pflanze mit den Jahren immer beliebter.


 Aus China und vielen südamerikanischen Ländern stammen die bekanntesten Bambusarten. Bambusse sind auf allen Kontinenten beheimatet, mit Ausnahme von Antarktis und Europa, wo sie jedoch immer häufiger als Zierpflanzen im Garten angebaut werden.


 Der Bambus gehört zur Familie der Süßgräser und ist eine immergrüne verholzende Pflanze. Die Halme des Bambusgewächses enthalten, genauso wie Bäume, den Stoff Lignin. Dieser verleiht ihnen Festigkeit, so dass bei einigen Arten große Wuchshöhen von mehr als 30 m erreicht werden können. Die meisten Bambusarten sterben nach der Blüte ab. Da die Blütenbildung erst in einer sehr späten Daseinsphase auftritt, bei einigen Arten erst im 30. bis 80. Lebensjahr, können die Pflanzen trotzdem sehr alt werden. Dem Bambussterben kann der Gartenfreund außerdem entgegenwirken, indem er die Pflanze zurückschneidet und dadurch den Neuaustrieb fördert.


 Seit einiger Zeit findet man vermehrt buntblättrige Bambusse in den Geschäften. Diese Exemplare wurden aus Japan eingeführt und bringen mehr Abwechslung und Farbe in den Garten. Bambus der Gattung Phyllostachys vermehrt sich sehr stark durch die Bildung von Ausläufern. Hier ist die Verwendung einer Rhizomsperre sinnvoll, damit der Bambus im Beet bleibt und nicht den gesamten Rasen überwuchert. Bambus der Gattung Fargesia wächst in Horsten und wuchert nicht. Allen Bambusarten gemeinsam ist, dass sie ausreichend Bewässerung benötigen und regelmäßig gedüngt werden sollten. Fast alle in Deutschland angebotenen Bambusarten vertragen Minusgrade und können ohne besonderen Schutz überwintern, z. B. als Begrünung am Gartenhaus .


Bambuspflanzen finden nicht nur im Ziergarten oder als Kübelpflanze hierzulande ihre Verwendung. Besonders im asiatischen Raum wird es als Baustoff und Brennmaterial, ähnlich dem Holz bzw. Brennholz, eingesetzt. Viele der Gebrauchsgegenstände, wie z. B. Bambus Teppich, wenn man nicht gerade Sisal Teppich nutzt, sowie Möbel, die z.B. mit geschmackvollem Sofastoff aufgewertet werden können. Körbe oder Hüte werden auch heute noch unter Verwendung von Bambuspflanzen hergestellt. Die im Bambus enthaltene Cellulose wird weiterverarbeitet und für die Herstellung von Textilien genutzt.


 

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Jul 02 2016

Rollrasen

Category: Gartengestaltung,ZZ01,ZZ04admin @ 07:55

 


Nicht jeder Hobbygärtner hat genug Geduld, um darauf zu warten, bis die Rasensaat aufgeht und der Rasen betreten werden kann. Aber das ist auch nicht erforderlich. Um einen grünen Rasen im Garten zu haben, muss man nicht notgedrungen mehrere Wochen warten. Hier schafft der sogenannte Rollrasen Abhilfe. Doch was unterscheidet den Rollrasen von einem konventionellen Rasen?

Der Rollrasen wird als bereits fertiger Rasen „verlegt”. Die Gräser in der Rasenfläche des Rollrasens sind bereits fertig ausgewachsen. Wurzelmasse ist in ausreichendem Maße vorhanden, so dass der Rollrasen in den vorbereiteten Garten integriert werden kann.

Damit aus dem Rollrasen ein vollwertiger Rasen im Garten wird, muss der Boden hierfür entsprechend vorbereitet werden. Vor dem Verlegen des Rollrasens müssen Unkräuter wie Giersch oder Quecke aus dem Boden entfernt werden. Wichtig ist auch, dass der Untergrund locker ist. Nur dann kann der Rasen richtig anwachsen. Außerdem sollte die Fläche, auf dem der Rollrasen verlegt wird, glatt und eben sein. Kaum einer mag eine holprige Rasenfläche. Denn diese würde weniger an einen Rasen, sondern vielmehr an eine Viehweide erinnern. Außerdem ist das Rasen mähen auf einer ebenmäßigen Fläche einfacher zu bewerkstelligen. Deshalb sollte die Fläche für den Rollrasen mit einer Walze bearbeitet werden. Kurz bevor der Rollrasen ausgelegt wird, ist eine Bewässerung des Bodens erforderlich, am Besten am Vorabend vor dem Verlegen des Rasens. Unmittelbar vor dem Aufbringen des Rollrasens muss noch der Boden aufgerauht werden. So können die Rasenwurzeln sich besser im Erdreich ansiedeln. Dann werden die einzelnen Rasenbahnen parallel verlegt. In Fußballstadien hat diese Vorgehensweise bereits Tradition. Aber auch Hobbygärtner haben den Rollrasen für sich entdeckt. Wichtig ist, dass der Rasen nach dem Verlegen gut plattgewalzt wird. Entsprechende Werkzeuge/Walzen können im Baumarkt ausgeliehen werden. Nach einer ausgiebigen Bewässerung beginnt dann der Rollrasen zu wachsen und zu gedeihen und ist bald von einem herkömmlichen Rasen nicht mehr zu unterscheiden.

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Mrz 04 2014

Biologische Schädlingsbekämpfung

Category: Tiere im Garten,ZZ01,ZZ04admin @ 13:35

 


Nicht immer ist der Einsatz von Chemikalien erforderlich, wenn es darum geht, Schädlinge im Garten zu bekämpfen. Biologische Schädlingsbekämpfung ist in vielen Fällen ausreichend, um Schädlinge ganz ohne den Einsatz von Chemie auf natürlichem Wege zu entfernen.

Dabei stellt sich die Frage, was man im Bereich Garten unter Schädlingen versteht. Manch einer sieht schon in unkontrolliert wachsenden wilden Pflanzen oder in unbekannten Tieren im Garten einen Befall von Schädlingen. Doch dem ist nicht so. Artenvielfalt ist etwas natürliches, nicht jede unbekannte Pflanze oder jedes seltene Tier stellen eine Bedrohung für die Nutzpflanzen dar. Bedenklich wird der Zustand im Garten erst, wenn Nutzpflanzen, genauso wie Zierpflanzen, in ihrem Wachstum und Wohlbefinden von anderen Organismen beeinträchtigt werden. Dann ist es an der Zeit, dass sich der Hobbygärtner Gedanken über seine Möglichkeiten macht, um effizient biologische Schädlingsbekämpfung zu betreiben, z. B. AP Schädlingsbekämpfung .

Als Schädlinge im Garten werden beispielsweise Blattläuse angesehen. Sie schaden den Nutzpflanzen, genauso wie den Zierpflanzen, indem sie ihnen Pflanzensäfte entziehen. Will man sich gegen Blattläuse schützen, so kann die biologische Schädlingsbekämpfung helfen. Im Kampf gegen Blattläuse können Marienkäfer eingesetzt werden. Ebenso hilft der Einsatz von Brennesselsud gegen die lästigen Blattläuse, und das ganz ohne den Einsatz von Chemie im Garten. Es gibt viele Tierarten, die im Gartenbau als Nützlinge gelten. Diese Nützlinge können als Fressfeinde gegen die Schädlinge eingesetzt werden. Es entsteht auf diese Weise ein natürliches Gleichgewicht, das man im Garten durch die biologische Schädlingsbekämpfung aufrecht erhalten kann. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei der Artenvielfalt. Verschiedene Tierarten im Garten leisten ihren Beitrag für die biologische Schädlingsbekämpfung. Auch Tiere wie der Maulwurf, der Larven von Schädlingen vertilgt, liefern ihren Beitrag für die biologische Schädlingsbekämpfung. Ebenso gehören Spinnen zu den Nützlingen, die Schädlinge vertilgen. Deshalb ist es so wichtig, dass sich verschiedene Tierarten im Garten ansiedeln und entfalten können.

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Mrz 13 2013

Aubergine

Category: Nutzpflanzen,ZZ01admin @ 16:52

 


Die Aubergine (Solanum melongena) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Dadurch ist sie verwandt mit der Kartoffel, der Paprika und der Tomate. Sie wird auch als Eierfrucht bezeichnet. Sowohl die Pflanze als auch die Frucht wird als Aubergine bezeichnet. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Asien. Dort wird sie bereits seit mehreren tausend Jahren angebaut. In Spanien und Italien wird das Gemüse seit ca. 500 Jahren angebaut. Die Bezeichnung Aubergine wird vermutlich aus dem Katalanischen abgeleitet.

Die Früchte der Pflanze sind dunkelviolett und oval. Vermutlich ist auch die Farbe aubergine auf die dunkelviolette Frucht zurückzuführen. Die Oberfläche fühlt sich glatt an. Auberginen können bis zu 25 cm lang, und an der dicksten Stelle bis zu knapp 10 cm breit, werden.

Das Gemüse kann auch in Nordeuropa angebaut werden, wenn es auf der Fensterbank vorgezogen wird und danach an einen sonnigen und windgeschützten Standort ausgepflanzt wird. Die Aubergine ist jedoch nicht sehr kältetolerant und sollte auf keinen Fall vor Anfang Juni in den Garten gesetzt werden. Wegen des milden Klimas sind Weinbauregionen für den Anbau dieses Gemüses am ehesten geeignet. China ist das Land, das die meisten Auberginen weltweit in der Landwirtschaft anbaut.

Wenn die Frucht roh oder noch nicht reif ist, enthält sie den Stoff Solanin. Durch Kochen wird das Solanin zerstört. Das giftige Solanin ist ebenfalls in unreifen Tomaten und in grünen Kartoffeln, die nicht richtig angehäufelt wurden, enthalten.

Als Gemüse kann die reife Aubergine für viele verschiedene Gerichte verwendet werden, wie hier im Blog erwähnt: Sie ist Bestandteil des Gerichtes Ratatouille. Gefüllte Auberginen mit Hackfleischfüllung, mit Reismischung oder mit Tomaten-Zwiebelfüllung sind ebenfalls sehr beliebt. Moussaka, das bekannte griechische Gericht, enthält ebenfalls Auberginen. Außerdem sind Auberginenpaste, Auberginensalat, mit Schafskäse überbackene Auberginen sowie Auberginen-Zucchini-Lasagne sehr beliebt.

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Feb 09 2013

Vogelfütterung im Winter

Category: Tiere im Garten,ZZ01,ZZ03admin @ 21:07

 


Der Winter überzieht den Garten mit einer Schneeschicht und lässt die Natur im weißen Glanz erstrahlen. Doch was dem Menschen gefällt, kann für die Tiere im heimischen Garten und in der freien Natur Futternot bedeuten. Deshalb ist es wichtig, sich bereits vor Wintereinbruch Gedanken um die Fütterung der Gartenbewohner zu machen.

Die Fütterung der Tiere im Winter muss nicht aufwendig oder teuer sein. Vielmehr ist es möglich, bereits im Sommer und Herbst für die kalte Jahreszeit vorzusorgen. Als Vogelfutter kommen beispielsweise Sonnenblumenkerne in Frage. Diese können im Herbst aus den verwelkten Sonnenblumen entnommen werden. Die getrockneten Sonnenblumenkerne können dann im Winter ins Vogelhaus gestreut werden. Im Vogelhaus ist das Futter vor Feuchtigkeit geschützt. Allerdings sollte man erst bei Schnee und Minusgraden füttern, denn heimische Vögel finden bei milden Temperaturen selbst ausreichend Futter im Garten.

Wer etwas Zeit mitbringt und Vogelfutter zum Aufhängen selbst herstellen möchte, kann dies ohne großen Aufwand kostengünstig bewerkstelligen. Gebraucht werden Sonnenblumenkerne, grobkörnige Haferflocken und Palmfett. Je nach Verfügbarkeit kann man auch weitere Zutaten wie Maiskörner oder Rosinen hinzufügen. Das Palmfett wird bei geringer Hitze in der Pfanne geschmolzen und die Haferflocken sowie die Sonnenblumenkerne (und falls vorhanden weitere Zutaten/Körner) werden untergemischt. Die Masse wird in Kuchenförmchen oder Muffinformen gefüllt, bis sie erkaltet. Danach kann man mit einer dicken Nadel ein Band durchziehen und das Vogelfutter an beliebiger Stelle an einen Baum in den Garten hängen. Beim Fressen im Vogelhaus oder am Futterknödel sind die Vögel vor Katzen oder Mardern sicher.

Während die Spatzen wenig wählerisch sind, fressen Drosseln und Kohlmeisen hauptsächlich weiches Futter. Bei der Fütterung im Vogelhaus sollte man das Haus regelmäßig gründlich auswischen, um die Übertragung von Krankheitserregern durch Vogelkot zu vermeiden.

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Jan 20 2013

Chinesische Hanfpalme

Category: Exotische Pflanzen,ZZ01admin @ 19:23

 


Die chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) gehört der Familie der Palmengewächse an. Die Pflanze wurde nach dem englischen Forschungsreisenden Robert Fortune benannt. Früher wurde sie auch unter der Bezeichnung Chamaerops excelsa geführt. Die Palme stammt ursprünglich aus Regionen in Japan, China und Thailand. Im Himalaya ist sie noch in Höhen über 2000 Metern zu finden. Auch in anderen subtropischen Gebieten ist sie anzutreffen. Es handelt sich bei der chinesischen Hanfpalme um eine winterharte Palme. Sie kann auch in Gärten und Kübeln in der freien Natur überleben. Nur in besonders kalten mitteleuropäischen Regionen benötigt die Pflanze einen Winterschutz. Die chinesische Hanfpalme kann mit ca. vier bis fünf Jahren ausgepflanzt werden. Dann ist sie alt genug, um dem Frost zu trotzen. In wintermilden Gebieten, also vorwiegend in den Weinbauregionen, kommt sie meist ohne Winterschutz aus.

 

Eine ausgewachsene chinesische Hanfpalme kann bis zu 15 Meter hoch werden. Ihr Stamm ist mit braunen, lose herabhängenden Fasern bedeckt. Sie gehört zu den Fächerpalmen. In der Baumkrone können sich bei der ausgewachsenen Palme fünfzig oder mehr gefiederte Palmenblätter befinden. Die Palmenblätter können bis zu 150 cm lang werden.

 

Am liebsten steht die Hanfpalme an einem sonnigen Standort. Sie verträgt auch Halbschatten, wächst im Halbschatten jedoch langsamer. Außerdem ist sie tolerant gegenüber Nässe und Frost. Sie gehört zu den winterhärtesten Palmen überhaupt und hat sich deshalb mittlerweile in europäischen Gärten einen Stammplatz verdient. Im Wohnhaus überwinterte junge Palmen sollten an den Blättern mit Wasser eingesprüht werden. Dann werden die Blättter der Jungpflanzen durch die trockene Raumluft nicht braun.

 

Eine eigene chinesische Hanfpalme kann man selbst aus Samen aufziehen, dies soll innerhalb des Blogs erklärt werden: Die Samen sind knapp haselnussgroß und müssen – vor dem Aussäen in Anzuchterde oder Kokosfasern – in zimmerwarmem Wasser eingeweicht werden. Je frischer die Samen sind, desto schneller gehen sie in der Regel auf, bei Zimmertemperatur oftmals bereits nach zwei bis sechs Wochen.

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Dez 27 2012

Christrose

Category: Blumen,ZZ01,ZZ03admin @ 19:01

 


Die Christrose (Helleborus niger) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Der Name der Pflanze deutet auf die Blüte zur Weihnachtszeit hin. Doch in der freien Natur, beziehungsweise im Garten gehaltene Christrosen, blühen nicht immer zur Weihnachtszeit, sondern irgendwann im Zeitfenster von November bis April. Die Blüte der Christrose zur Weihnachtszeit wird bei speziellen Züchtungen oder Besonderheiten in der Haltung, beispielsweise in Gewächshäusern, erreicht. Helleborus niger wird auch als Schneerose, Lenzrose oder schwarzer Nieswurz bezeichnet. Die Winterblume stammt ursprünglich aus Asien, von wo aus sie nach der letzten Eiszeit nach Europa gelangte.

Der mehrjährige und immergrüne Winterblüher kann bis zu dreizig Zentimeter hoch werden. Die Christrose ist immergrün und besitzt große weisse Blüten, die bis zu sechs Zentimeter lang werden können. Wie fast alle Hahnenfußgewächse, ist auch die Christrose giftig. Der Saft der Pflanze kann zu Irritationen der Haut führen. Deshalb sollte man die Pflanzenstiele beim Pflücken nicht abbrechen, sondern mit einem schafen Messer abschneiden. So kann der Kontakt mit dem giftigen Saft von Helleborus niger vermieden werden. In der Vase hält sich der Winterblüher als Schnittblume lange frisch.

Besonders wohl fühlt sich die Christrose an Standorten mit humosem Boden und guter Nährstoffversorgung. Dabei zieht die im Winter blühende Pflanze halbschattige und geschützte Standorte vor. Unter idealen Standortbedingungen wird zu heiße Sommersonne vermieden und die Christrose ist im Winter den Stürmen nicht so ausgesetzt. Staunässe wird von der Staude nicht toleriert. Über die Jahre hinweg, kann sich der Winterblüher stark vermehren und Horste bilden. Die Pflanze dient als immergrüner Bodendecker. Besonders schön wirkt die Christrose zusammen mit Zwiebelblumen, wie z. B. mit dem Krokuss. Als Balkonpflanze kann Helleborus ebenfalls genutzt werden. Dann ist zu beachten, dass der Pflanztopf genug Platz für die tiefwurzelnde Pflanze bietet, und die Wurzel durch Abdeckung vor Frost geschützt wird.

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Jul 14 2012

Stockrose

Category: Blumen,ZZ01admin @ 11:03


Die Stockrose (Alcea rosea) gehört zur Familie der Malvengewächse. Die Pflanze wird auch als Stockmalve oder Pappelrose bezeichnet. Ursprünglich stammt sie aus dem südlichen Italien, Süd-West-Asien und den Balkanländern.

Die Blüten der Stockrose können gefüllt oder einfach sein. Die Blütenfarben können rosa, rot, dunkelrot, weiß oder gelb aussehen. Besonders hübsch und üppig sind die gefüllt blühenden Varianten in kräftigen Farben. Die Blütezeit reicht von Ende Juni bis September. Die Pflanze kann bis zu 2,50 m hoch und ca. 50 cm breit werden. Ihre Blätter sind hellgrün, angedeutet herzförmig und leicht behaart. Am wohlsten fühlt sich die Stockrose in Gruppen gepflanzt auf durchlässigem mageren Boden. Selbst auf Untergrund aus Kies wächst sie. Die Blume bevorzugt einen geschützten Standort mit viel Sonne. In Frage kommen geschützte Plätze, wie z. B. an Hauswänden oder angelehnt an Zäunen. Besonders gut kommt die Blühpflanze an Hauseingängen zur Geltung. Wo keine Möglichkeit zum Anlehnen besteht, sollten die Stockrosen an einem Stock festgebunden werden.

Wenn die Stockrose auf der Fensterbank vorgezogen wird, kann sie bei mildem Klima mit etwas Glück bereits im Jahr der Aussaat blühen. Meist gelingt dies jedoch nicht. Die jungen Pflänzchen werden im Sommer an einen geschützten Platz ausgepflanzt und blühen erst im darauffolgenden Jahr.

Die Stockrose findet als Zierpflanze verwendet. Die Pflanze soll auch heilende Wirkung haben. Als Heilpflanze wird die Blüte in Tees gegen Atemwegserkrankungen verwendet. Außerdem ist die Stockrose die Symbolpflanze der Stadt Svaneke auf Bornholm. Das Gewächs benötigt im Sommer sehr viel Wasser und im Frühjahr etwas Dünger. Sie ist winterhart und benötigt keinen Schutz gegen Frost. Stockrosen sind meist mehrjährig, im Frühjahr treiben die Pflanzen wieder aus. Einige Exemplare sind auch nur zweijährig.

Es gibt Pflanzenkrankheiten, die auch vor den Stockrosen nicht halt machen: Stockrosen sind anfällig für Rost. Er bildet hässlich braune Flecke auf den Blättern der Zierpflanze. Man kann dem vorbeugen, indem man die Pflanze stärkt, sprich sie im Frühjahr düngt.

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Okt 31 2011

Kaminofen

Category: Haustechnik,ZZ01admin @ 10:53

 


Der Kaminofen ist aus vielen deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Er bietet Gemütlichkeit und hilft, die Energiekosten zu senken.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht erstaunlich, dass immer mehr Neubauten mit einem Kaminofen ausgestattet werden. Der Ofen wird in fast allen Fällen im Wohnzimmer plaziert. So ist es möglich, abends entspannt auf dem Sofa zu sitzen, während im Hintergrund die Flammen im Kaminofen knistern. Kaminöfen werden aus Stahlblech oder Gusseisen hergestellt. Diese Materialien sind gute Wärmeleiter, was einen hohen Wirkungsgrad des Kaminofens unterstützt.

Da Kaminöfen mit Materialien beheizt werden, die den erneuerbaren Energien zuzurechnen sind, tragen sie nicht so sehr zum Treibhauseffekt bei. Der Ofen wird meist beheizt mit Holzbriketts oder Brennholz. Mit Hilfe einer Motorsäge kann Brennholz auch selbst gewonnen werden. Einige Spezial-Öfen werden mit Holzpellets beschickt. Damit der Kaminofen einen hohen Wirkungsgrad entfalten kann und nicht verrußt, sollte das Kaminholz gut abgelagert sein. Der Heizwert ist nicht nur abhängig davon, wie trocken das Brennholz ist. Es kommt auch auf die Holzart an. Buche und Eiche sind für Kaminöfen besonders gut geeignet. Im Mittel kann durch einen Raummeter Brennholz ca. 200 Liter Heizöl eingespart werden. Billiger Strom hilft ebenfalls, Betriebskosten zu sparen, ebenso günstige Erdgasanbieter.

Wer das Haus mit einem Kaminofen nachrüsten will, sollte sich überlegen, ob nicht auch ein wasserführender Kaminofen in Frage kommt. Ein wasserführender Kaminofen bietet den Vorteil, dass nicht nur das Wohnzimmer beheizt wird. Vielmehr gibt ein wasserführender Kaminofen über die Zentralheizung die Heizwärme an sämtliche Räume des Hauses weiter. Dies entlastet die Zentralheizung in einer Weise, die die höheren Anschaffungskosten für diese Art Ofen auf mittlere bis lange Sicht rechtfertigt. Auch die Versorgung mit Heißwasser kann durch den wasserführenden Kaminofen gewährleistet werden. Wenn man die Kosten für Kaminholz und für Gas oder Öl gegenüberstellt, dann schneidet das Kaminholz preislich gesehen besser ab.

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Aug 02 2011

Tomate

Category: Nutzpflanzen,ZZ01admin @ 09:23

 


Die Tomate (Solanum lycopersicum) ist eine Nutzpflanze, die zur Gattung der Nachtschattengewächse gehört. Ursprünglich kommt die Tomate aus Süd- und Mittelamerika. Dort wurde bereits eine Urform der Pflanze von den Mayas und Azteken angebaut. Ende des fünfzehnten Jahrhunderts wurde das Gemüse von den spanischen Eroberern nach Europa gebracht.

Solanum lycopersicum ist eine aufrecht wachsende Pflanze, manchmal auch kriechend. Der grüne Stengel der Nutzpflanze ist mit feinen Haaren besetzt. Die Blätter der Tomate sind grün und ebenfalls haarig. Die Früchte sind erst grün und später, im reifen Zustand, werden sie leuchtendrot. Es gibt auch gelbe oder tief dunkelrote, fast schwarze Tomaten. Die Tomaten enthalten Samen, die ca. drei mm lang sind. Wenn man die Samen vorsichtig entfernt und trocknet, können sie für die eigene Hobbyzucht verwendet werden. Die Früchte sind meist rund und haben einen Durchmesser von zwei bis vier Zentimetern. Eiertomaten dagegen sind länglich. Fleischtomaten und Riesentomaten können bis zu einem Kilo wiegen. Bei guter Düngung sind Durchmesser von zehn Zentimetern keine Seltenheit.

Tomaten mögen einen geschützten und sonnigen Standort. Sie sollten regelmäßig gedüngt und gewässert werden. Viele Sorten kann man auch problemlos auf dem Balkon ziehen. Besonders kleinwüchsige Tomaten, wie die Cherrytomaten oder Cocktailtomaten, sind geeignet für die Balkonanzucht. Eine Aussaat auf der Fensterbank ab Februar ist sinnvoll. Bei der Anzucht im Haus oder auf dem Balkon muss man jedoch bei diesem Gemüse folgendes beachten: Die grünen Bestandteile der Tomatenpflanze sind giftig, weil sie den Stoff Tomatin enthalten. Deshalb sollte man auch keine noch unreifen Früchte probieren, denn dies kann zu Übelkeit führen.

Tomaten werden als Gemüse für vielerlei Gerichte eingesetzt. Wegen der enthaltenen Antioxidantien, Vitamine, Mineralstoffe und des figurfreundlichen Nährwertgehaltes, ist die Tomate eine gefragte Nutzpflanze. Man kann sie unter anderem verarbeiten zu Tomatensauce, Tomatensuppe, Tomatensalat, Tomatenketchup, Grillgemüse, als Pizzabelag oder einfach nur als gesunde Beilage zu Tellergerichten.

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Jul 07 2011

Kamille

Category: Heilpflanzen,ZZ01admin @ 18:03

 


Die Echte Kamille (Matricaria Chamomilla) ist eine Heilpflanze, die zur Familie der Korbblütler gehört. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Asien und Südosteuropa. Mittlerweile ist sie im gesamten europäischen Raum und auch in Nordamerika zu finden.

Die Kamille mag lehmhaltige Böder. Auf Sand- oder kalkhaltigen Böden ist die Pflanze nur sehr selten zu finden. Außer auf der Wildblumenwiese im Garten oder im Kräuterbeet, trifft man sie an Wiesenrändern und auf Feldern an. Neben der Echten Kamille gibt es noch die Geruchlose Strandkamille sowie die Ackerhundskamille. Anders als die Echte Kamille, riechen die Ackerhundskamille und die Geruchlose Strandkamille nicht so aromatisch.

Die Blüten der Heilpflanze sind schmal und von weißer Farbe. Die Blume kann bis zu 50 cm hoch werden. Meist wächst sie nicht in die Höhe sondern entfaltet sich krautig mit vielen Verzweigungen. Die Blütezeit dauert von Mai bis September. Die Kamille ist eine einjährige Pflanze. Während dieser Zeit werden die Blüten von Insekten bestäubt.

Der Geruch der Kamillenpfllanze ist stark und aromatisch. Er ist auf das in den Blüten der Heilpflanze enthaltene ätherische Öl zurückzuführen. Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blüten der Kamillenpflanzen hergestellt.

Um die Kamille als Heilpflanze zu nutzen, werden die Blüten geerntet und getrocknet. Die getrockneten Blüten werden als Kräutertee aufgebrüht. Im Kräutertee ist der Inhaltsstoff Chamazulen enthalten. Er ist ein wertvoller Bestandteil mit entzündungshemmender Wirkung. Neben der Verwendung als Kräutertee, sind vielfältige weitere Anwendungen möglich. Bei Bronchialerkrankungen kann mit dem entzündungshemmenden Kamillenaufguss inhaliert werden. Der Pflanze wird eine heilende Wirkung nachgesagt bei Menstruationsbeschwerden sowie bei diversen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Äußerlich als Spülung verwendet, wirkt die Heilpflanze bei Entzündungen des Zahnfleisches, der Mundhöhle sowie des Rachenraumes.

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Jun 21 2011

Topinambur

Category: Nutzpflanzen,ZZ01admin @ 16:05

 


Die Topinambur (Helianthus tuberosus) ist eng verwandt mit der Sonnenblume (Helianthus annuus), beide gehören zur selben Gattung. Die Topinambur wird mancherorts auch als Erdsonnenblume bezeichnet. Ursprünglich stammt Helianthus tuberosus aus Nord- und Mittelamerika, vermutlich hauptsächlich aus Mexiko, wo sie von Indianern in der vorkolumbianischen Zeit angebaut wurde. Anfang des 17. Jahrhunderts kam die Topinambur dann nach Europa. Dort wurde sie zu einem ergiebigen Futtermittel für Pferde und Schweine und Nahrungsmittel für Menschen. Sie wurde deshalb als Nutzpflanze angebaut. Als Nahrungsmitel und Futtermittel dienten die Knollen der Pflanze. Diese haben entfernte Ähnlichkeit mit der Kartoffel.

Die Erdsonnenblume kann bis zu drei Meter hoch werden. Topinambur besitzt eine bis zu knapp zehn Zentimeter im Durchmesser große Blüte, die leuchtend gelb ist, eine schöne Gartendekoration. Man kann die Blume auch zum Blumen versenden, als Zierde,  oder für die eigene Vase als Schnittblume verwenden. In Deutschland blüht Helianthus tuberosus ab Juli. Die Blätter sind dunkelgrün. Die Pflanze ist mehrjährig und buschig, nur der überirdische Trieb stirbt ab. Aus der Knolle treibt die Topinaburpflanze im nächsten Jahr wieder aus. Wenn die Knollen geerntet werden, reicht es aus, wenn ein bis zwei der Knollen in der Erde bleiben. Die Knollen sind innen heller als Kartoffeln, fast weiß. Die Pflanze wuchert enorm und hat wenig Fressfeinde. Dabei überwuchert sie auch kleinere Pflanzen, die in ihrem Schatten nicht wachsen können, und denen sie die Nährstoffe aus dem Boden wegnimmt.

Am besten gedeiht die Topinambur an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Sie ist genügsam und stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Beim Einpflanzen der Knolle sollte man jedoch darauf achten, dass der Boden gut aufgelockert ist. Pro Quadratmeter Gartenboden kann man bis zu 5 Topinambur-Knollen einbuddeln. Mehr sollten es nicht sein, damit die Pflanze genug Platz zum Wachsen hat.

Topinambur kann roh verzehrt oder frittiert werden. Ein Zubereitung – gekocht wie die Kartoffel – ist ebenfalls schmackhaft. Außerdem dient Topinambur, im begrenzten Umfang, der Zuckerherstellung. Der gut verträgliche Fruchtzucker Fructose wird aus der Knolle gewonnen.

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Mai 14 2011

Paprika

Category: Exotische Pflanzen,ZZ01admin @ 09:02

 


Die Paprikapflanze (Capsicum annuum) gehört zur Gattung Paprika (Capsicum) und zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Pflanze stammt aus dem subtropischen Mittelamerika (sowie dem südlichen Nordamerika und dem nördlichen Südamerika). Paprika wurde durch die spanischen Eroberer nach Europa gebracht.

Capsicum annuum kann bis zu 150 cm hoch werden, aber eine solche Höhe ist in Nordeuropa eher eine Ausnahme. Die Pflanze hat kleine weiße Blüten. Die Blätter sind hellgrün, haben eine glatte Oberfläche und sind leicht glänzend. Die Früchte können die Farben rot, orange, goldgelb, grün oder aubergine haben. Sie haben meist ein glockenförmiges Erscheinungsbild, es gibt aber auch, je nach Sorte, blockige oder sehr langgezogene Früchte. Die Paprika kann süß und fruchtig schmecken, einige Sorten sind feurig scharf. Der Inhaltsstoff Capsaicin verleiht die Schärfe.

Paprika kann ohne weiteres auf dem Balkon angebaut werden. Dazu sollten die Pflanzen auf der Fensterbank vorgezogen werden. Die Aussaat kann dann bereits im Februar oder März im Zimmergewächshaus erfolgen. Für die Keimung werden bei Zimmertemperatur zwei bis drei Wochen benötigt. Im Mittelmeerraum können die Pflanzen gleich in den Garten oder Gartenhäuser gesät werden, wobei Gartenhäuser oft Frostschutz bieten. Dies gibt es in einem Gartenhaus Online Shop. Wenn die kleinen Pflänzchen vier bis sechs Blätter gebildet haben, können sie in Blumentöpfe pikiert werden. Anfang Juni können die Pflanzen von der Fensterbank in den Garten gepflanzt oder auf den Balkon gestellt werden. Paprika mag einen windgeschützten Standort mit viel Sonne. Nährstoffreicher Boden ohne Staunässe wird benötigt. Im Garten sollte Paprika nicht so dicht neben Kartoffel oder Tomate stehen. Tomate und Kartoffel gehören ebenfalls zu den Nachtschattengewächsen. Die Pflanzen können sich im Wachstum beeinträchtigen.

Als Gemüse findet Paprika vielfach Verwendung, z. B. als exotische Zutat für eine pikante Torte . Paprika kann in Salate geschnippelt werden, ist ein beliebter Belag für Pizza, wird zu Paprikasuppe oder Paprikaschnitzel verwendet oder mit verschiedenen Zutaten gefüllt. Wenn die Ernte allzu üppig ausfällt, kann Paprika in der kühlen Speisekammer längere Zeit gelagert werden oder auch im Gefrierschrank eingefroren werden.

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Mrz 26 2011

Chilenische Honigpalme

Category: Exotische Pflanzen,ZZ01admin @ 15:34

 


Die chilenische Honigpalme (Jubaea chilensis) gehört zu den winterharten Fiederpalmen. Die Pflanze stammt, wie der Name schon vermuten lässt, aus Chile. Dort wächst sie am Fuße der Anden zwischen dem 31. und 35. Grad südlicher Breite. Sie kommt in Höhen bis zu 1400 Metern vor. Jubaea chilensis ist die einzige Art in der Gattung Jubaea. In ihrer chilenischen Heimat steht diese Palme unter Naturschutz. Früher wurden dort ältere Honigpalmen gerodet, zur Gewinnung von Palmhonig und Palmwein aus dem Stamm der Jubaea.

 Hin und wieder findet man auch in den gemäßigten Zonen Westeuropas Exemplare der Jubaea. Sie wird in vielen verschiedenen Ländern angebaut. Im Botanischen Garten von Pisa gibt es ein riesiges ausgewachsenes Exemplar der Honigpalme. Die Palme wächst sehr langsam und kann unter günstigen Umweltbedingungen bis zu 30 Meter hoch werden. Sie hat einen glatten grauen Stamm, der über einen Meter dick werden kann. Der graue Stamm wird erst in späteren Jahren ausgebildet. Die Fiederblätter der Palme erreichen eine Länge bis zu 5 Metern bei ausgewachsenen Exemplaren und sind dunkelgrün. Ältere Honigpalmen sind robust und sehr frosttolerant. Ein leichter Frostschutz sollte ab – 5 Grad Celsius angebracht werden. Am besten wird dabei trockne Kälte vertragen.

 Die chilenische Honigpalme kann über den Fachhandel für relativ viel Geld bezogen, oder aber selbst über die Samen angezogen werden. Die Samen der Jubaea sehen aus wie kleine Kokosnüsse und müssen vor dem Aussäen ein bis zwei Tage in zimmerwarmem Wasser vorquellen. Die Samen der Palme sollten für eine einfachere Keimung mit Sandpapier bearbeitet werden. Bis die Pflanze aufgeht, können mehrere Monate vergehen, in denen der Samen in feuchtem Kokosfasersubstrat ruht. Die Jungpalme hat am ehesten Ähnlichkeit mit einem breiten Grashalm. Sie benötigt einen gut durchlässigen Boden und braucht nur wenig Wasser. Jungpflanzen sollten hell und bei niedrigen Temperaturen um vier bis sechs Grad Celsius überwintert werden. Ab einem Alter von fünf bis sechs Jahren kann die Palme an einen möglichst sonnigen und vor Regen geschützten Platz in den Garten gepflanzt werden.

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Mrz 15 2011

Vertikutierer

Category: Gartengeräte und Zubehör,ZZ01admin @ 23:18

 


Vertikutierer sind Gartengeräte, mit deren Hilfe eine Rasenbelüftung durchgeführt wird.

Der Vertikutierer ist der Harke vom Aufbau und Prinzip her vergleichbar. Er besitzt enge sowie spritze Zähne.

Es gibt den Rasenvertikutierer zum Einsatz im Garten in unterschiedlichen Varianten. Man kann unterscheiden zwischen Benzinvertikutierer, Elektrovertikutierer und manuellen Vertikutierer. Je nachdem, ob Steckdosen in greifbarer Nähe sind und wie groß der Rasen ist, kann die eine oder andere Art des Vertikutierers für den Einsatz auf dem Rasen im Garten sinnvoll sein.

 Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe des Rasens an der Oberfläche angeritzt und das aus dem Rasen gelöste Unkraut wird in einem Fangbehältnis im hinteren Teil des Vertikutierers aufgefangen. Eine spätere Entsorgung ist so später problemlos möglich. Ältere Modelle des Vertikutierers besitzen noch keinen Fangkorb. Den Vertikutierern gemeinsam ist, dass man mit ihnen sowohl Moos als auch Unkräuter aus dem Rasen entfernen kann. Die Rasenwurzeln sollen dabei nicht entfernt werden. Deshalb darf nicht mehr als einen, höchsens drei Zentimeter tief vertikutiert werden.

 Mit dem Vertikutierer sollte der Rasen im Frühjahr bearbeitet werden, damit er ausreichend Zeit zu Regeneration hat, bevor die Sommerhitze dem Garten zusetzt. Eine Nachsaat des Rasens kann sinnvoll sein, damit kahle Stellen aufgefüllt werden. Damit der Rasen gut anwächst und nicht austrocknet, sollte die Nachsaat nur bei gemäßigten Temperaturen erfolgen.

 Wann bzw. wo ist der Einsatz des Vertikutierers nicht angezeigt? Der Vertikutierer sollte nur auf dem konventionellen Rasen und nicht auf einer Wiese oder einem Wildblumenrasen eingesetzt werden. Der Vertikutierer ist auf die Wuchshöhe des konventionellen Rasens entwickelt worden. Falls man im Herbst ein zweites Mal vertikutiert, sollte man darauf achten, dass die Grünfläche ausreichend Zeit zur Erholung hat, bis im Garten Minusgrade herrschen. Deshalb sollte der letzte Vertikutiervorgang spätestens Ende September abgeschlossen sein.

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Feb 27 2011

Buchsbaum

Category: Heckenpflanzen,ZZ01admin @ 15:23

 


Der Buchsbaum (Buxus sempervirens) gehört zur Familie der Buchsbaumgewächse. Er wird auch als Gewöhnlicher Buchsbaum oder einfach nur als Buchs bezeichnet. Die Pflanze ist in Mittel- und Südeuropa, sowie im Norden Afrikas und in Teilen Asiens anzutreffen.

In Deutschland ist Buchs vor allem als Heckenpflanze, besonders im Bauerngarten bekannt. Alle Teile des Buchsbaumes sind giftig. Früher wurde Buchs auch als Heilpflanze bei Erkältungskrankheiten und Erkrankungen der Verdaungsorgane eingesetzt. In der Naturheilkunde wird Buchs gegen rheumatische Beschwerden eingesetzt. Von Selbstmedikation ist dringend abzuraten. Die Pflanze wird heutzutage eher selten eingesetzt, weil die Dosierung nicht ganz unproblematisch ist. Bei Überdosierungen kann es nicht nur zu gastroenteralen Verstimmungen, sondern auch zu Todesfällen kommen. Auch sollte man kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt in der Nähe von Buchsbaum spielen lassen.

Der Gewöhnliche Buchsbaum wächst nur sehr langsam. Zudem, wird er als Gartenpflanze meistens zurückgeschnitten, damit er in Form bleibt und eine niedrige Hecke bildet. Seine volle Wuchshöhe würde unter günstigen Umweltbedingungen bis zu acht Meter betragen. Die Blätter des Buchsbaumes sind hellgrün, glänzend, oval, nach oben hin spitz zulaufend und bis zu knapp zwei Zentimeter lang. Wegen unzähliger Züchtungsversuche und Mutationen gibt es mittlerweile über 60 verschiedene Buchsbaumsorten. Diese kann man beispielsweise an der unterschiedlichen Blattform voneinander unterscheiden.

Der Buchs vermehrt sich über kleine Samenkapseln, was lange dauert und schwierig ist, und durch Stecklingsvermehrung. Bei der Stecklingsvermehrung werden Zweige der Pflanze abgeschnitten und oberhalb der Schnittstelle entlaubt. Die Stecklinge werden dann eingepflanzt und bilden Wurzeln in der Erde. Sie müssen regelmäßig gegossen werden und sollten nicht in der prallen Sonne eingepflanzt werden.

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Jan 19 2011

Grünkohl

Category: Nutzpflanzen,ZZ01,ZZ03admin @ 19:07

 


Der Grünkohl (Brassica oleracea convar. acephala var. sabellica L.) ist ein typisches Wintergemüse. Das Gemüse hat seinen Ursprung vermutlich im vorchristlichen Griechenland, wo bereits krausblättriger Kohl von den Griechen angebaut wurde. In einigen Regionen Deutschlands wird der Grünkohl auch als Braunkohl oder als Krauskohl bezeichnet.

Grünkohl benötigt als stark zehrende Pflanze einen gut gedüngten Boden. Damit sich die im Frühjahr gepflanzten Jungpflanzen gut entfalten können, sollte man nicht mehr als 2 Pflanzen pro Quadratmeter auspflanzen. Eine ausreichende Bewässerung und weitere Düngungen der Kohlpflanzen sorgen für ein gutes Wachstum. Das Wintergemüse wird dann vorzugsweise nach dem ersten Frosteinbruch, oder auch später im Winter, geerntet. Der bei niedrigen Temperaturen besonders hohe Traubenzuckergehalt im Grünkohl sorgt für einen vorzüglichen Geschmack. Doch dieses Wintergemüse zeichnet sich nicht nur durch den Geschmack, sondern auch durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C aus. Gerade in der kalten Jahreszeit ist eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen wichtig, um gesund und fit zu bleiben.

Je nach Region, in der man lebt, wird Grünkohl unterschiedlich zubereitet und mit verschiedenen Zutaten serviert. Das Grünkohlessen ist besonders in Norddeutschland traditionell verbreitet. In Schleswig-Holstein beispielsweise mag man deftige Bratkartoffeln als Beilage. Dazu werden festkochende Kartoffeln mit Zwiebeln und Speck in der Pfanne angebrutzelt. Eine weitere Variante sind die süßen, mit Zucker bestreuten, Bratkartoffeln. Als Fleischbeilage werden Kochwürsteürste und Kasseler serviert. Damit der Grünkohl einen kräftigen Geschmack erhält, werden die Würste und Kasseler im selben Topf wie der Grünkohl zubereitet. Durch die Zugabe von etwas Senf regt man die Verdauung an, die Mahlzeit wird magenfreundlicher. Wer eine weniger fettreiche Variante bevorzugt, kann anstatt der Bratkartoffeln natürlich auch Salzkartoffeln als Beilage zum Wintergemüse servieren.

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Jan 04 2011

Grünlilie

Category: Zimmerpflanzen,ZZ01admin @ 14:35

 


Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) ist eine beliebte Zimmerpflanze. Sie gehört zur Familie der Agavengewächse. Ihren Ursprung hat die Pflanze in Südafrika. Sie ist sehr widerstandsfähig und anspruchslos und kann im Pflanzkübel gehalten werden. Ihre grashalmähnlichen, lanzettförmigen Blätter sind hellgrün mit weißen Streifen oder nur hellgrün. Die Blätter sind schmal und werden bis zu ca. 40 cm lang. Die Grünlilie bildet bis zu 60 cm lange Blütenschäfte. An denen sitzen kleine weiße Einzelblüten mit sechs länglichen Blütenblättern. Die Blüten sind angesichts der imposanten Blätter etwas unscheinbar.

 Chlorophytum comosum mag Sonnenlicht und verträgt einen sonnigen oder auch halbschattigen Platz am Fenster, egal ob dieses mit Sonnenschutzfolie beklebt ist oder durch eine Kassettenmarkise geschützt wird. Temperaturen um 20 Grad Celsius werden am besten vertragen. Die Zimmerpflanze sollte mäßig feucht gehalten, und nicht zu oft gegossen werden. Als Blumenerde ist Einheitserde oder eine Mischung aus Torf mit Komposterde zu empfehlen. Die Grünlilie sollte im Winter gar nicht und im Sommer wöchentlich gedüngt werden. Im Winter wird auch weniger Wasser benötigt. Die Pflanze ist sehr robust, jedoch anfällig für Schildläuse. Diese können mit bloßem Auge erkannt werden. Wenn sie rechtzeitig entfernt werden, nimmt die Zimmerpflanze keinen Schaden.

 Die Grünlilie pflanzt sich fort durch Samen oder durch sogenannte Kindel. Kindel sind Jungpflanzen, die sich an den Blattstielen von Chlorophytum comosum bilden und Blätter und Wurzeln entwickeln. Wenn sie groß genug sind, bzw. sich genug Wurzeln gebildet haben, können die Kindel der Grünlilie abgetrennt und eingepflanzt werden. Pflanzen, die zu groß werden, können problemlos geteilt und umgetopft werden. Hierzu empfiehlt sich das Frühjahr als günstigster Zeitraum.

 Als Zimmerpflanze dient die Grünlilie auch der Raumluftverbesserung. Raumgifte werden zumindest teilweise aus der Luft gefiltert. Das Raumklima verbessert sich merklich, wenn mehrere Grünlilien in einem Zimmer gehalten werden.

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Dez 23 2010

Weihnachtsstern

Category: Zimmerpflanzen,ZZ01,ZZ03admin @ 16:35

 


Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) stammt ursprünglich aus dem mittleren und südlichen Amerika, wo die Pflanze Höhen von bis zu fünf Metern und mehr erreichen kann. Die Pflanzenart gehört der Familie der Wolfsmilchgewächse an. In Deutschland wird der Weihnachtsstern nicht im Freien, wie in seiner frostfreien Heimat, sondern als Zimmerpflanze kultiviert.

Euphorbia pulcherrima besitzt dunkelgrüne Blätter und auffällig gefärbte Hochblätter. Diese Hochblätter werden als Brakteen bezeichnet und sind nicht mit Blütenblättern zu verwechseln. Die Blüten der Pflanze sind gelb-grün, klein und eher unscheinbar. Die Brakteen kommen in den Farben rot, rosa, und weiß vor. Am bekanntesten ist der Weihnachtsstern mit den roten Brakteen. Damit die Pflanzen zu Weihnachten die farbigen Brakteen bilden, muss die Nachtzeit für die Pflanzen mindestens zwölf Stunden betragen. Es handelt sich bei den Weihnachtssternen um sogenannte Kurztagspflanzen. Anders als in den Tropen, muss diese mindestens zwölfstündige sonnenlichtfreie Zeit in Deutschland künstlich erzeugt werden. Dazu werden die Weihnachtssterne für mindestens zwölf Stunden mit schwarzer, lichtundurchlässiger Folie abgedeckt. Dies geschieht in den Gewächshäusern von spezialisierten Gärtnereien.

Doch auch nach Weihnachten sollte man den Weihnachtsstern nicht achtlos wegwerfen. Die wolfsmilchhaltigen, sowie gering giftigen Pflanzen sind mehrjährig. Man kann den Weihnachtsstern im Frühjahr zurückschneiden und über Sommer auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Weihnachtssterne benötigen wenig Wasser und mögen keine Staunässe. Da es sich um eine Pflanze aus den Tropen handelt, wird ein sonniger und heller Standort vom Weihnachtsstern bevorzugt. Ab Oktober wird Euphorbia pulcherrima dann für mindestens zwölf Stunden abends abgedeckt, um eine lange Nachtruhe zu simulieren. Zur Adventszeit kann man dann die „selbstgezüchteten”, bunten Brakteen am Weihnachtsstern bewundern.

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Nov 15 2010

Blaue Palmlilie

Category: Exotische Pflanzen,ZZ01admin @ 20:18

 


Die blaue Palmlilie (Yucca rigida) ist eine sehr interessante winterharte und zugleich exotische Pflanze. Im englischen Sprachgebrauch heißt sie Blue Yucca Als Art gehört sie zur Gattung der Palmlilien (Yucca) und wird der Familie der Agavengewächse (Agavaceae) zugeordnet.

 

Yucca rigida bildet einen Stamm aus. Sie kann im ausgewachsenen Zustand eine Wuchshöhe von bis zu fünf Metern erreichen. Ihre bläulich schimmernden Blätter geben ihr ihren Namen als blaue Palmlilie. Die Blätter erinnern entfernt an die einer Palme. Dabei sind die Blätter der Yucca steif, gezahnt und schmal. Sie können bis zu hundertzwanzig Zentimeter lang werden. Wenn sie vertrocknen, werden sie braun und hängen strähnig an der Pflanze herunter.

 

Die Yucca rigida ist eng verwandt mit der Yucca rostrata. Die blaue Palmlilie stammt ursprünglich aus Mexiko. Sie liebt sonnige Standorte. Staunässe mag sie nicht. An trocknen Standorten ist die blaue Palmlilie sehr frosthart. Ausgewachsene Exemplare sind sehr winterhart und vertragen Temperaturen bis zu minus achzehn Grad Celsius. Voraussetzung für diese Frostverträglichkeit ist, dass die Pflanze über einen sehr trockenen, gegen Regen geschützten, Standort verfügt. Weil sie so winterhart ist, wird die robuste Pflanze auch in Deutschland ausgepflanzt. Sie ist als Zierpflanze an geschützten Standorten anzutreffen, zum Beispiel in sonnigen Gärten in den Weinbauregionen. Dort kann sie sich optimal entfalten und sehr alt werden.

 

Die blaue Palmlilie kann auch als Kübelpflanze gehalten werden. Sie sollte dann im Winter möglichst kühl aber frostfrei überwintert werden. Während des Winters benötigt sie keine Düngung und nur sehr wenig Wasser. Im Kübel wächst die Yucca rigida langsamer als im Gartenboden. Im Sommerhalbjahr, – also ab März oder April bis September oder Oktober – kann die Pflanze gedüngt werden, dies verstärkt das Wachstum und macht sie widerstandsfähiger gegenüber Krankheitserregern.

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Okt 18 2010

Sonnenblume

Category: Blumen,ZZ01admin @ 21:41

 


Die Sonnenblume (Helianthus annuus) ist eine beliebte Pflanze in mitteleuropäischen Gärten. Der wissenschaftliche Name kommt aus dem Griechischen. Er leitet sich ab von den Wörtern helios für Sonne und anthos für Blume. Diese Blume gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet hatte die Sonnenblume in Mittel- und Nordamerika. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde sie von spanischen Seefahrern nach Europa gebracht. Zuerst wurde sie hier als Zierpflanze kultiviert.

 Je nach Züchtung, können Sonnenblumen über 2 Meter hoch werden und Blüten bis 30 cm Durchmesser hervorbringen. Neben den bekannten leuchtend gelben Blütenfarben, gibt es auch Züchtungen mit braunroten und dunkelorangen Blüten. Ebenfalls gibt es mehrstielige Exemplare. Die Sonnenblume hält als Schnittblume besonders lange, wenn der Stiel der Blume kurz in kochendes Wasser gehalten wird.

 Die Knospe der Sonnenblume ist in der Nacht und am frühen Morgen nach Osten gerichtet. Im Tagesverlauf richtet sich die Pflanze mit Hilfe spezieller Zellen in Richtung Sonne aus. Diese Fähigkeit, sich dem Sonnenlicht zuzuwenden, bezeichnet man als Heliotropismus. Die Sonnenblume benötigt für optimales Wachstum einen nährstoffreichen Boden. Ebenfalls benötigt die Zierpflanze viel Wasser. Die Aussaat der Sonnenblumenkerne kann bereits Mitte bis Ende April erfolgen. Die Saattiefe beträgt 2 cm und der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte ca. einen halben Meter betragen. Es sollten 2 – 3 Sonnenblumenkerne pro Pflanzloch ausgesät werden. Je nach Temperatur dauert die Keimung zwischen 10 und 15 Tagen. Kurz vor der Blüte sollte die Pflanze mit Flüssigdünger gedüngt werden.

 Die Sonnenblume ist auch als Nutzpflanze von Bedeutung. Die Kerne dienen als Vogelfutter. Ebenfalls werden die Kerne zu Sonnenblumenöl verarbeitet. Pressrückstände dienen als Viehfutter. Sonnenblumenöl besteht überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren und enthält viele Vitamine. Dies ist der Grund, warum es sich bei dem Sonnenblumenöl um ein gesundes Nahrungsmittel handelt.

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Okt 08 2010

Aloe vera

Category: Heilpflanzen,ZZ01,ZZ03admin @ 00:16

 


Die Aloe vera, auch bekannt unter der Bezeichnung Echte Aloe oder Wüstenlilie, gewinnt als Heilpflanze an Bedeutung. Die Pflanze gehört zur Gattung der Aloen. Als Heilpflanze kann Aloe vera für die innere und äußere Anwendung genutzt werden.

Ursprünglich stammt die Wüstenlilie vermutlich aus Arabien. Die Heilpflanze ist verbreitet in subtropischen sowie tropischen Gebieten. Auch im Mittelmeerraum ist die Aloe vera inzwischen heimisch geworden. Neben der Verwendung als Heilpflanze, wird die Wüstenlilie auch als Zierpflanze angebaut. Die Aloe vera besitzt gelbe Blüten, die traubenförmig angeordnet sind. Der Blütenstand kann insgesamt bis zu knapp einem Meter lang werden. Die lanzettförmigen Blätter der Pflanze sind graugrün und besitzen eine glatte Oberfläche. Am Blattrand der bis zu einem halben Meter lang werdenden Blätter, befinden sich bis zu zwei mm lange starre Zähne.

Innerhalb der Wüstenlilien-Blätter befindet sich der Stoff, der die Aloe vera als Heilpflanze so interessant macht: Der Blattsaft der Aloe vera, der viele gesunde Inhaltsstoffe enthält. Aloe vera Gel wird äußerlich verwendet bei Neurodermitis und verschiedenen Hautbeschwerden. Außerdem wird das Gel verwendet bei Verbrennungen sowie Prellungen. Die genaue Wirkung wird noch wissenschaftlich untersucht. Die mutmaßlich heilkundlich wirksamen Bestandteile der Wüstenlilie enthalten Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Spurenelemente.

In Deutschland ist die Freilandhaltung der Aloe vera nicht üblich. Wegen des Winterfrostes wird die Wüstenlilie als Zimmerpflanze, Kübelpflanze oder Gewächshauspflanze gehalten. Temperaturen unterhalb von fünf Grad Celsius sollte man vermeiden. Die Pflanze bevorzugt einen hellen Platz am Fenster und kommt als sukkulentes Gewächs mit wenig Wasser aus. Trockene Luft wird von der Wüstenlilie gut toleriert. Aloe vera vermehrt sich über die Bildung von Kindel. Die Kindel können ab einer Größe von ca. zehn Zentimetern abgenommen, und eingetopft werden. Der beste Zeitpunkt hierfür ist das Frühjahr.

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Mai 14 2010

Hochbeet

Category: Gartengestaltung,ZZ01,ZZ04admin @ 16:25

 


Das Hochbeet ist eine besondere Beetform im Garten, die den Anbau von wärmeliebenden Pflanzen begünstigt. Besonders viele Sorten Gemüse finden im Hochbeet günstige Wachstumsbedingungen vor.

Aber Hochbeete haben noch weitere Vorteile. Durch ihre spezielle Form sind sie ein interessantes Element der Gartengestaltung. Die Pflege der Gemüsepflanzen und das Jäten von Unkraut im Hochbeet ist rückenschonend möglich. Deshalb sind Hochbeete besonders auch für ältere Hobbygärtner, die auf eine rückenschonende Arbeitsweise angewiesen sind, zu empfehlen. Nicht nur der Gartenbesitzer, auch das Gemüse im Hochbeet profitiert von dieser besonderen Art der Gartengestaltung bzw. Beetform. Das Gemüse ist durch den Anbau im Hochbeet sicher vor Schnecken. Gerade beim Anbau von Salat kann dies ein entscheidender Vorteil für die Pflanzen und den Ernteerfolg sein.

Wer handwerklich geschickt ist und genug Zeit für die Gartengestaltung hat, kann sein Hochbeet komplett selber bauen. Ansonsten gibt es im Gartenfachhandel vorgefertigte Bausätze für Hochbeete, die nur noch den Anweisungen entsprechend zusammengesetzt werden müssen. Ein Hochbeet ist etwa achtzig Zentimeter hoch und bis zu hundertfünfzig Zentimeter breit. Eine Breite von mehr als hundertfünfzig Zentimetern ist nicht zu empfehlen, weil man auch den mittleren Bereich im Hochbeet noch bequem von der Vorder- und Rückseite aus erreichen sollte. Damit sich die Gartenerde im Hochbeet hält, kleidet man Hochbeete an den Seiten mit Teichfolie aus. Auf den Boden wird ein engmaschiges Maschendrahtgeflecht ausgelegt, damit Ratten und Mäuse nicht von unten in das Beet eindringen, und das Gemüse auffressen können. Das Hochbeet sollte unten eine Drainageschicht, Kompost, und nach oben hin Gartenboden enthalten.

Sinnvoll ist es , wenn das Hochbeet nicht bis unter den Rand mit Gartenerde aufgefüllt wird. Das Gemüse kann so besser gewässert werden. Außerdem kann das Beet im Frühjahr mit einer Folie abgedeckt, und als Frühbeet für die Anzucht junger Gemüsepflanzen genutzt werden.

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Mai 10 2010

Steingartenpflanzen

Category: Blumen,ZZ01,ZZ04admin @ 12:53

 


Viele Hobbygärtner haben den Wunsch, ihren Garten möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Deshalb nutzen sie bewußt verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten im Garten. Ein wichtiges Gestaltungselement ist der Steingarten, der in vielen Gärten vorhanden ist. Zur Bepflanzung des Steingartens bieten sich verschiedene Pflanzen an, auf die hier näher eingegangen werden soll. Viele Steingärten werden in sonniger Lage errichtet, so dass sich dort besonders auch sukkulente Steingartenpflanzen wohl fühlen.

Bereits bei der Anlage des Steingartens gilt es zu bedenken, dass sich die Steingartenpflanzen im Laufe der Zeit ausbreiten werden. Deshalb sollte man die Pflanzen im Steingarten nicht zu dicht nebeneinander einpflanzen. Wenn es sich bei dem Steingarten nur um eine Anlage mit geringer Ausdehnung handelt, sollten auch die Steingartenpflanzen nicht zu gewaltig sein. In einem eher kleinen Garten sind Steingartenpflanzen wie Zwergweiden oder Hauswurz ideale pflanzliche Bewohner. Bei einem großzügig dimensionierten Steingarten hat der Hobbygärtner mehr gestalterische Möglichkeiten. Viele verschiedene Arten von Steingartenpflanzen können kombiniert werden, ohne dass es der einzelnen Pflanze im Garten zu eng wird. Damit es abwechslungsreicher wird, sollte man im Steingarten Stauden, sowie einjährige Pflanzen kombinieren. Dies gibt dem Hobbygärtner die Möglichkeit, verschiedene Bepflanzungsalternativen mit verschiedenen einjährigen Steingartenpflanzen auszuprobieren.

Als besonders reichblühend haben sich die Steingartenpflanzen Steinkraut und Blaukissen erwiesen. Diese Polsterstauden blühen im Frühjahr und breiten sich Jahr für Jahr im Steingarten aus. Botanische Tulpen sorgen für weitere Farbtupfer im Steingarten. Mittagsblume und Felsennelke sind ebenfalls geeignete Steingartenpflanzen für den Steingarten in sonniger Lage. Für das ganzjährige Grün sorgen Nadelgehölze, die sich auf steinigem Untergrund wohl fühlen. Gut geeignet für den Steingarten sind Wachholder, Lärche oder der Zwerglebensbaum. Für die Bodenbegrünung im Steingarten ist die Bepflanzung mit Efeu eine ästhestische Möglichkeit, um dieses Stück Garten zu begrünen.

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Mai 06 2010

Rasenmäher

Category: Gartengeräte und Zubehör,ZZ01,ZZ04admin @ 17:21

 


Es gibt kaum einen Garten, der keinen Rasen hat. Damit das satte Grün auch in Form bleibt, benötigt der Hobbygärtner verschiedene Gartengeräte und Gartenzubehör. Dabei denkt man natürlich zuerst an den Rasenmäher.

Bevor ein Rasenmäher zur Rasenpflege angeschafft wird, sollte man sich ein paar Gedanken über Größe und Beschaffenheit des Rasens machen. Die individuell richtige Entscheidung, welche Art von Rasenmäher man kauft, hängt aber auch von der eigenen Kondition und persönlichen Präferenzen ab.

Gartenbesitzer mit guter körperlicher Kondition, die einen nur kleinen Rasen besitzen, denken über einen mechanischen Rasenmäher nach. So ein Handrasenmäher ist für Rasenflächen bis ungefähr einhundert Quadratmeter geeignet. Der mechanische Rasenmäher ist leise und schont die Umwelt. Schließlich verbraucht er weder Benzin noch Strom beim Rasenmähen. Das ist nicht nur umweltverträglich, sondern spart auch Folgekosten. Die meisten mechanischen Rasenmäher sind darüber hinaus wartungsarm und halten sehr lange, oft ein Gärtnerleben lang.

Wenn sich im Garten ein größerer Rasen befindet, greifen die meisten Hobbygärtner auf einen Elektrorasenmäher, einen Benzinrasenmäher oder einen Akkurasenmäher zurück. Das Rasenmähen mit dem mechanischen Rasenmäher wäre bei einem großen Rasen für viele Gartenbesitzer zu zeitintensiv und mühsam. Die praktische Handhabung von Elektrorasenmäher, Benzinrasenmäher oder Akkurasenmäher sind ein wichtiger Grund, warum sich Gartenfreunde für diese moderne Variante zum Mähen des Rasens entscheiden.

Doch es gibt auch Rasen, in denen reicht ein Elektromäher, Benzinmäher oder Akkumäher nicht mehr aus. Hier ist dann der Rasenmähertraktor, auch unter dem Begriff Aufsitzmäher oder Rasentraktor bekannt, gefragt. Zu Beachten ist, dass so ein Aufsitzmäher wegen der breiten Schnittfläche nicht nur viel wegschafft, sondern auch Platz zum Manövrieren benötigt. Der Rasen, der mit dem Rasenmähertraktor gemäht werden soll, darf deshalb nicht zu verwinkelt sein.

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Apr 27 2010

Gründüngung

Category: Nutzpflanzen,ZZ01,ZZ04admin @ 13:00

 


Um den Gartenboden im Frühling zu beleben, bietet sich die Gründüngung als geeignete Methode an. Mittels Gründüngung wird die Fruchtbarkeit des Gartenbodens verbessert. Aber nicht nur im Frühjahr, sondern auch ganzjährig auf brachliegenden Gartenflächen, kann der Hobbygärtner mit Hilfe der Gründüngung die Bodenstruktur sowie den Nährstoffgehalt des Gartenbodens verbessern.

Die Gründüngung besteht nicht aus einem handelsüblichen Dünger, der besonders umweltverträglich ist, auch wenn man dies zuerst bei dem Schlagwort Gründüngung denken könnte. Vielmehr werden besondere Gründüngungspflanzen angebaut, die die Struktur des Bodens verbessern. Durch die Wurzeln der Gründüngungspflanzen wird der Boden aufgelockert. Dies ist besonders bei Gründüngungspflanzen wie Lupinen oder Sonnenblumen der Fall. Der aufgelockerte Boden kann das Regenwasser im Garten besser speichern, was den Zierpflanzen und Nutzpflanzen im Garten unmittelbar zugute kommt. Als Dünger der besonderen Art wirken sogenannte Leguminosen. Das sind Pflanzen, die den Gartenboden mit Hilfe von Symbiose (hier: Schmarotzergemeinschaft der Gründüngungspflanzen mit Knöllchenbakterien) mit Stickstoff anreichern. Als wichtige Stickstofflieferanten für die Düngung in Form von Gründüngung sind vor allem roter Klee und Lupinen. Auch Erbsen oder Bohnen zählen zu den Leguminosen und tragen zur Versorgung des Gartenbodens mit Stickstoff bei.

Bei der Gründüngung sollte man dafür Sorge tragen, dass Gründüngungspflanzen dergleichen Pflanzenfamilie nicht in aufeinanderfolgenden Jahren an derselben Stelle im Garten angebaut werden. Dadurch können viele Pflanzenkrankheiten, wie beispielsweise die Kohlhernie, vermieden werden. Viele Gründüngungspflanzen, wie die langblühende Phacelia, bieten einen weiteren Nutzen für den Hobbygärtner. In Verbindung mit Gemüsepflanzen oder Obstbäumen gepflanzt, lockt sie durch ihre Blüte viele Bienen an, die dann Obstbäume oder Gemüsepflanzen bestäuben. Phacelia hat einen weiteren Vorteil. Weil Phacelia fruchtfolgeneutral ist, kann man diese Gründüngungspflanzen vor beliebigen Gemüsekulturen aussäen.

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Apr 26 2010

Brennnessel

Category: Wildpflanzen,ZZ01,ZZ04admin @ 12:35

 


Die Brennnessel ist Wildpflanze, Heilpflanze, Nutzpflanze und Unkraut zugleich. Grund genug, um die vielseitige Pflanze Brennnessel einmal genauer anzuschauen.

Viele Hobbygärtner kennen die Brennnessel im eigenen Garten. In mit Blumen und Sträuchern wenig besiedelten Ecken des Gartens, breiten sich Brennesseln aus. Die Brennnessel ist im Garten oftmals nicht gern gesehen. Hobbygärtner haben Bedenken, dass sich Familienmitglieder an den Pflanzen verletzen können. Brennnesseln (Urtica) kommen im mittleren Europa in vier unterschiedlichen Arten vor. Allen Brennesseln ist gemeinsam, dass sie Brennhaare besitzen, an denen man sich empfindlich verbrennen kann. Insofern ist die Skepsis der Hobbygärtner berechtigt.

Doch die Brennnessel ist viel mehr, als eine krautige Pflanze mit Brennhaaren. Man muss sie nur richtig einsetzen. Als Nutzpflanze kann die Wildpflanze Brennnessel ähnlich dem Spinat verwendet werden. Wegen des hohen Vitamingehaltes werden besonders die jungen Triebe der Brennnesselpflanze als Gemüse genutzt, ähnlich dem Spinat. Bei richtiger Zubereitung (kochen) ist von den Brennhaaren beim Verzehr nichts mehr zu merken. Die Pflanze ist eine Delikatesse, die bei Feinschmeckern immer mehr Anhänger findet. Aber nicht nur bei Menschen, auch bei Tieren, dient die Brennnessel als Nahrungsquelle. Viele Raupen ernähren sich von Brennnesseln, bevor sie sich zu bunten Schmetterlingen ernähren. Somit nehmen Brennnesseln eine wichtige Funktion in der Nahrungskette ein.

Als Heilpflanze wird der Brennnessel nachgesagt, dass sie, als Tee genossen, entschlackend wirken soll. Ebenso wird die Brennessel als Extrakt in Haarwassern verwendet, mit dem Ziel, die Kopfhaut zu beleben und Schuppenbefall zu mindern. Wenn man bedenkt, dass Brennnesselpflanzen einen derart breiten Einsatzbereich haben, sollte man sie nicht als Unkraut betrachten. Vielmehr sollte man Brennnesseln als Wildpflanzen bzw. nicht alltägliches Gemüse in den Speiseplan einbeziehen. Wer Brennnesseln nicht als Gemüse mag, kann Brennnesselsud zur Vernichtung von Blattläusen herstellen.

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Apr 23 2010

Fleischfressende Pflanzen

Category: Zimmerpflanzen,ZZ01,ZZ04admin @ 17:50

 


Wer Ausschau nach einer besonderen Zimmerpflanze hält, die nicht jeder Pflanzenliebhaber auf seiner Fensterbank hat, sollte sich über fleischfressende Pflanzen informieren.

Der Name fleischfressende Pflanzen hört sich erst einmal spektakulär an. Natürlich geht für den Menschen keine Gefahr von fleischfressenden Pflanzen, auch unter der Bezeichnung Karnivoren bekannt, aus. Vielmehr benötigt die fleischfressende Pflanze Stickstoff, den sie durch das Verdauen von kleinen Fliegen und anderen Insekten erhält. Als Zimmerpflanze finden häufig die Venusfliegenfalle und der Sonnentau Verwendung. Die Art und Weise, wie diese Karnivoren ihre Beute einfangen, ist unterschiedlich.

Die Venusfliegenfalle, welche ursprünglich aus den USA stammt, fängt ihre Beutetiere mit Hilfe einer Klappfalle. Wenn sich eine Fliege auf das Fangblatt der Venusfliegenfalle setzt, dann schnappt dieses durch den Bewegungsreiz blitzschnell zu. Das Insekt wird dann in der zugeklappten Falle verdaut, so dass eine Versorgung mit den lebensnotwendigen Stoffen für fleischfressende Pflanzen stattfinden kann. Der Sonnentau benutzt eine andere Methode, um Futterinsekten einzufangen. Und zwar besitzen fleischfressende Pflanzen der Gattung Sonnentau Blätter, die mit klebrigen Drüsen bestückt sind. Insekten, die sich auf diese Klebedrüsen-Blätter setzen, können den Karnivoren nicht mehr entkommen und dienen ihnen als stickstoffhaltige Nahrung. Insbesondere wenn Fruchtfliegen den Haushalt unsicher machen, können zwei bis drei Karnivoren der Gattung Sonnentau ausreichen, um Abhilfe zu schaffen. Auf den Kauf einer Fruchtfliegenfalle, die einen unangenehmen Essiggeruch ausdünstet, kann dadurch verzichtet werden.

Die Vermehrung von Karnivoren ist auch auf der Fensterbank, und nicht nur in Spezialgärtnereien, möglich. Die Venusfliegenfalle und Sonnentau können über Blattstecklinge vermehrt werden, viele Arten der Karnivoren bilden auch Ableger, die man bequem durch Teilung komplett entnehmen kann.

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Apr 17 2010

Stauden

Category: Blumen,ZZ01,ZZ04admin @ 12:04

 


Unter dem Begriff Stauden werden mehrjährige Pflanzen zusammengefasst, die nicht verholzen. Dies unterscheidet die Stauden von den Sträuchern und Bäumen, die man zu den verholzenden Pflanzen zählt. Der Begriff Staude kommt aus dem Mittelhochdeutschen, er geht auf das Wort „Stude” zurück.

Bei den Stauden ist es üblich, dass die krautigen Pflanzen im Herbst absterben. Im nächsten Frühjahr, also zur darauf folgenden Vegetationsperiode, treiben die Pflanzen wieder aus. Die Staude überwintert, je nach Art, in verschiedenen Formen, zum Beispiel mit Hilfe von Knollen oder Wurzeln, sowie Zwiebeln. Dabei werden auch winterharte Farne zu den Stauden gezählt. Eine starre Abgrenzung, was nun eine Staude ist, oder nicht, gibt es nicht. Wichtig ist das Kriterium der Mehrjährigkeit, sowie das immer neue Austreiben nach der Winterruhe der Staude.

Nicht nur in europäischen Gärten, sondern auch in den Tropen gibt es Stauden. Zu nennen sind hierbei die immergrünen Bananen, die Jahr für Jahr neue Früchte bilden. Einige winterharte Bananenarten gedeihen auch in deutschen Gärten. Besonders in klimatisch milden Regionen, in denen auch Wein angebaut wird, fühlen sich diese exotischen Stauden wohl. Aber nicht nur Hobbygärtner, die sich für exotische Pflanzen interessieren, finden eine interessante Auswahl an Stauden für den Garten. Vielmehr gibt es auch mehrjährige Stauden die als weniger exotische Pflanzen, beispielsweise für den Steingarten, geeignet sind. Zu nennen sind hierfür insbesondere das Steinkraut oder Blaukissen, sowie die Schleifenblume, die man ebenfalls als Staude bezeichnen kann. Insgesamt ist die Staude aus der Gartengestaltung nicht wegzudenken. Auch in der Gestaltung von Freiflächen im Garten spielt die Staude eine wichtige Rolle. Hier ist besonders an die prächtig gelb blühende Königskerze oder an die Kamille zu denken.

Weil die Staude mehrjährig ist, bietet sie bei der Gartengestaltung eine gewisse Planungssicherheit. Auch bekannte Prachtstauden, wie Rittersporn, Sonnenbraut oder Phlox, können hervorragend mit ein- oder zweijährigen Gartenpflanzen im Beet kombiniert werden.

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Apr 09 2010

Gehölzunterpflanzung

Category: Gartengestaltung,ZZ01,ZZ04admin @ 11:37

 


Damit es unter Gehölzen nicht karg und leer aussieht, sollte man auch diese Stellen im Garten bei der Bepflanzung im Auge behalten. Zur Gehölzunterpflanzung sind viele schattenliebenden Pflanzen oder Pflanzen für halbschattige Standorte geeignet.

Als Bodendecker für die Gehölzunterpflanzung sind beispielsweise Pflanzen geeignet, die mit der Zeit verwildern. Die Pflanzen breiten sich nach und nach aus, so dass sie immer mehr Raum unter den Gehölzen einnehmen, ohne dass der Hobbygärtner erneut nachpflanzen muss. Auch ist es wichtig, dass nicht nur eine einzige Art Bodendecker gepflanzt wird. Man sollte verschiedene Pflanzenarten zur Gehölzunterpflanzung kombinieren. So besteht die Chance, dass zu unterschiedlichen Jahreszeiten Blüten vorhanden sind.

Für die Gehölzunterpflanzung kommen im ausklingenden Winter beispielsweise Schneeglöckchen oder Wildkrokusse in Frage. Diese neigen zur Horstbildung. Einige Jahre nach dem Auspflanzen findet man bereits viele Exemplare dieser interessanten Frühjahresblüher unter den Gehölzen im Garten verteilt. Unter manchen Nadelgehölzen und bei entsprechender Bodenbeschaffenheit fühlt sich Heidekraut wohl. Auch hier kann man bei der Gehölzunterpflanzung gut kombinieren. Als Bodendecker kommen hier Heidekrautgewächse mit unterschiedlichen Blütezeiten in Frage, so dass es farblich nie langweilig wird. Aber nicht nur mit farbigen Blüten kann man Farbe in den Garten bringen. Es gibt auch Bodendecker, die allein durch ihre markante Blattfärbung auffallen. Dies ist bei Funkien (Hosta) der Fall. Diese Blattschmuckstauden sind unkompliziert, sehr winterhart und als Bodendecker bestens geeignet. Funkien gibt es mit panaschierten Blättern, mit grün-weißer Färbung. Aber auch die einfarbigen Hosta-Arten haben ihren Reiz. Wenn man die Stauden zur Gehölzunterpflanzung gruppiert, kommen die weißen Blüten der Funkien besonders zur Geltung.

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Apr 04 2010

Chili

Category: Balkon- und Kübelpflanzen,ZZ01,ZZ04admin @ 11:11

 


Genauso wie Paprika, gehört Chili zur Gattung Capsicum. Die Pflanzen stammen ursprünglich aus dem südlichen sowie mittleren Amerika, haben aber mit der Zeit auch in Europa immer mehr Freunde gefunden.

Wer den Begriff Chili hört, assoziiert diesen unwillkürlich mit scharf. Es gibt sehr viele Sorten Chili, die ausgesprochen scharf sind. Das liegt am Inhaltsstoff Capsaicin, der in den Pflanzen enthalten ist, und ihnen die Schärfe (Grad 0 bis 10) verleiht. Die verschiedenen Arten Chili unterscheiden sich nicht nur in der Schärfe, sondern auch im Aussehen. Die meisten Arten sind lang gestreckt und haben die Farben grün, gelb, orange oder rot. Durch die interessante Form und Farbe der Früchte sind die Pflanzen nicht nur Nutzpflanzen, sondern auch Dekoration auf der Fensterbank oder auf dem Balkon bzw. auf der Terrasse. Weil Chili ursprünglich aus wärmeren Regionen stammt, verträgt die Pflanze keine Minusgrade. Deshalb sollte man Chilis auf der Fensterbank heranziehen und die Pflanzen frühestens im Mai, nach den Eisheiligen, auf Balkon oder Terrasse stellen.

Wer sich für Chili interessiert, hat die Qual der Wahl. Es gibt inzwischen viele Sämereiangebote von Gartenbaubetrieben oder Tauschbörsen, die unterschiedliche Arten von Chili anbieten. Zum Einstieg kann man zwei oder drei Arten Chili antesten, um herauszufinden, wie man mit der Anzucht der verschiedenen Pflanzen, sowie unterschiedlichen Schärfegraden, zurechtkommt. Die Chilisamen können für zwei Stunden in lauwarmen Wasser vorgequollen werden. Dies ist aber nicht zwingend erforderlich. Bei der Aussaat ist wichtig, dass die Samen nur ganz leicht mit Erde bedeckt werden. Nach ein bis eher zwei Wochen (je nach Umgebungstemperatur) gehen die ersten Chili Samen auf. Wenn sich die ersten Blätter gebildet haben, können die Pflanzen jeweils in größere Töpfe umgetopft werden. Bei ausreichenden Umgebungstemperaturen kann die Chili dann im Freien gehalten werden. Dort werden die weißen Blüten von Insekten bestäubt, so dass sich die Früchte an den Pflanzen entwickeln können.

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Mrz 29 2010

Moos im Rasen

Category: Gartengestaltung,ZZ01,ZZ04admin @ 21:03

 


Die Gartensaison beginnt, und so mancher Gartenbesitzer betrachtet mit Sorge den Zustand des Rasens, nachdem der Schnee abgetaut ist: Es ist Moos im Rasen. Wie kommt es dazu, dass sich das Moos im Rasen ausbreiten kann und was kann man dagegen tun?

Um die Moosschicht schnell aus dem Rasen zu entfernen, bietet sich als Sofortmaßnahme der Einsatz von Moosvernichter in Verbindung mit Rasendünger an. Dabei werden die Substanzen mit Hilfe eines Streuwagens gleichmäßig auf dem Rasen verteilt.

Für Moos im Rasen können mehrere Umstände verantwortlich sein. Bei der Rasenpflege ist es wichtig, dass der Rasen nicht zu tief mit dem Rasenmäher gemäht wird. Die zu tief gemähten Gräser können sich nur schlecht entwickeln. Das hat zur Folge, dass sich das Moos zwischen den Rasengräsern ungehindert ausbreiten kann. Also sollte der Rasenmäher auf eine Schnitthöhe von nicht weniger als 3,5 cm, für Schattenrasen 4,5 cm, eingestellt werden.

Als weitere Ursache kommt eine Verfilzung des Rasens in Frage. Dieser kann man mit dem Vertikutierer vorbeugen. Der Rasen wird beim sachgerechten Vertikutieren gelüftet, das Moos wird dabei entfernt. Als beste Zeit zum Vertikutieren eignen sich März und September.

Wenn sich das Moos hauptsächlich in schattigen Bereichen ausbreitet, deutet dies auf mangelnde Schattenverträglichkeit des Rasens hin. Es gibt speziellen Schattenrasen, dessen Gräser sich auch in schattiger Lage gut entwickeln, so dass es dort nicht zur Moosbildung kommt.

Falls der ph-Wert des Bodens im zu sauren Bereich liegt, kann auch dies eine Ursache für das Moos im Rasen sein. Dagegen hilft Kalk. Wichtig ist, dass man nicht zuviel Kalk streut, denn dies kann zu einem zu hohen ph-Wert führen. Dadurch kann das Gras im Rasen nur noch unzureichend Eisen aufnehmen.

Ein stark verdichteter Untergrund kann ebenfalls Moosbildung im Rasen begünstigen. In diesem ungünstigen Fall ist eine komplette Rasenneuanlage mit vorheriger Lockerung des Bodens angezeigt. Damit es schneller wieder grün wird im Garten, kann man beispielsweise auf Rollrasen zurückgreifen.

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Mrz 22 2010

Urweltpflanzen

Category: Bäume und Sträucher,ZZ01,ZZ03admin @ 17:16

 


Unter Urweltpflanzen versteht man lebende Fossilien aus der Pflanzenwelt. Dabei handelt es sich um Pflanzenarten, die es bereits seit Urzeiten gibt, und die auch heute noch wachsen und gedeihen.

Zu den Urweltpflanzen zählt man beispielsweise den Mammutbaum (Sequoia). Es gibt drei verschiedene Mammutbaumarten. Dies sind der Küstenmammutbaum, der Riesenmammutbaum sowie der Urweltmammutbaum. Allen Mammutbäumen gemeinsam ist, dass sie eine dicke Rinde besitzen, die die Urwaldpflanzen vor Waldbränden schützt. Der Mammutbaum gehört zu den Nadelbäumen, genau genommen zu den Zypressengewächsen. In Kalifornien gibt es Exemplare, die mehr als dreitausend Jahre alt sind. Die dort wachsenden Bäume haben den immer wieder vorkommenden Waldbränden getrotzt und gigantische Ausmaße angenommen. Ein sehr alter Mammutbaum der Art Riesenmammutbaum kann ohne weiteres einhundert Meter hoch werden und einen Stammdurchmesser von zehn Metern aufweisen. Doch bis der Mammutbaum diese Höhe erreicht, vergeht viel Zeit. Die Urweltpflanzen sind deshalb als Zierbäume für den Garten durchaus geeignet. Dabei kann man mit etwas Geduld die archaischen Pflanzen aus Samen selber heranziehen. Wichtig ist, dass die Samen vom Mammutbaum vor der Aussaat für ca. zwei Wochen in den Kühlschrank gepackt werden. Durch die Kälte wird ein Winter simuliert. Erst danach keimen die Samen dieser Urweltpflanzen.

Ebenfalls zu den Urweltpflanzen zählt der aus China stammende Ginkgo (Ginkgo biloba), der als Zierbaum in Parks und im Garten angepflanzt wird. Extrakte aus dem Blatt dieser Urweltpflanzen werden zur Behandlung von Demenz eingesetzt. Dabei ist die Wirkung dieser pflanzlichen Medizin aus dem Ginkgo biloba nicht unumstritten.

Auch zu den Urweltpflanzen zählt die erst 1994 in Australien wiederentdeckte Art Wollemie (Wollemia nobilis). Das immergrüne Koniferengewächs galt seit Millionen von Jahren als ausgestorben. Nachdem die seltenen Bäume zunächst in einigen Botanischen Gärten angesiedelt wurden, trifft man nun auch in privaten Gärten auf Exemplare der Art Wollemie.

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Mrz 16 2010

Kakteen

Category: Zimmerpflanzen,ZZ01,ZZ03admin @ 19:32

 


Die Kakteen im engeren Sinne gehören zur Familie der Kakteengewächse. Die sukkulenten Pflanzen sind mehrjährig und besitzen Dornen. Ursprünglich stammen Kakteen aus Amerika. Als Zimmerpflanze hat der Kaktus aber bereits seit vielen Jahren das Herz von europäischen Pflanzenfreunden erobert.

Die meisten Kakteen benötigen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. In den Wintermonaten dagegen sollte man den Pflanzen eine Winterruhe gönnen. Sie benötigen in den 3 Wintermonaten weniger Sonnenlicht. Desweiteren kommen die Kakteen mit niedrigeren Temperaturen aus und sollten nur sehr, sehr sparsam gegossen werden. Ein idealer Platz für die Pflanzen kann beispielsweise der helle, kühle Hauswirtschaftsraum sein. Während der Winterruhe sollten die Kakteen regelmäßig auf Schädlingsbefall untersucht werden. Nach der Ruhephase darf ein Kaktus nicht gleich in die pralle Sonne gestellt werden. Vielmehr sollten Kakteen erst einmal an einem halbschattigen Standort auf den kommenden Sommer eingestimmt werden. Der Frühling ist auch der richtige Zeitpunkt, um mit der Düngung zu beginnen. Je langsamer die Kakteen wachsen, desto weniger Dünger wird benötigt, z. B. zwei oder drei Düngungen pro Wachstumsphase mit handelsüblichem Kakteendünger.

Alle ein bis drei Jahre sollten Kakteen umgetopft werden. Der Kaktus kann am besten aus dem Topf gelöst werden, wenn die Kakteenerde trocken ist, z. B. nach der Winterruhe. Besonders stachelige Exemplare können mit Hilfe einer Zange oder mit einem Arbeitshandschuh aus dem Topf gelöst werden. In den neuen, größeren Pflanztopf wird zuerst eine Drainageschicht gefüllt, damit sich kein Wasser stauen kann. Danach füllt man Kakteenerde auf und pflanzt den Kaktus ein.

Wer Kakteen selber ziehen möchte, kann dies entweder durch Stecklingsvermehrung oder mit Hilfe von Kakteensamen bewerkstelligen. Die Anzucht der kleinen Pflänzchen ist nicht nur interessant, man vermeidet auch die Einschleppung eventueller Kakteenkrankheiten durch den Zukauf fremder Kakteen.

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Mrz 12 2010

Schneeglöckchen

Category: Blumen,ZZ01,ZZ03admin @ 09:11

 


Die im Vorfrühling blühenden Schneeglöckchen (Galanthus) gehören zur Pflanzenfamilie der Amaryllisgewächse. Insgesamt kennt man ca. zwanzig verschiedene Schneeglöckchenarten, die aber nicht alle in Deutschland beheimatet sind. In Asien und Nordamerika sind die frühblühenden Zwiebelpflanzen ebenfalls verbreitet.

Die Pflanzen haben eine weiße Blüte, welche zwischen Februar und April als Frühlingsbote in Erscheinung tritt. Es kommt vor, dass die Schneeglöckchen austreiben, wenn noch Schnee liegt. Doch durch Eis und Kälte lassen sie sich nicht beirren. Vielmehr sind die Schneeglöckchen in der Lage, durch Stoffwechselvorgänge in der Zwiebel der Pflanze Wärmeenergie freizusetzen. Durch diese Biowärme sind die zierlichen Pflanzen in der Lage, den Schnee in der unmittelbaren Umgebung zum Schmelzen zu bringen. Besonders wohl fühlen sich die einheimischen Schneeglöckchen unter Gehölzen an einem halbschattigen Standort. Die Zwiebelpflanzen sind, genauso wie Krokusse, zum Verwildern geeignet. Wenn die bis zu fünfzehn Zentimeter hoch werdenden Schneeglöckchen über mehrere Jahre an einem geeigneten Platz im Garten verbracht haben, bilden sie dichte Horste. Wer die Schneeglöckchen auch an weiteren Standorten im Garten ansiedeln möchte, kann dies durch Aussaat der Samen oder durch Teilung der Horste bzw. Entnahme von Zwiebeln bewerkstelligen. Der beste Entnahmezeitpunkt hierzu ist gleich nach der Blüte. Da die Zwiebeln empfindlich sind, sollten sie gleich wieder eingepflanzt werden, um ein Austrocknen zu vermeiden.

Außer zur Gehölzunterpflanzung im Garten werden Schneeglöckchen auch als Schnittblumen gerne genutzt. Weil die Zwiebelpflanzen giftige Alkaloide enthalten, sollte man nach dem Pflücken der Blumen die Hände waschen. Bei empfindlichen Menschen könnten sonst Magen-Darm-Irritationen auftreten, wenn das Gift mit den Schleimhäuten in Berührung kommt. Aber das Schneeglöckchen hat auch eine Funktion in der Medizin: Der im Schneeglöckchen (und auch in der Narzisse) enthaltene Wirkstoff Galanthamin wird in Alzheimer-Medikation verwendet.

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Mrz 02 2010

Hydrokultur

Category: Zimmerpflanzen,ZZ01,ZZ03admin @ 13:17

 


Viele Zimmerpflanzen fühlen sich nicht nur in organischer Pflanzenerde wohl. Es gibt auch die Möglichkeit, Zimmerpflanzen in Hydrokultur zu halten. Die Wurzeln der Pflanze befinden sich dabei in einem meist braunen anorganischen Substrat, das sicher jeder schon einmal, z. B. in Büroräumen oder Hotels, gesehen hat.

Die Pflege von Zimmerpflanzen in Hydrokultur ist einfach zu bewerkstelligen. Das für die Hydrokultur benötigte Tongranulat ist geruchsneutral und krümelt nicht. Häufiges Umtopfen der Hydrokulturpflanzen ist nicht nötig. Mit Hilfe eines Wasserstandsanzeigers erkennt man genau, wann die Pflanze gegossen werden muss. Erst wenn die Minimummarke am Wasserstandsanzeiger unterschritten ist, muss wieder Wasser nachgegossen werden, bis der optimale Bereich erreicht ist. Vor dem Antritt einer Urlaubsreise kann das Wasser für die Zimmerpflanzen zugegossen werden, bis der Wasserstandsanzeiger auf Maximum steht. Wer sich für die Hydrokultur entscheidet, braucht nicht Freunde oder Nachbarn zu bitten, sich um die Pflanzen zu kümmern, sondern kann die Zimmerpflanzen ruhig zwei Wochen „unbeaufsichtigt” lassen.

Wie andere Zimmerpflanzen auch, müssen Hydrokulturpflanzen gedüngt werden. Hierzu verwendet man am besten Langzeitdünger. Der Langzeitdünger ist ein Ionenaustauschdünger. Von den Hydrokulturpflanzen nicht benötigte Ionen werden ausgetauscht gegen für die Pflanzen nützliche Nährstoffe. Dabei ist es normalerweise ausreichend, wenn die Pflanzen in Hydrokultur alle vier bis sechs Monate einmal gedüngt werden.

Neben den oben aufgeführten Vorteilen, hat die Haltung der Zimmerpflanzen als Hydrokulturpflanzen den Nachteil, dass nicht alle Pflanzen für die Hydrokultur geeignet sind. Dies trifft beispielsweise auf Zimmerpflanzen zu, die auf Feuchtigkeit empflindlich reagieren. Ausserdem sind die Kosten für die Hydrokultur höher als die Kosten bei Zimmerpflanzenhaltung in organischer Erde. Ob man sich nun für Hydrokultur oder Haltung in Erde entscheiden sollte, hängt von der Art der Pflanzen und den persönlichen Präferenzen ab.

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Feb 19 2010

Krokus

Category: Blumen,ZZ01,ZZ03admin @ 17:03

 


Der Frühlings-Krokus (Crocus vernus) gehört zur Gattung der Krokusse, sowie zur Pflanzenfamilie der Schwertliliengewächse. Die zu den Frühlingsblühern gehörende Pflanze kann eine Höhe von bis zu fünfzehn Zentimetern erreichen.

Besonders als Farbtupfer auf dem Rasen oder unter Gehölzen, wenn der letzte Schnee geschmolzen ist, sind Krokusse schön anzusehen. Dabei ist Krokus nicht gleich Krokus. Während Crocus vernus in weißer oder violetter Farbe blüht, gibt es unter den mehr als achzig Krokusarten auch mehrfarbige, eierschalfarbene oder leuchtend gelbe Exemplare. Der aus dem nördlichen Italien stammende Silberlack-Krokus wird gerne als Steingartenpflanze eingesetzt. Der goldgelbe Crocus flavus ist ebenfalls als Steingartenpflanze geeignet, fühlt sich aber auch unter Gehölzen wohl.

Noch vor Crocus vernus blühen die Wildkrokusse im Garten. Wildkrokusse sind besonders geeignet, wenn man Krokusse verwildern möchte. Die kleinblumigen Pflanzen vermehren sich besonders stark. Die Krokusblüte von ca. fünf Millionen Wildkrokussen der Art Crocus napolitanus kann man alljährlich im Husumer Schlosspark erleben. Krokusse bilden mit den Jahren dicht besiedelte Horste. Wichtig ist, dass das Laub der Krokusse nach dem Verblühen nicht einfach abmäht oder abpflückt wird. Erst im Frühsommer sollte das Laub der inzwischen verwelkten Frühjahresblüher entfernt werden. Denn mittels Photosynthese kann der Krokuss noch Nährstoffe aus dem Laub ziehen.

Der Krokus ist nicht nur Zierpflanze im Garten, das Gewächs wird auch in der Gewürzindustrie genutzt. Für die kommerzielle Nutzung ist der Safrankrokus (Crocus sativus) bekannt. Dieser Krokus zählt jedoch nicht zu den Frühlingsblühern. Der Safrankrokus blüht im Herbst. Während der kurzen Blütezeit wird aus seinen Staubblättern das kostbare Gewürz Safran gwonnen. Weil Safran mühsam per Hand geerntet wird, und die tägliche Ausbeute entsprechend gering ist, zählt Safran zu den teuersten Gewürzen überhaupt. Neben der Verwendung als Gewürz, wird Safran auch als Färbemittel genutzt.

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Feb 14 2010

Vorratshaltung

Category: Haushalt,ZZ01,ZZ03admin @ 22:40

 


Oft kommt es vor, dass Gartenfreunde das selbst geerntete Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten nicht zeitnah verzehren können oder wollen. In diesem Fall ist es wichtig, geeignete Methoden zu kennen, um die geernteten Kostbarkeiten aus dem eigenen Garten haltbar zu machen.

Wer über einen Keller verfügt, hat die Möglichkeit der Einlagerung, beispielsweise von Karotten oder Kartoffeln aus dem eigenen Garten. Kartoffeln sollten dunkel und luftig, auf jeden Fall frostfrei, gelagert werden. Zu Beachten ist, dass Kartoffeln nicht zusammen mit Obst gelagert werden. Sowohl Kartoffeln, als auch Obst dünsten Gase aus, die sich gegenseitig ungünstig bezüglich der Haltbarkeit beeinflussen. Ganz wichtig ist auch, dass Obst oder Gemüse vor der Einlagerung auf Beschädigungen oder Krankheitsanzeichen untersucht wird.

Wer keinen Keller besitzt, kann Gemüse auch direkt im Garten einmieten. Dazu wird eine ca. siebzig Zentimeter tiefe Gartengrube als Gemüsemiete in der Nähe des Hauses ausgehoben. Der Aushub wird rechts und links der Gemüsemiete platziert. Er dient als Auflage für den Holzdeckel der Miete, der das Gemüse vor Temperaturschwankungen schützen soll. In der Grube darf sich kein Grundwasser stauen. Auf dem Boden wird ein Lattenrost gelegt. Dort kann Wurzelgemüse und Kohl gelagert werden. Um die Grube im Garten vor Ratten und Mäusen zu schützen, wird sie mit einem Maschendraht abgedeckt.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Gemüse und Obst durch Dörren haltbar zu machen. Eine weitere Möglichkeit ist das Einsäuern von Gemüse. Diese Methode wird bei der Herstellung von Sauerkraut aus Weißkohl angewandt. Desweiteren können Früchte durch Sterilisation im Dampfdrucktopf länger haltbar gemacht werden. Vitamine bleiben dabei weitestgehend erhalten. Die Methode des Heisseinfüllens wird für die Herstellung von Konfitüre sowie Marmelade verwendet und ist wohl die bekannteste Maßnahme, um Obst aus dem eignen Garten haltbar zu machen. Für welche Methode der Vorratshaltung von Obst und Gemüse man sich entscheidet, hängt nicht zuletzt von zeitlichen und räumlichen Vorgaben ab.

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Feb 14 2010

Jungpflanzen

Category: Nutzpflanzen,ZZ01,ZZ03admin @ 13:55

 


Längst bevor sich der Winter dem Ende zuneigt und der Frühling zu erahnen ist, denken Gartenfreunde über die Aussaat der ersten Pflanzen nach. Auch bei noch winterlichen Temperaturen im Garten ist die Aussaat einiger Pflanzen bereits im Januar oder Februar auf dem Fensterbrett möglich.

Das Heranziehen eigener Jungpflanzen ist nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht interessant, weil der Samen der Pflanzen billiger ist als der Erwerb von Jungpflanzen. Die Arbeit der Aussaat macht auch Spaß: Zuerst einmal werden die Pflanzenarten ausgesucht, die auf der Fensterbank ausgesät und zu Jungpflanzen herangezogen werden sollen. Wenn es noch früh im Jahr ist, also im Januar oder Februar, kann man mit Tomaten, Paprika sowie Chilli beginnen. Für die Anzucht sind konventionelle Blumentöpfe oder auch ein Zimmergewächshaus geeignet. Wichtig ist, dass die Samen in keimfreie Aussaaterde gesteckt werden. Eine Aussaattiefe von ca. einem Zentimeter ist ausreichend. Dabei können die Samen von Tomate, Paprika und Chilli im selben Zimmergewächshaus oder auch in verschiedenen Blumentöpfen ausgesät werden. Nach der Aussaat sollte die Erde gegossen werden. Das Zimmergewächshaus wird nach dem Giessen mit dem Deckel verschlossen. Blumentöpfe können mit einer Schicht Klarsichtfolie, die mit einem Gummiband befestigt wird, abgedeckt werden. Feuchtigkeit und Wärme werden dadurch besser festgehalten.

Bevor die ersten Jungpflanzen zu erblicken sind, vergehen ein bis zwei Wochen. Wie lange man nach der Aussaat warten muss, bis der erste Keimling erscheint, hängt nicht nur von der Art der Jungpflanzen , sondern auch von der Zimmertemperatur ab. Wichtig ist, dass die Aussaaterde gleichmäßig feucht gehalten wird. Das Zimmergewächshaus, bzw. die mit Folie abgedeckten Töpfe, müssen täglich abgedeckt und gelüftet werden. Dies verhindert Schimmelbildung, die dem Keimling schaden würde. Wenn dann die Jungpflanzen endlich zu sehen sind, ist die Freude groß. Wenn sich bei den Pflänzchen die ersten vier Blätter gebildet haben, können sie pikiert werden.

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Feb 08 2010

Goji Beere

Category: Exotische Pflanzen,ZZ01,ZZ03admin @ 19:32

 


Die Goji Beere, auch als chinesische Wolfsbeere bezeichnet, ist eine rote Frucht, die am Gemeinen Bocksdorn (Lycium barbarum) wächst. Ursprünglich stammt die Goji Beere aus China und Tibet, wo die Pflanze schon seit langem angebaut wird.

Gemeiner Bocksdorn kann eine Höhe von bis zu vier Metern erreichen. Lycium barbarum hat hell-lila Blüten mit fünf Blütenblättern, die etwa einen halben Zentimeter lang sind. Die Vermehrung der Goji Beeren Pflanze kann über Stecklinge oder Samen erfolgen. Sie wächst in normalem Gartenboden und ist winterfest bis zu ca. – 30 Grad Celsius. Am wohlsten fühlt sich der Gemeine Bocksdorn an einem sonnigen Standort. Beim Auspflanzen mehrerer Exemplare sollte man auf einen ausreichenden Pflanzabstand von mindestens einem Meter achten. Bereits an drei Jahre alten Pflanzen kann man die Goji Beere ernten.

Die hellroten Goji Beeren sind länglich, ca. einen Zentimeter lang und einen halben Zentimeter breit. In der chinesischen und tibetischen Heilkunde wird den Goji Beeren eine stimmungsaufhellende Wirkung zugeschrieben. Die roten Beeren enthalten viele Vitamine, Spurenelemente und Antioxidantien. Mehrere Studien wurden hierzu durchgeführt, die das Potenzial der Pflanze untersuchen. In den USA wird die Goji Beere als Anti-Aging-Mittel angesehen und ist dort sehr begehrt. Aber auch in Deutschland gewinnt die rote Beere immer mehr Freunde. Als Gartenpflanze ist der Gemeine Bocksdorn eine Errungenschaft, an der Gartenbesitzer jahrelang ihre Freude haben. Sowohl die hell-lila Blüte (Juni bis August) als auch die rote Frucht, die im Oktober geerntet werden kann, setzen farbliche Akzente.

Verarbeitet werden die Goji Beeren zu Saft, Marmelade oder Tee. In getrockneter Form findet die Goji Beere ebenfalls Verwendung, beispielsweise als Beimischung in Müslis. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden die getrockneten Beeren eingenommen gegen zu hohen Blutdruck, sowie um die Immunabwehr zu stärken.

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Jan 30 2010

Winterblüher

Category: Gartengestaltung,ZZ01,ZZ03admin @ 15:50

 


Im Winter muss es im Garten nicht öd und leer aussehen. Es gibt eine Vielzahl an Pflanzen, die während der kalten Jahreszeit Farbe und Abwechslung bringen.

Als Bodendeckerpflanze, die auch im Winter in Blüte steht, empfiehlt sich die Besenheide (Calluna vulgaris). Dieses Heidekraut bevorzugt nährstoffarmen und sauren Boden. Ein heller Standort ohne Staunässe wird von Calluna vulgaris bevorzugt.

Ebenfalls im Winter blüht der Seidelbast (Daphne mezereum). Der Strauch blüht im Februar sowie März und besitzt viele dunkelrosa Blüten, die stark duften. Die Früchte sind klein und dunkelrot. Zu beachten ist, dass der Seidelbast sehr giftig ist. Deshalb sollte dieser Winterblüher nur dort gepflanzt werden, wo keine kleinen Kinder spielen.

Der Winterschneeball, auch unter der Bezeichnung Duftschneeball bekannt, zählt ebenfalls zu den Winterblühern. Der mittelhohe Strauch besitzt eine weiße Blütenfarbe. Er ist langsam wachsend und erreicht eine Höhe von bis zu drei Metern. Je nach Witterung steht der Winterblüher schon im Dezember oder auch erst im Februar in Blüte.

Es gibt aber auch Pflanzen, die den Garten im Winter durch ihre bunten Früchte farbig gestalten, so zum Beispiel die Schönfrucht (Callicarpa), auch unter der Bezeichnung Liebesperlenstrauch bekannt. Die Pflanze besitzt blau-lila Steinfrüchte, die sich dekorativ gegen den Schnee im winterlichen Garten abheben.

Nicht vergessen sollte man die Krokusse, Winterlinge, den Schneeglanz oder die Schneeglöckchen. Die vorgenannten späten Winterblüher oder fast schon Frühlingsblüher sind als Beetpflanzen ebenso geeignet, wie zur Auswilderung unter Gehölzen. Wer sich über einen langen Zeitraum im Winter und dem beginnenden Frühjahr an den Blüten der Krokusse erfreuen möchte, sollte die Krokusse mit Wildkrokussen kombiniert einpflanzen. Wildkrokusse haben kleinere Blüten als der Gatenkrokus (Crocus vernus), sind aber genauso pflegeleicht.

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Jan 12 2010

Rezension Häuser in lebendigem Grün

Category: Gartenliteratur,ZZ01,ZZ03admin @ 19:57

 


Das Fachbuch „Häuser in lebendigem Grün: Fassaden und Dächer mit Pflanzen gestalten” von Ulrike Mehl und Klaus Werk ist 1987 unter der ISBN 3 8068 0846 5 im Falken Verlag erschienen. Die Autoren beschäftigen sich in dem Fachbuch mit der Begrünung von Fassaden und bewachsenen Dächern.

Zu Beginn des Buches wird die mögliche ökologische Situation und das Leben im städtischen Raum näher beleuchtet. Dabei werden die Vorteile der Begrünung von Immobilien in den Vordergrund gestellt. Im darauf folgenden Abschnitt über die Begrünung von Fassaden, wird die Fassadenbegrünung kritisch beleuchtet. Es wird auf verschiedene Gestaltungsgesichtspunkte, die Bedeutung für die Tierwelt und diverse Planungsbeispiele eingegangen. Im Fachbuch werden verschiedene, auch eher unbekannte, Kletterpflanzen vorgestellt, die für die Begrünung von Fassaden in Frage kommen. Im nächsten Abschnitt werden bewachsene Dächer behandelt. Dabei wird klar, dass es sich bei dieser Art von Dächern nicht um eine neuzeitliche Erfindung, sondern um etwas in historischen Zeiten längst bekanntes, handelt. Bereits vor über eintausend Jahren waren bewachsene Dächer in Skandinavien bekannt. Dort schätzte man die gute klimatische Wirkung der bewachsenen Dächer: Sowohl Hitze als auch Kälte wurden abgehalten. In heutiger Zeit spielen ebenso ästhetische und ökologische Gesichtspunkte bei der Begrünung von Immobilien eine Rolle. Die Autoren liefern einen Überblick über den Aufbau eines begrünten Daches, so dass sich auch der mit architektonischen Fragen wenig vertraute Leser einen differenzierten Überblick verschaffen kann. Es werden verschiedene, für die Begrünung von Dächern geeignete, Pflanzen vorgestellt. Am Schluss des Buches werden rechtliche Grundlagen, wie baurechtliche Bestimmungen, kurz angesprochen.

Besonders gefallen haben mir die differenzierten Beschreibungen der Pflanzen und die genauen Beschreibungen der Einsatzmöglichkeiten. Mit Hilfe des Buches können die für einzelne Immobilien passenden Pflanzen zielgenau ausgesucht werden.

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Dez 11 2009

Nordmanntanne

Category: Bäume und Sträucher,ZZ01,ZZ03admin @ 17:17

 


Die Nordmanntanne (Abies nordmanniania) gehört zur Familie der Kieferngewächse. Die Pflanze war ursprünglich an der Küste des Schwarzen Meeres beheimatet, wo sie in Gebirgswäldern zwischen kaukasischen Fichten und Buchen wuchs. Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts eroberte die Tanne dann Europa, wo sie bald heimisch wurde. Namensgeber dieser Tanne ist der aus Finnland stammende Naturwissenschaftler Alexander von Nordmann, der im neunzehnten Jahrhundert lebte.

Die Nordmanntanne hat nicht nur in der Forstwirtschaft und als Gartenpflanze ihre Bedeutung. Als forstwirtschaftlich eher seltene Nutzpflanze wird diese Tanne für die Produktion von Papier und Zellstoff eingesetzt. Vielmehr ist die Pflanze der Inbegriff des Weihnachtsbaumes. Im Alter von ca. zehn bis zwölf Jahren haben die Pflanzen eine ausreichende Höhe erreicht, um in der Weihnachtszeit als Weihnachtsbaum verkauft zu werden. Dabei wächst die Nordmanntanne in ihrer Jugend nur langsam. Im fortgeschrittenen Alter kann die Tanne eine Höhe von bis zu sechzig Metern erreichen. Die ältesten bekannten Exemplare dieses immergrünen Nadelbaumes sind ungefähr fünfhundert Jahre alt.

Wer einen Garten und etwas Geduld hat, braucht langfristig den Weihnachtsbaum nicht für viel Geld zu kaufen. Vielmehr kann man ein- oder zweijährige Setzlinge der Tanne relativ günstig erwerben und diese im eigenen Garten auspflanzen. Besonders wohl fühlt sich der Nadelbaum mit den dunkelgrünen glänzenden Nadeln im Halbschatten. Auf lehmigen Böden mit guter Durchlüftung wächst die Nordmanntanne gut. Sie bildet nach der Keimung zunächst eine tiefreichende Pfahlwurzel. In späteren Jahren verzweigt sich diese Wurzel. Sie ist verantwortlich dafür, dass eine ausgewachsene Nordmanntanne äußerst widerstandsfähig gegenüber Stürmen ist. Wenn sie auf einem schlecht durchlüfteten Tonboden gepflanzt wird, ist sie um so empfindlicher gegen Frost. Die Tanne muss dann eventuell über Winter am Boden mit Reisig abgedeckt werden.

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Nov 03 2009

Herbstzeitlose

Category: Blumen,ZZ01,ZZ03admin @ 09:47

 


Die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) gehört zur Ordnung der Lilienartigen. Die mehrjährige Pflanze sieht von der Form her dem Krokus ähnlich. Die Blüten haben eine helle violette Farbe. Die Blume wird im Volksmund auch als Giftkrokus bezeichnet. Der Name Herbstzeitlose verweist auf die Blütezeit im Herbst.

Colchicum autumnale blüht im September und Oktober, deshalb auch der Name Herbstzeitlose. Die Blume kann bis zu 25 cm hoch werden. Weil ihre Blätter dem Bärlauch ähnlich sehen, kann es leicht zu Verwechslungen kommen. Die Pflanze enthält das giftige Alkaloid Colchicin. Der Stoff ist in der ganzen Pflanze enthalten, besonders hoch ist die Konzentration des Giftstoffes in der Blüte. Eine Colchicin-Vergiftung geht einher mit Krämpfen, Erbrechen und Kreislaufschwächung. Die Wirkung des Giftes setzt frühestens zwei Stunden nach Verzehr ein. Auf keinen Fall sollte man Kinder unbeaufsichtigt die Pflanzen pflücken lassen. Wenn eine Wiese mit Giftkrokussen gemäht wird, dann ist der Stoff Colchicin auch noch im getrockneten Heu enthalten. In geringen Dosen wird Colchicin in der Therapie von Gicht-Erkrankungen eingesetzt. Auch in der Pflanzenzucht wird der Stoff eingesetzt, weil mit seiner Hilfe bestimmte Mutationen im Zellkern der Zuchtpflanzen hervorgerufen werden können.

Dort, wo es windstill und sonnig bis halbschattig ist, z. B. auf Feuchtwiesen oder in Auwäldern, fühlt sich die Herbstzeitlose wohl. Die ursprünglich in Asien beheimatete Blume ist inzwischen weit verbreitet in Deutschland und ganz Mitteleuropa. Bei der Anpflanzung im Garten sollte man am besten die Knollen, und nicht die klebrigen Samen der Herbstzeitlosen verwenden. Die Vermehrung durch Samen ist relativ langwierig. In freier Natur wird der Samen durch den Wind oder durch Ameisen verbreitet. Die Auspflanzung der Knollen ist unkompliziert. Sie werden im Sommer zehn bis fünfzehn cm tief in den Boden gesteckt und treiben dann oftmals noch im selben Jahr aus.

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Okt 14 2009

Rezension Kräuter Gewürze und Heilpflanzen

Category: Gartenliteratur,ZZ01,ZZ03admin @ 12:11

 


Das Fachbuch Kräuter Gewürze und Heilpflanzen gehört zu den Ravensburger Naturführern und ist unter der ISBN 3-473-46075-3 im Ravensburger Verlag im Jahr 1994 erschienen. Geschrieben wurde das Buch von Lesley Bremness und ins Deutsche übersetzt von Barbara Schmidt und Michael Conrad. Bebildert wird das Buch Kräuter Gewürze und Heilpflanzen durch zahlreiche Farbfotos von Neil Fletcher und Matthew Ward.

Nach der Einleitung folgen ausführliche Erläuterungen darüber, was eine Heilpflanze ist und welche Pflanzenteile genutzt werden können. Ein Abriss über Ätherische Öle, Kräutergärten und die Aufberetung von Heilpflanzen sind ebenfalls im Buch enthalten. Dabei will das Fachbuch keinesfalls den Arzt ersetzen, sondern die Pflanzenbestimmung erleichtern und den Leser über Kräuter, Gewürze und Heilpflanzen informieren. Es werden dann sechs größere Themenbereiche im Fachbuch Kräuter Gewürze und Heilpflanzen behandelt, nämlich: Bäume, Sträucher, Stauden, Ein- und Zweijährige, Kletterpflanzen, sowie Niedere Pflanzen behandelt. Im Abschnitt über Bäume wird über so bekannte Gewächse wie die Linde, aber auch so exotische Pflanzen wie die Zuckerpalme, berichtet. Der Abschnitt über Sträucher behandelt unter anderem die Schwarze Johannisbeere und Sanddorn, während man bei den Stauden etwas über die Wirkung von Aloe und Madagaskar-Immergrün erfährt. Bei den Ein- und Zweijährigen wird über Kornblume und Ringelblume berichtet, während über Kaiserwinde und Schwarzen Pfeffer bei den Kletterpflanzen geschrieben wird. Der Abschnitt über Niedere Pflanzen behandelt verschiedene Pilze, Moose und Tang.

Besonders am Buch Kräuter Gewürze und Heilpflanzen haben mir die vielen gut gelungenen Bilder gefallen. Diese ermöglichen eine Bestimmung von Pflanzen, die man vorher in der Natur nicht bewußt wahrgenommen hat. Die vielen exotischen und weniger bekannten Pflanzen, sowie die Beschreibung längst vergessener Heilpflanzen oder exotischer Kräuter ist ebenfalls sehr interessant.

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Okt 13 2009

Marienkäfer

Category: Tiere im Garten,ZZ01,ZZ03admin @ 17:46

 


Die Marienkäfer (Coccinellidae) sind eine weltweit verbreitete Familie, die der Ordnung der Käfer angehört. Da sie eher wärmeliebend sind, findet man im sonnigen Südeuropa und in den Tropen eine größere Artenvielfalt als im Norden.

Aber auch in Deutschland sind verschiedene Arten des Marienkäfers anzutreffen, so beispielsweise der Siebenpunkt Marienkäfer oder Heidekraut-Marienkäfer. Der Siebenpunkt Marienkäfer wird bis zu 8 mm lang und kann ein Alter von ein bis zwei Jahren erreichen. Die Larven des Marienkäfers schlüpfen aus Eiern, von denen das Marienkäferweibchen bis zu 400 Stück legt. Die Larven sind bereits Nützlinge, denn sie vertilgen im Laufe ihrer Entwicklung viele Blattläuse. Nach einigen Wochen verpuppen sie sich dann, bis der fertige Marienkäfer schlüpft. Bei ausreichend vorhandener Nahrungsmenge, kann ein einzelner Käfer bis zu 50 Blattläuse verzehren. Zum Nahrungsangebot gehören auch Spinnmilben und verschiedene Larven. Wenn nicht ausreichend Nahrung vorhanden ist oder bei Massenansammlungen der Coccinellidae, neigen Marienkäfer und Marienkäfer-Larven zu Kannibalismus. Einige Marienkäferarten ernähren sich vegetarisch. Sie fressen beispielsweise Schimmelpilze oder Pollen.

Die verschiedenen Arten der Marienkäfer unterscheiden sich in der Farbe und in der Anzahl der Punkte. So gibt es nicht nur den in Deutschland bekannten roten Käfer mit den sieben schwarzen Punkten. Je nach Art gibt es Tiere mit zwei bis vierundzwanzig Punkten auf dem Rücken. Neben der roten Färbung gibt es auch Käfer mit gelber Färbung oder mit schwarzer Färbung, die dann rote Punkte haben. Mit der auffälligen Färbung versuchen die Tiere, Fressfeinde abzuschrecken.

Fressfeinde der Marienkäfer sind: Vögel, Frösche, Spinnen, Eidechsen und Mäuse. Aber auch das Verhalten der Menschen kann dem Käfer zusetzen. Die Tiere reagieren empfindlich auf Gifte, mit denen beispielsweise Blattläuse vernichtet werden sollen. So gibt es mehrere Marienkäferarten, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere stehen.

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Okt 12 2009

Kompost

Category: Gartengeräte und Zubehör,ZZ01,ZZ03admin @ 20:14

 


Ein Kompostbehälter oder auch ein einfacher Komposthaufen wird für die Lagerung biologischer Abfälle im Garten benötigt. Kompostbehälter oder Komposthaufen sollten im Halbschatten platziert werden, um eine Austrocknung durch permanente Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Eine ähnliche Wirkung erzielt man auch, indem der Kompost mit Zucchini oder Kürbis bepflanzt wird. Die vielen großen Blätter verhindern ebenfalls Austrocknung.

Der Kompost kann in Behältern aus Holz, Metall oder Kunststoff verstaut werden. Dabei sollte der Kompost immer Kontakt zum unversiegelten Boden haben. Der Bodenkontakt bewirkt, dass Nässe in den Boden sickern kann und es nicht so leicht zur Fäulnisbildung kommt. Wichtig ist ebenfalls, dass der Kompostbehälter an den Seiten eine Belüftung des Komposts ermöglicht.

Um die Kompostierung zu beschleunigen, kann man einen Kompostierbeschleuniger zugeben. Aber auch ohne einen Beschleuniger bildet sich Kompost. Regenwürmer und Mikroorganismen zersetzen die Garten- und Küchenabfälle auf dem Komposthaufen oder im Kompostbehälter. Inzwischen gibt es bereits kommerzielle Anbieter, die den Versand von Kompostwürmern anbieten, die die Zersetzung der Abfälle auf biologische Art und Weise unterstützen sollen. Bei den als Kompostwürmer angepriesenen Tieren handelt es sich um die altbekannten Regenwürmer. Doch die Anzahl der Regenwürmer im Komposthaufen kann man auch selbst erhöhen, indem man dem Abfall Kaffeesatz in Form von biologischem Abfall zusetzt. Regenwürmer mögen Kaffeesatz und werden sich deshalb vermehrt im Komposthaufen einfinden.

Je nachdem, um welche Abfälle es sich handelt, kann der Kompostiervorgang bis zu 4 Jahre beanspruchen. Damit die Kompostierung zügig voranschreitet, sollten im Kompost keine dicken und ungehäckselten Äste enthalten sein. Es bietet sich außerdem an, vershiedene Komposthaufen oder Kompostbehälter aufzustellen. Bei einem ausreicend großen Grundstück hat man dann pro Jahr einen Kompostbehälter und kann im zweiten bis vierten Jahr den Kompost zur Bodenverbesserung nutzen. Die Bodenverbesserung mit dem Kompost sollte im Frühjahr vorgenommen werden.

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Aug 01 2009

Blaubeere

Category: Bäume und Sträucher,ZZ01admin @ 15:11

 


Die Blaubeere (Vaccinium myrtillus) gehört zur Gattung der Heidelbeeren, die wiederum der Familie der Heidekrautgewächse angehören. Sie wird auch als Waldbeere oder als Schwarzbeere bezeichnet.

Blaubeerpflanzen wachsen strauchig und können bis zu sechzig cm hoch werden. Die Blätter sind länglich, hellgrün und können bis zu drei Zentimeter lang werden. Im Herbst färben sich die Blätter leuchtend rot, was sie auch als Zierpflanze interessant macht. In vielen Gärten wird wegen der Fruchtgröße nicht die Blaubeere, sondern die Kulturheidelbeere angebaut. Als sommergrüne Pflanze wirft die Blaubeere zum Winter hin die Blätter ab. Der Strauch beginnt im Mai zu blühen und trägt dann Früchte von Juli bis September. Die Blaubeeren sind dunkelblau bis schwarzblau und können in der Wildform etwas über einen halben Zentimeter im Durchmesser groß werden. Die Vermehrung der Sträucher erfolgt über Ausläuferbildung. Dadurch bilden sich ganze Blaubeerkolonien. Die Pflanze mag sauren, nährstoffarmen Boden. In manchen Wäldern kann man beobachten, wie die wild wachsenden Blaubeeren sich über die Jahre hinweg immer mehr ausdehnen. Für den Blaubeersammler sind dies lohnende Fundstellen. Vor dem Verzehr sollten die Beeren abgewaschen werden, damit nicht versehentlich Eier des Fuchsbandwurmes mitgegessen werden.

Kulturheidelbeeren werden wesentlich größer als Blaubeeren. Die Kulturheidelbeeren stammen nicht von den Blaubeeren, sondern von den Amerikanischen Heidelbeeren ab. Amerikanische Heidelbeeren und Kulturheidelbeeren haben Farbstoffe in der Schale. Die Blaubeere besitzt dieselben Farbstoffe, nämlich Anthocyane. Bei der Blaubeere befinden sich diese Farbstoffe nicht nur in der Schale, sondern auch im gesamten Fruchtfleisch. Deshalb bekommt man auch einen blauen Mund, wenn man Blaubeeren isst.

Egal ob Blaubeere oder Kulturheidelbeere: Die Beeren sind reich an Viaminen und Mineralstoffen und können für allerlei leckere Rezepte benutzt werden, was innerhalb des Blogs erläutert wird. So werden sie beispielsweise verwendet für Blaubeerpfannkuchen, Blaubeermarmelade, Blaubeereis, Blaubeertorte oder Blaubeerkuchen oder als Zutat im Obstsalat, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Als Getränk werden die Früchte zu Blaubeerwein verarbeitet.

Als Heilpflanze hilft die Blaubeere in getrockneter Form gegen Durchfall.

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Jul 12 2009

Rezension Was blüht denn da

Category: Gartenliteratur,ZZ01admin @ 15:46

 
Das bekannte Fachbuch Was blüht denn da? von Dietmar Aichele und Marianne Golte-Bechtle ist ein Klassiker unter den Büchern zur Pflanzenbestimmung. Zur Rezension liegt mir die 57., unveränderte Auflage aus dem Jahre 2005 vor. Das Buch ist unter der ISBN-Nr. 978-3-440-10212-1 im Kosmos-Verlag Stuttgart erschienen.

 In dem Naturführer werden 748 wildwachsende Blütenpflanzen aus Mitteleuropa dargestellt. Die Pflanzen sind entsprechend ihrer Farbe geordnet. Das Fachbuch richtet sich an den fachlich nicht vorgebildeten Pflanzenfreund. Mit Hilfe des Naturführers kann der Laie die häufig vorkommenden Pflanzen und auch Pflanzenraritäten auf die einfachste Weise sicher bestimmen.

 In der Regel fällt dem Betrachter einer Blume deren Blütenfarbe als erstes auf. Aus diesem Grund ist auch die Blütenfarbe der Leitfaden für das Bestimmungswerk. Genau deshalb finden sich in dem Fachbuch vor allem Blumen, mit auffälligen Blüten. Über Pflanzen mit weniger auffälligen Blüten, wie beispielsweise Bäume, Sträucher, Moose und Farne, wird in weiteren Fachbüchern zur Pflanzenbestimmung berichtet.

 In vielen Fällen reicht die Blütenfarbe allein nicht aus, um eine Pflanze zu bestimmen. Weitere Merkmale der Pflanze müssen zur Bestimmung hinzugezogen werden. Berücksichtigung finden hierzu beispielsweise der Bau der Blüte. Insbesondere die Symmetrie der Blüte spielt hierbei eine wichtige Rolle. Man unterscheidet Pflanzen mit radiärsymmetrischen Blüten, wie z. B. Hahnenfuß, und Pflanzen mit zweiseitigsymmetrischen Blüten, wie z. B. Fingerhut. Eine Pflanze wird identifiziert, indem sie mit den farbigen Abbildungen verglichen wird. Neben den Abbildungen liefern Beschreibungen und Hinweise zum Vorkommen weitere wichtige Anhaltspunkte zur erfolgreichen Pflanzenbestimmung. Unter der Rubrik Wissenswertes wird auf Besonderheiten zu den einzelnen Pflanzen hingewiesen. Hier findet man beispielsweise Informationen zur Giftigkeit von Pflanzen, zu bestimmten Pflanzenwirkstoffen, zur Heilwirkung und zu weiteren Verwendungsmöglichkeiten.

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Jun 18 2009

Klatschmohn

Category: Blumen,ZZ01admin @ 22:04


Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist eine farbenprächtige Wildblume, die sich in naturnahen Gärten und auf der Wildblumenwiese besonders wohl fühlt.

Die Wildblume wird der Familie der Mohngewächse zugeordnet. Der Klatschmohn wird auch häufig als Mohnblume oder Klatschrose bezeichnet. Verbreitet ist die Mohnblume vorzugsweise in Europa, Asien und Nordamerika. Der Klatschmohn hat seine weitreichende Verbreitung parallel zum Getreideanbau zustande gebracht. Zusammen mit dem Getreide, wurden die im Feld stehenden Mohnblumen abgemäht. Als Verunreinigung des Getreidesamens wurden auch die Samen der Wildblume im nächsten Frühjahr auf weiteren Feldern ausgesät. Durch den Einsatz von Giftstoffen in der Landwirtschaft ist der Bestand an wildwachsenden Mohnblumen stark zurückgegangen. Während man sie früher in großen Mengen auf Feldern und am Wegesrand sah, ist sie heute mehr in naturnahen Gärten zu finden.

Die Mohnblume bevorzugt einen hellen, sonnigen Standort. Die Pflanze bevorzugt gemäßigte Temperaturen. Der Mohn mag kalkhaltige lehmige Böden. Auch mit kargem Untergrund kommt diese Wildblume gut zurecht. Mohnblumen sind ein- bis zweijährige Pflanzen. Bei zeitiger Aussat blüht der Klatschmohn noch im selben Jahr. Bei Herbstaussat findet die Blüte im Folgejahr statt. Dann blüht die Pflanze bereits im Frühjahr in den Monaten Mai oder Juni. Die Wildblume kann bis zu 80 cm hoch werden und hat einen sehr dünnen elastischen Stengel. Die Blätter sind lanzettförmig und behaart. Die Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 10 cm und sind in der Regel leuchtend rot. Selten kommen beim Mohn violette oder weiße Farbtöne vor. Nachdem die Pflanze aufgeblüht ist, halten sich die dünnen Blütenblätter nur wenige Tage frisch und fallen dann ab.

Alle Teile der Pflanze sind schwach giftig, bis auf die Samen. Mancherorts werden die Blütenblätter der Mohnblume zu Tee oder Sirup verarbeitet. Dem Tee und Sirup wird heilende Wirkung nachgesagt, in Bezug auf Hustenerkrankungen, Heiserkeit und Nervosität.

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Jun 14 2009

Rezension Das kleine 1×1 des Gärtners

Category: Gartenliteratur,ZZ01admin @ 12:41

 


Das Gartenbuch Das kleine 1×1 der Gärtners wurde geschrieben von Maria Sansoni und Christoph Köchel. Unter der ISBN 3 517 0769 2 erschien die 1. Auflage 1982 im münchener Südwest Verlag.

 Das insbesondere für Gartenanfänger geeignete Fachbuch erläutert anschaulich, wie ein neuer Garten angelegt wird oder wie man einen alten Garten umgestalten kann. Es werden Wege aufgezeigt, wie man auch als Stadtbewohner ohne eigenes Land zu einem Kleingarten kommen kann. Dann geht das Fachbuch auf das Grundwissen für die gärtnerische Arbeit ein. Es gibt Ratschläge für die Planung, Gartengeräte Grundausstattung einschließlich Beschreibung der Gartengeräte, sowie richtige Nutzung der Gartengeräte. Beetanlage und das Setzen der jungen Pflanzen wird erklärt. Tricks und Tips aus jahrelanger gärtnerischer Erfahrung werden verständlich weitergegeben. Anspruchsvolle Arbeiten, wie die Gehölzanpflanzung, Anlegen von Gartenwegen sowie Terrassenbau werden detailliert beschrieben. Durch mehr als achzig Zeichnungen und Fotos werden die Arbeitsvorgänge Schritt für Schritt erklärt. Damit der Hobbygärtner langfristig Freude am Garten hat, werden am Ende des Buches Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung beschrieben. Das Fachbuch beschreibt, wie Blattläuse, Spinnmilben als auch weiße Fliegen, Schnecken sowie Raupen in die Schranken gewiesen werden. Hierzu wird nicht nur auf passende chemische Mittel verwiesen. Vielmehr wird aufgezeigt, wie man umweltverträglich und – oder gerade deswegen – effizient den Garten von Schädlingen befreit.

 Kritisch anzumerken ist, dass man sich nicht mehr an den im Fachbuch genannten Preisen, z. B. für Gartengeräte, orientieren kann. Dies liegt jedoch am Alter des Buches, ob es inzwischen neuere Auflagen gibt, ist mir nicht bekannt.

 Positiv anzumerken ist, dass viele wesentliche Aspekte für den Erfolg im Garten für Anfänger verständlich beschrieben werden. Durch die Schritt für Schritt Anleitungen sind die Hinweise leicht in die Praxis umzusetzen.

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